Kategorie: Ratgeber

  • Arbeitsvertrag Inhalt: 15 Pflichtangaben & wichtige Klauseln

    Arbeitsvertrag Inhalt: 15 Pflichtangaben & wichtige Klauseln

    Themen in diesem Artikel:

    • Typischer Inhalt eines Arbeitsvertrags: Erfahre, welche Pflichtangaben ein Arbeitsvertrag nach Nachweisgesetz enthalten muss, von Beginn und Probezeit über Vergütung und Arbeitszeit bis hin zu Urlaub, Arbeitsort und Regelungen bei Krankheit.
    • Jobstart, Urlaub und Gehalt bei Krankheit: Verstehe, warum das Startdatum besser auf den Ersten eines Monats gelegt wird, welche Mindesturlaubsansprüche gelten und wie lange Arbeitgeber im Krankheitsfall zur Entgeltfortzahlung verpflichtet sind.
    • Gestaltungsfreiheit und Formfreiheit: Lies, wie weit Vertragsfreiheit bei Arbeitsverträgen reicht, warum trotz möglicher mündlicher Absprachen ein schriftlicher Vertrag empfehlenswert ist und welche Dokumentationspflichten Arbeitgeber haben.
    • Probezeit in Arbeitsverträgen: Erfahre, wie lang eine Probezeit sein darf, welche Konstruktionen bei befristeten Verträgen möglich sind und welche verkürzten Kündigungsfristen während der Probezeit gelten.
    • Art der Tätigkeit: Verstehe, warum eine möglichst konkrete Tätigkeitsbeschreibung wichtig ist, wie allgemeine Formulierungen zu Nachteilen führen können und wie klare Aufgabenprofile dich vor unerwünschten Versetzungen schützen.
    • Häufige Fragen zum Arbeitsvertrag: Finde Antworten zu Pflichtinhalten nach Nachweisgesetz, zu mündlichen Verträgen, zu Probezeitregelungen, unwirksamen Klauseln, dem Unterschied zu Dienstverträgen und der Frage, wann Befristungen in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übergehen.

    Welche Kreditkarte passt zu dir?

    Bevor du deinen neuen Arbeitsvertrag unterschreibst, solltest du genau wissen, welche Punkte er beinhalten muss. Ein Arbeitsvertrag ist mehr als nur eine Formalität – er regelt die gesamte Grundlage deines Arbeitsverhältnisses. Neben den gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtinhalten wie Angaben zum Beginn des Arbeitsverhältnisses oder zur Dauer der Probezeit gibt es auch unzulässige Klauseln, vor denen du dich schützen solltest. Welche das sind und worauf du bei einem Arbeitsvertrag noch achten solltest, erfährst du in diesem Artikel.

    Typischer Inhalt eines Arbeitsvertrags

    Generell ist ein Arbeitsvertrag eine Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer:in bezüglich eines Arbeitsverhältnisses. Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland gestattet dafür die Vertragsfreiheit. Das bedeutet konkret, dass jede geschäftstüchtige Person einen Vertrag abschließen darf und dabei Vertragspartner, -gegenstand, -inhalt sowie -form frei wählen kann. Gleichermaßen steht es dieser Person frei, den Vertrag eben nicht abzuschließen oder einen geschlossenen Vertrag in Einvernehmen mit dem Vertragspartner auch wieder zu lösen.

    Dennoch gibt es grundlegende Punkte, die nach Paragraf 2 des Nachweisgesetzes (kurz NachwG) in einem Arbeitsvertrag enthalten sein müssen. Diese Pflichtinhalte schützen dich als Arbeitnehmer:in und sorgen für Transparenz. Dazu gehören der Beginn des Arbeitsverhältnisses, die Dauer der Probezeit sowie deine Berufsbezeichnung und das Tätigkeitsfeld. Auch die Höhe und Fälligkeit der Vergütung müssen klar definiert sein. Weitere wichtige Punkte sind die Wochenarbeitszeit, Regelungen zu Mehrarbeit und Vergütung von Überstunden sowie der Arbeitsort.

    📌 Gut zu wissen

    Das Nachweisgesetz verpflichtet Arbeitgeber, dir spätestens einen Monat nach Beginn des Arbeitsverhältnisses alle wesentlichen Vertragsbedingungen schriftlich auszuhändigen. Seit August 2022 gelten verschärfte Dokumentationspflichten – insgesamt müssen 15 Pflichtangaben schriftlich festgehalten werden.

    Darüber hinaus muss dein Arbeitsvertrag deinen jährlichen Urlaubsanspruch festhalten. Auch das Verhalten und Hinweispflichten im Krankheitsfall sind verpflichtend anzugeben. Die Verschwiegenheitspflicht, Regelungen zu Nebentätigkeiten und eventuelle Vertragsstrafen gehören ebenfalls zu den Standardinhalten. Abschließend müssen die Kündigungsfrist und Form der Kündigung sowie Ausschluss- und Verfallfristen bei Lohnansprüchen und Entgeltfortzahlungen im Vertrag vermerkt sein.

    Jobstart, Urlaub und Gehalt bei Krankheit

    Gleich am Anfang deines Arbeitsvertrags wird festgelegt, wann der Job startet. Im Normalfall wird ein festes Datum als Beginn des Arbeitsverhältnisses genannt. Unabhängig davon, ob Feiertag oder Wochenende – das Startdatum sollte immer auf den Ersten des Monats fallen. Warum ist das so wichtig? Danach richtet sich die Berechnung des Gehaltes und der Urlaubstage. Der gesetzliche Anspruch auch auf anteiligen Jahresurlaub besteht nämlich nur für volle Monate.

    💡 Tipp

    Verhandle dein Startdatum geschickt! Wenn dein Arbeitgeber dir beispielsweise den 15. März als Startdatum vorschlägt, frage nach dem 1. März. So sicherst du dir für März bereits anteilige Urlaubstage und das volle Monatsgehalt. Bei einem Start am 15. würdest du für diesen Monat keinen anteiligen Urlaubsanspruch erwerben.

    Eine etwaige Befristung des Arbeitsvertrags muss der Arbeitgeber vor Arbeitsbeginn schriftlich vereinbaren. Ist im Arbeitsvertrag keine Einschränkung über die Dauer deines Arbeitsverhältnisses vermerkt, liegt dir ein unbefristeter Arbeitsvertrag vor. Das gibt dir mehr Sicherheit und Planbarkeit für deine berufliche Zukunft.

    Laut Bundesurlaubsgesetz beträgt der Mindesturlaub pro Jahr bei einer Arbeitswoche von Montag bis Freitag 20 Werktage. Bei einer Sechstagewoche sind es 24 Werktage. Zusätzlich kann der Arbeitgeber dir weitere Urlaubstage gewähren – viele Unternehmen bieten heute 25 bis 30 Tage Urlaub an. Bei Krankheit besteht Anspruch auf Lohnfortzahlung von bis zu sechs Wochen, wie das Entgeltfortzahlungsgesetz (EntgFG) besagt. Diese Zeitdauer sollte auch im Arbeitsvertrag genannt sein, damit du im Krankheitsfall abgesichert bist.

    Gestaltungsfreiheit und Formfreiheit

    Gestaltungsfreiheit und Formfreiheit sind Unterpunkte der Vertragsfreiheit. Bei der freien Gestaltung des Arbeitsvertrags muss der Arbeitgeber sich jedoch an geltendes Recht halten. Er muss sich an dem Nachweisgesetz orientieren und die dort genannten Inhalte aufführen. Diese gesetzliche Vorgabe schützt dich vor unvollständigen oder intransparenten Verträgen.

    Da Arbeitgeber Inhalt und Form eines Arbeitsvertrages frei gestalten können, muss ein Arbeitsvertrag nicht zwingend schriftlich vorliegen. Eine mündliche Vereinbarung ist grundsätzlich ausreichend. Bestimmte Arbeitsverträge, beispielsweise befristete, verlangen allerdings die Schriftform. In diesen Fällen müssen Arbeitnehmer:in und Arbeitgeber auch auf derselben Urkunde unterschreiben. Trotz der rechtlichen Möglichkeit mündlicher Vereinbarungen ist ein schriftlicher Vertrag immer empfehlenswert – er bietet dir Beweissicherheit und Klarheit über alle vereinbarten Konditionen.

    📌 Gut zu wissen

    Auch bei einem mündlichen Arbeitsvertrag hast du Anspruch auf eine schriftliche Niederschrift der wesentlichen Vertragsbedingungen. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, dir diese spätestens einen Monat nach Arbeitsbeginn auszuhändigen. Bei Verstößen drohen dem Arbeitgeber Bußgelder bis zu 2.000 Euro pro fehlendem Nachweis.

    Probezeit in Arbeitsverträgen

    Üblich ist heutzutage, dass die Probezeit – die maximal sechs Monate betragen darf – Teil sowohl befristeter als auch unbefristeter Arbeitsverträge ist. Das heißt, ein auf ein Jahr befristeter Arbeitsvertrag besteht aus bis zu sechs Monaten Probezeit und sechs oder mehr Monaten regulärer Tätigkeit. Gleiches gilt für einen unbefristeten Arbeitsvertrag, dann jedoch ohne Angaben zur Dauer des Arbeitsverhältnisses.

    Allerdings können manche auf bis zu sechs Monate befristeten Arbeitsverträge so gestaltet sein, dass sie selbst eine Probezeit darstellen. Danach endet das Arbeitsverhältnis automatisch und ohne Kündigung. Eventuell wird dann ein neuer, unter Umständen unbefristeter Vertrag angeboten. Diese Konstruktion solltest du kritisch prüfen, da sie dir weniger Sicherheit bietet.

    Kündigungsfrist in der Probezeit

    Während der Probezeit lernen sich Arbeitgeber und neue Mitarbeiter:innen besser kennen und finden heraus, ob die zu verrichtenden Tätigkeiten und die Angestellten zusammenpassen. Werden in der vereinbarten Zeit auf beiden Seiten die Erwartungen erfüllt, ist die Probezeit bestanden. Du hast dann die erste wichtige Hürde genommen und kannst dich auf eine längerfristige Zusammenarbeit einstellen.

    Wenn die Situation sich allerdings für eine der beiden Parteien nicht so entwickelt wie erhofft, hat die Probezeit einen klaren Nutzen: eine verkürzte Kündigungsfrist. Diese beträgt während der Probezeit nämlich lediglich zwei Wochen – im Gegensatz zur gesetzlichen Kündigungsfrist von vier Wochen außerhalb der Probezeit. Diese Flexibilität ermöglicht es beiden Seiten, schnell zu reagieren, wenn die Zusammenarbeit nicht passt.

    💡 Tipp

    Nutze die Probezeit aktiv für dich! Führe regelmäßige Feedback-Gespräche mit deinem Vorgesetzten, um zu erfahren, wo du stehst. Dokumentiere deine Aufgaben und Erfolge – das hilft dir beim Probezeitgespräch und zeigt deine Entwicklung. Solltest du merken, dass die Stelle nicht passt, kannst auch du mit zweiwöchiger Frist kündigen.

    Art der Tätigkeit

    Bei der Tätigkeitsbeschreibung gilt: je konkreter, desto besser. Denn dann kann der Arbeitgeber dich nicht für andere Tätigkeiten einsetzen, für die möglicherweise eine andere Qualifikation erforderlich ist oder die nicht deinen Vorstellungen entsprechen. Eine präzise Formulierung schützt dich vor unerwünschten Versetzungen und gibt dir Klarheit über deine Aufgaben und Verantwortlichkeiten im Unternehmen.

    📌 Gut zu wissen

    Vorsicht bei zu allgemeinen Formulierungen wie „und weitere anfallende Tätigkeiten“ oder „vergleichbare Aufgaben“. Diese Klauseln geben dem Arbeitgeber einen sehr weiten Spielraum. Besser sind konkrete Aufgabenbeschreibungen mit klar definierten Hauptaufgaben und einem prozentualen Anteil für projektbezogene Zusatzaufgaben.

    ❔ Häufig gestellte Fragen

    Q

    Welche 15 Pflichtinhalte muss ein Arbeitsvertrag nach dem Nachweisgesetz enthalten?

    Nach Paragraf 2 NachwG muss ein Arbeitsvertrag folgende Punkte enthalten: Namen und Anschriften der Vertragsparteien, Arbeitsbeginn, Befristung, Arbeitsort, Tätigkeitsbeschreibung, Arbeitsentgelt, Arbeitszeit, Urlaub, Kündigungsfristen, Hinweis auf Tarifverträge/Betriebsvereinbarungen, Probezeit, Überstundenregelung, Abrufarbeit und Fortbildungsanspruch.

    Q

    Was passiert, wenn ich ohne schriftlichen Arbeitsvertrag anfange zu arbeiten?

    Ein Arbeitsverhältnis kann auch mündlich wirksam begründet werden. Der Arbeitgeber ist jedoch verpflichtet, dir spätestens einen Monat nach Arbeitsbeginn die wesentlichen Vertragsbedingungen schriftlich auszuhändigen. Kommt er dieser Pflicht nicht nach, drohen ihm Bußgelder und du hast im Streitfall Beweisschwierigkeiten.

    Q

    Kann die Probezeit verlängert werden?

    Die gesetzliche Höchstdauer der Probezeit beträgt sechs Monate und kann nicht verlängert werden. Eine Ausnahme gibt es nur bei längerer Krankheit während der Probezeit – hier kann die Probezeit um die Krankheitsdauer verlängert werden, wenn dies im Arbeitsvertrag vereinbart wurde.

    Q

    Welche Klauseln im Arbeitsvertrag sind unwirksam?

    Unwirksam sind Klauseln, die gegen gesetzliche Vorschriften verstoßen, wie pauschale Überstundenvergütung mit dem Gehalt, Ausschluss der Haftung bei grober Fahrlässigkeit, Rückzahlungsverpflichtungen bei normaler Kündigung oder übermäßig lange nachvertragliche Wettbewerbsverbote ohne Karenzentschädigung.

    Q

    Was ist der Unterschied zwischen Arbeitsvertrag und Dienstvertrag?

    Der Arbeitsvertrag ist eine spezielle Form des Dienstvertrags. Während beim Dienstvertrag nur die Arbeitsleistung geschuldet wird, beinhaltet der Arbeitsvertrag zusätzlich die persönliche Abhängigkeit des Arbeitnehmers, Weisungsgebundenheit und Eingliederung in die Arbeitsorganisation des Arbeitgebers.

    Q

    Habe ich einen Anspruch auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag nach mehreren Befristungen?

    Ja, nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz gilt: Ohne Sachgrund darf ein Arbeitsvertrag maximal dreimal verlängert werden und insgesamt nicht länger als zwei Jahre befristet sein. Danach gilt das Arbeitsverhältnis automatisch als unbefristet. Mit Sachgrund sind Befristungen theoretisch unbegrenzt möglich.

  • Dieselskandal: Alles über Abgasbetrug, Rechte & Entschädigung

    Dieselskandal: Alles über Abgasbetrug, Rechte & Entschädigung

    Themen in diesem Artikel:

    Welche Kreditkarte passt zu dir?

    Seit 2015 erschüttert der Dieselskandal die Automobilbranche: Verschiedene Hersteller manipulierten systematisch Abgaswerte durch illegale Software. Die Folgen reichen von Gesundheitsrisiken über juristische Konsequenzen bis zu finanziellen Entschädigungen. Millionen Fahrzeuge sind betroffen, und die Auswirkungen beschäftigen Gerichte und Verbraucher:innen bis heute.

    Der Skandal begann mit der Aufdeckung bei VW und weitete sich schnell auf andere Marken aus. Was zunächst wie ein isoliertes Problem wirkte, entpuppte sich als systematischer Betrug in der gesamten Branche. Die Manipulationen gefährden nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gesundheit von Millionen Menschen in Ballungsräumen.

    Dieselskandal: Emissionsbetrug per Abschalteinrichtung

    Für Abgase gelten bestimmte Grenzwerte, damit nicht zu viele Schadstoffe in die Luft gelangen. Diese Grenzwerte sind von allen Autoherstellern einzuhalten. Im Jahr 2015 stellte sich jedoch heraus, dass VW in für den US-Markt zugelassenen Dieselmodellen illegale Abschalteinrichtungen installiert hatte.

    Bei diesen Modellen überschritten die Abgasemissionen die Grenzwerte im normalen Straßenverkehr erheblich. Bei offiziellen Inspektionen hingegen sorgte die Manipulationssoftware für einen sauberen Eindruck und täuschte die Prüfer. Diese systematischen Manipulationen und ihre weitreichenden Folgen sind heute als Dieselskandal, Abgasskandal oder Dieselgate bekannt.

    📌 Gut zu wissen

    Die Manipulationssoftware erkennt automatisch, wenn das Fahrzeug auf einem Prüfstand getestet wird. In diesem Modus arbeitet die Abgasreinigung mit voller Leistung. Im normalen Straßenverkehr wird sie jedoch heruntergefahren, wodurch bis zu 40-mal mehr Stickoxide ausgestoßen werden als erlaubt.

    Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Nur einen Monat nach Bekanntwerden der Täuschung wurden durch das Kraftfahrtbundesamt sämtliche VW-Dieselfahrzeuge zurückgerufen, in denen solche Manipulationssoftware installiert wurde. Betroffen waren 8,5 Millionen Autos in Europa, beinahe ein Drittel davon kamen aus Deutschland. Das Ausmaß des Betrugs war beispiellos in der Geschichte der Automobilindustrie.

    Stickstoffdioxid und Grenzwerte: Warum sie wichtig sind

    Der EU-Grenzwert für die Stickstoffdioxid-Konzentration in der Luft liegt bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter. Besonders in Städten und Ballungsräumen wird er allerdings immer wieder überschritten. Stickstoffdioxid gehört zu den in Abgasen enthaltenen Schadstoffen und ist ein Reizgas, das sich besonders auf die Atemwege und die Lunge auswirkt.

    Die Gefahr geht aber noch weiter: Stickstoffdioxid bildet gemeinsam mit anderen Substanzen bodennahes Ozon und Feinstaub. Ozon ist ebenfalls ein lungenschädigendes Reizgas, während Feinstaub sich nicht nur auf die Atemwege, sondern auch das Herz-Kreislauf-System sowie den Stoffwechsel auswirkt. Studien zeigen, dass erhöhte Feinstaubbelastung eine erhöhte Sterblichkeit zur Folge hat.

    Deshalb sind Richt- und Grenzwerte für die in Abgasen enthaltenen Mengen an Stickstoffdioxid so wichtig. Sie schützen nicht nur die Umwelt, sondern vor allem die Gesundheit der Menschen, die täglich diesen Schadstoffen ausgesetzt sind. Die Manipulationen im Dieselskandal haben diese Schutzfunktion systematisch unterlaufen.

    Diese Hersteller sind vom Dieselskandal betroffen

    VW ist nicht der einzige Hersteller, der in den Abgasskandal verwickelt ist. Zahlreiche Dieselmodelle weiterer Fabrikanten sind ebenfalls betroffen. Die Liste der involvierten Marken umfasst Audi, Mercedes, Opel, Porsche, Seat und Skoda. Der Skandal zieht sich durch nahezu alle großen deutschen und europäischen Automobilhersteller.

    Vor allem in Dieselfahrzeugen, deren Motoren der Abgasnorm Euro 5 entsprechen, wurden Abschalteinrichtungen installiert. Aber auch Autos mit einem Dieselmotor der Abgasnorm Euro 6 können die manipulierende Software enthalten. Die Betroffenheit beschränkt sich also nicht auf ältere Modelle, sondern erstreckt sich auch auf neuere Fahrzeuggenerationen.

    💡 Tipp

    Prüfe anhand deiner Fahrzeug-Identifikationsnummer (FIN), ob dein Dieselfahrzeug vom Abgasskandal betroffen ist. Die meisten Hersteller bieten Online-Abfragen auf ihren Websites an. Gib dort deine FIN ein und erhalte sofort Klarheit über den Status deines Fahrzeugs. Bei Unsicherheit solltest du einen spezialisierten Anwalt konsultieren.

    Das bedeutet für Millionen von Autobesitzer:innen in Europa Unsicherheit: Ist mein Fahrzeug betroffen? Welche Rechte habe ich? Und wie wirkt sich das auf den Wert meines Autos aus? Diese Fragen beschäftigen Verbraucher:innen bis heute und haben das Vertrauen in die Automobilindustrie nachhaltig erschüttert.

    Rücktritte, Nachbesserung und Entschädigungen: Folgen des Dieselskandals

    Nur wenige Tage nach Bekanntwerden der Manipulationen trat der damalige VW-Vorstandschef Martin Winterkorn zurück. Der Kurs der VW-Aktie brach um knapp 20 Prozent ein und vernichtete damit Milliardenwerte an der Börse. Die wirtschaftlichen Folgen waren dramatisch und trafen nicht nur den Konzern, sondern auch Aktionär:innen und Zulieferer.

    In den folgenden Monaten und Jahren wurden mehrere Mitarbeitende zu Haft- und Geldstrafen verurteilt. Prozesse gegen Angestellte anderer Hersteller folgten. Die juristische Aufarbeitung des Skandals zieht sich bis heute durch verschiedene Instanzen und Länder. Aber nicht nur firmenintern hat der Dieselskandal weitreichende Folgen, die das gesamte System der Automobilbranche erschüttern.

    Nachbesserung durch den Händler: Deine Rechte

    Fahrer:innen von Dieselfahrzeugen, in denen die unzulässigen Abschalteinrichtungen installiert sind, haben Rechte gegenüber ihrem jeweiligen Verkäufer. Da die betroffenen Fahrzeuge als mangelhaft gelten, können die Kund:innen vom Händler Nachbesserung verlangen.

    Als Nachbesserung gelten entweder Reparatur – in diesem Fall ein Software-Update, das die Manipulationssoftware deaktiviert – oder Neulieferung. Betroffene haben unter Umständen sogar Anspruch auf ein neueres Modell ihres Fahrzeugs, sofern das alte Modell nicht mehr verfügbar ist.

    📌 Gut zu wissen

    Die übliche Verjährungsfrist für Sachmangelrechte beträgt zwei Jahre ab Kauf. Allerdings gibt es Gerichtsurteile, die von der Nichtigkeit der Kaufverträge ausgehen – in diesem Fall könnten längere Fristen gelten. Das Landgericht Augsburg hat diese Rechtsauffassung bestätigt. Lass dich rechtzeitig beraten, um deine Ansprüche nicht zu verlieren.

    Allerdings darf die Neulieferung für den Händler nicht mit unverhältnismäßigen Kosten verbunden sein. Kostet das neue Modell 25 oder mehr Prozent mehr als das alte, wird eine Zuzahlung fällig: Ein Drittel der Preisdifferenz ist dann von den Betroffenen zu zahlen. Daneben ist auch ein Rücktritt vom Kauf des Dieselfahrzeugs oder eine Teilrückerstattung möglich, wenn der Händler die Nachbesserung verweigert oder diese unzumutbar ist.

    All diese möglichen Schritte fallen in den Bereich der Sachmangelrechte. Sie müssen üblicherweise zwei Jahre ab Lieferung beziehungsweise Kauf des Autos eingeleitet werden, ansonsten verjährt das Recht darauf. Das Landgericht Augsburg geht allerdings davon aus, dass der Kaufvertrag eines von Manipulationssoftware betroffenen Autos wegen Verstoßes gegen die EU-Zulassungsregeln nichtig sei. Demnach können Käufer:innen auch weiterhin Erstattung des Kaufpreises verlangen.

    💡 Tipp

    Dokumentiere alle Kommunikation mit deinem Händler schriftlich. Setze konkrete Fristen für die Nachbesserung (üblicherweise 14 Tage) und drohe bei Nichterfüllung mit Rücktritt vom Kaufvertrag. Ein spezialisierter Anwalt kann dir Musterschreiben zur Verfügung stellen und die Erfolgsaussichten deines Falls einschätzen.

    Wenn du dir nicht sicher bist, ob du betroffen bist oder welchen Weg du gehen solltest, ist es empfehlenswert, einen Anwalt zurate zu ziehen. Die rechtliche Lage ist komplex und entwickelt sich durch neue Urteile ständig weiter.

    Update für die Motorsoftware: Die technische Lösung

    Um die Auswirkungen der Abschalteinrichtungen rückgängig zu machen, wurde von VW ein Software-Update entwickelt. Dieses Update soll die Manipulationssoftware deaktivieren und für eine durchgehende Abgasreinigung sorgen. Die Frage vieler Betroffener: Hat das Update negative Auswirkungen auf mein Fahrzeug?

    Der ADAC hat das Software-Update im Test überprüft und kam zu einem beruhigenden Ergebnis: Die durchgehende Säuberung der Abgase nimmt keinen nennenswerten Einfluss auf Motorleistung, Beschleunigung und Fahrbarkeit. Betroffene Fahrzeughalter:innen müssen also keine Einbußen bei der Fahrzeugperformance befürchten, wenn sie das Update durchführen lassen.

    Dennoch bleibt die Frage, ob ein Software-Update ausreicht, um den entstandenen Schaden zu kompensieren. Viele Betroffene sehen darin keine angemessene Lösung und fordern weitergehende Entschädigungen. Die Diskussion um die richtige Form der Wiedergutmachung wird die Gerichte noch Jahre beschäftigen.

    ❔ Häufig gestellte Fragen

    Q

    Was genau ist der Dieselskandal?

    Der Dieselskandal bezeichnet die systematische Manipulation von Abgaswerten durch illegale Software in Dieselfahrzeugen. Autohersteller umgingen damit Grenzwerte für Schadstoffe, wobei die Fahrzeuge bei Tests sauber wirkten, im Straßenverkehr aber erhöhte Emissionen ausstießen.

    Q

    Welche Autohersteller sind vom Dieselskandal betroffen?

    Neben VW sind auch Audi, Mercedes, Opel, Porsche, Seat und Skoda vom Dieselskandal betroffen. Vor allem Fahrzeuge mit Dieselmotoren der Abgasnorm Euro 5, aber auch einige Euro-6-Modelle enthalten die manipulierende Software.

    Q

    Welche Rechte habe ich als Besitzer:in eines betroffenen Dieselfahrzeugs?

    Du kannst vom Händler Nachbesserung durch Software-Update oder Neulieferung verlangen. Auch Rücktritt vom Kaufvertrag oder Teilrückerstattung sind möglich. Das Landgericht Augsburg sieht Kaufverträge betroffener Fahrzeuge als nichtig an, wodurch längere Anspruchsfristen gelten könnten.

    Q

    Hat das Software-Update negative Auswirkungen auf mein Fahrzeug?

    Laut ADAC-Tests nimmt das Software-Update keinen nennenswerten Einfluss auf Motorleistung, Beschleunigung und Fahrbarkeit. Die durchgehende Abgasreinigung funktioniert ohne spürbare Einbußen bei der Fahrzeugperformance.

    Q

    Wie lange habe ich Zeit, meine Rechte geltend zu machen?

    Sachmangelrechte verjähren üblicherweise zwei Jahre ab Kauf. Da einige Gerichte die Kaufverträge als nichtig ansehen, könnten jedoch längere Fristen gelten. Eine rechtzeitige anwaltliche Beratung ist empfehlenswert, um Ansprüche nicht zu verlieren.

    Q

    Wie viele Fahrzeuge sind vom Dieselskandal betroffen?

    In Europa sind 8,5 Millionen Dieselfahrzeuge vom Abgasskandal betroffen, davon fast ein Drittel in Deutschland. Die Manipulationen wurden einen Monat nach Bekanntwerden durch das Kraftfahrtbundesamt mit einem umfassenden Rückruf beantwortet.

  • Auto verkaufen: Kompletter Guide für Privatverkauf & Onlinehändler

    Auto verkaufen: Kompletter Guide für Privatverkauf & Onlinehändler

    Themen in diesem Artikel:

    • Privat vs. Onlinehändler: Vergleich der beiden Verkaufswege mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen für Autobesitzer:innen
    • Ablauf bei Onlinehändlern: Schritt-für-Schritt-Prozess vom Registrieren bis zur Fahrzeugabholung durch den Händler
    • Fallen bei Onlinehändlern: Worauf du bei unseriösen Portalen achten solltest, um niedrige Ankaufspreise zu vermeiden
    • Vorbereitung Privatverkauf: Technischer Check, Hauptuntersuchung und optimale Aufbereitung für höhere Verkaufspreise
    • Wertermittlung: Wie du den realistischen Marktwert deines Fahrzeugs anhand vergleichbarer Modelle bestimmst
    • Richtige Präsentation: Strategien zur optimalen Inszenierung deines Gebrauchtwagens für mehr Interessent:innen

    Welche Kreditkarte passt zu dir?

    Das Auto verkaufen: So gelingt es mit und ohne professionelle Hilfe

    Du möchtest dein altes Auto verkaufen und fragst dich, ob du es selbst machen oder professionelle Hilfe in Anspruch nehmen sollst? Die Antwort hängt von deinen persönlichen Präferenzen und deinem Zeitbudget ab. Während Onlinehändler den Verkaufsprozess vereinfachen, kannst du beim Privatverkauf oft einen höheren Preis erzielen – vorausgesetzt, du bereitest alles richtig vor.

    Viele Autobesitzer:innen scheuen den privaten Verkauf aus Sorge, Fehler zu machen. Die Angst, einen zu niedrigen Preis anzusetzen oder rechtliche Vorgaben zu übersehen, ist weit verbreitet. Dabei ist der Privatverkauf mit der richtigen Vorbereitung durchaus machbar und kann sich finanziell lohnen. In diesem Artikel erfährst du, welche Variante sich für wen eignet, wie du dein Fahrzeug optimal vorbereitest und präsentierst, was bei Probefahrten wichtig ist und welche Informationen in einem rechtssicheren Kaufvertrag nicht fehlen dürfen.

    Autoverkauf: Privat vs. Onlinehändler

    Ein Auto zu verkaufen klingt für viele zunächst nach Stress. Besonders wenn du dich mit Fahrzeugen nicht gut auskennst, können Bedenken aufkommen: Setze ich den richtigen Preis an? Übersehe ich wichtige rechtliche Vorgaben bei der Abwicklung? Diese Unsicherheit führt viele dazu, sich an professionelle Autohändler zu wenden.

    Neben den klassischen Autoverkäufern im stationären Autohaus gibt es mittlerweile zahlreiche Onlinehändler, die gebrauchte Fahrzeuge über das Internet an- und verkaufen. Dabei fungieren diese Onlinehändler meist als Vermittler zu stationären Händlern. Nur in seltenen Fällen kaufen sie selbst Fahrzeuge direkt an. Diese Zwischenlösung bietet dir den Vorteil, dass du dich nicht um die komplette Abwicklung kümmern musst, aber dennoch verschiedene Angebote vergleichen kannst.

    📌 Gut zu wissen

    Die meisten Onlinehändler sind keine direkten Käufer, sondern Vermittler zwischen dir und stationären Händlern. Das bedeutet, dass der finale Ankaufspreis stark von den beteiligten Händlern abhängt und die erstgenannte Preisspanne nur eine grobe Orientierung darstellt.

    So läuft der Autoverkauf über Onlinehändler

    Der Verkaufsprozess über Onlinehändler folgt einem strukturierten Ablauf, der dir Transparenz und Vergleichbarkeit bietet. Im ersten Schritt registrierst du dich und dein Auto auf der entsprechenden Website. Nachdem du alle relevanten Angaben zum Fahrzeug gemacht und aussagekräftige Fotos hochgeladen hast, erhältst du in der Regel zunächst einen Preis oder eine Preisspanne für dein Fahrzeug.

    Im zweiten Schritt bietet das Portal dein Auto mehreren Händlern zum Verkauf an. Diese geben innerhalb einer festgelegten Frist jeweils ein konkretes Preisangebot ab, das du annehmen oder ablehnen kannst. Bei einigen Portalen basieren die Händlerangebote ausschließlich auf deinen Angaben zum Fahrzeug und den hochgeladenen Bildern. Andere Portale verfügen über ein eigenes Händlernetz, häufig in Ballungsgebieten konzentriert. In diesem Fall kann ein Termin vereinbart werden, bei dem du das Auto präsentierst und der Interessent es persönlich in Augenschein nimmt.

    In beiden Varianten gilt: Sobald die Onlinehändler ein Kaufangebot erhalten, entscheidest du, ob du darauf eingehst und einen Kaufvertrag abschließt. Falls du zustimmst, holt der Händler im Anschluss das Fahrzeug bei dir ab und kümmert sich um die komplette Abmeldung. Dieser Service erspart dir Zeit und bürokratischen Aufwand.

    💡 Tipp

    Fotografiere dein Auto bei der Übergabe an den Händler aus allen Perspektiven und dokumentiere eventuelle Mängel schriftlich im Übergabeprotokoll. So bist du bei späteren Unstimmigkeiten über den Zustand des Fahrzeugs auf der sicheren Seite.

    Quick-Tipp: Fallen bei Onlinehändlern

    Bei einigen Portalen liegt der tatsächliche Ankaufspreis deutlich unterhalb der Preisspanne, die nach der Eingabe deiner Daten auf der Website zunächst für das Fahrzeug ermittelt wurde. Unseriöse Onlinehändler nutzen diese Taktik gezielt, um Kund:innen anzulocken und sie in den Verkaufsprozess zu ziehen.

    Daher ist es ratsam, Angebote mehrerer Onlinehändler einzuholen und das Ende der Bieterfrist abzuwarten, bevor du eine Entscheidung triffst. Informiere dich zudem vorher, ob Stornogebühren anfallen, wenn du einem Verkauf nicht zustimmst. Diese Gebühren können je nach Portal erheblich sein und sollten in deine Entscheidung einfließen.

    📌 Gut zu wissen

    Einige Portale verlangen Stornogebühren von bis zu 200 Euro, wenn du dich nach Abgabe eines Händlerangebots gegen den Verkauf entscheidest. Lies daher immer die AGBs, bevor du dein Fahrzeug auf einer Plattform einstellst.

    Privater Autoverkauf: Vorbereitung und Wertermittlung

    Für Wagenbesitzer:innen, die ihr Fahrzeug nicht über einen Onlinehändler veräußern, sondern privat auf Plattformen im Internet verkaufen möchten, gilt eine wichtige Regel: Ein Inserat auf möglichst vielen Plattformen erhöht die Anzahl der erreichten potenziellen Interessent:innen deutlich. Doch bevor die Anzeige online gehen kann, sind einige vorbereitende Schritte zu beachten, die den Verkaufserfolg maßgeblich beeinflussen.

    Gute Vorbereitung als Grundlage

    Ist der Wagen in einem einwandfreien technischen Zustand? Wann steht die nächste Hauptuntersuchung, kurz HU, an? Bevor du den Wagen zum Verkauf anbietest, ist es ratsam, ihn in einer Werkstatt gründlich durchchecken zu lassen. Dieser Check gibt dir Sicherheit und schafft Vertrauen bei potenziellen Käufer:innen.

    Steht in absehbarer Zeit die HU an, könnte es sich lohnen, diese Untersuchung vorzuziehen, um den Preis des Gebrauchtwagens zu steigern. Eine frische HU-Plakette signalisiert Käufer:innen, dass das Fahrzeug technisch in Ordnung ist. Zudem solltest du dir den Zustand des Autos bescheinigen lassen, etwa von einer Werkstatt oder den Prüfstellen des ADAC. Zu einer optimalen Aufbereitung gehören außerdem eine gründliche Außen- und Innenreinigung, kleine Schönheitsreparaturen wie die Entfernung von Kratzern sowie der Check und die Optimierung von Reifendruck, Öl- und Kühlwasserstand, Wischwassertank und Beleuchtung.

    💡 Tipp

    Investiere 100-200 Euro in eine professionelle Fahrzeugaufbereitung. Die Kosten amortisieren sich meist durch einen höheren Verkaufspreis. Ein sauberes, gepflegtes Auto wirkt wertiger und erweckt bei Käufer:innen den Eindruck, dass es gut gewartet wurde.

    Den Wert ermitteln

    Einige Portale bieten an, die Wertermittlung für dich zu übernehmen. Um den Wert des Autos vor dem Verkauf selbst zu ermitteln, lohnt sich ein Blick in die gängigen Verkaufsportale. Bei der Suche nach vergleichbaren Modellen bekommst du einen realistischen Eindruck, welcher Preis erzielt werden könnte.

    Aber Vorsicht: Die angegebenen Werte sind in der Regel höher als die tatsächlich erzielten Summen, da Verkäufer:innen oft mit Verhandlungsspielraum kalkulieren. In Bezug auf die Vergleichbarkeit müssen folgende Parameter in Betracht gezogen werden, die dem eigenen Auto zumindest ähneln sollten: das Alter des Fahrzeugs, die Ausstattung, die Laufleistung und die Motorisierung. Je genauer diese Faktoren übereinstimmen, desto präziser wird deine Preiseinschätzung.

    📌 Gut zu wissen

    Der tatsächliche Verkaufspreis liegt meist 10-15% unter dem Angebotspreis. Plane diesen Verhandlungsspielraum von Anfang an ein, um nicht enttäuscht zu werden. Setze deinen Startpreis entsprechend höher an, aber bleibe dabei realistisch.

    Die richtige Präsentation beim privaten Autoverkauf

    Wer seinen Gebrauchtwagen richtig in Szene setzt, kann die Zahl der Interessent:innen erheblich erhöhen. Dazu gehören professionelle Fotos, eine detaillierte und ehrliche Fahrzeugbeschreibung sowie die Hervorhebung besonderer Ausstattungsmerkmale. Ein ansprechendes Inserat mit klaren Informationen zu Zustand, Wartungshistorie und Besonderheiten des Fahrzeugs schafft Vertrauen und hebt dein Angebot von der Konkurrenz ab.

    💡 Tipp

    Fotografiere dein Auto bei bewölktem Himmel oder in den Morgen-/Abendstunden. Das weiche Licht lässt Lack und Chromteile besser zur Geltung kommen. Mindestens 15-20 Fotos aus verschiedenen Winkeln, inklusive Innenraum, Motor und eventueller Mängel, erhöhen die Vertrauenswürdigkeit deines Inserats erheblich.

    ❔ Häufig gestellte Fragen

    Q

    Wann lohnt sich der Verkauf über Onlinehändler?

    Der Verkauf über Onlinehändler lohnt sich besonders, wenn du wenig Zeit hast und dir die unkomplizierte Abwicklung wichtiger ist als der maximal mögliche Verkaufspreis. Die Händler übernehmen die komplette Abmeldung und Abholung des Fahrzeugs.

    Q

    Wie ermittle ich den realistischen Wert meines Autos?

    Vergleiche dein Fahrzeug auf verschiedenen Verkaufsportalen mit ähnlichen Modellen hinsichtlich Alter, Ausstattung, Laufleistung und Motorisierung. Beachte dabei, dass die Angebotspreise meist 10-15% über den tatsächlich erzielten Verkaufspreisen liegen.

    Q

    Sollte ich die Hauptuntersuchung vor dem Verkauf durchführen lassen?

    Ja, eine frische HU-Plakette kann den Verkaufspreis um mehrere hundert Euro steigern und schafft enormes Vertrauen bei Käufer:innen. Sie signalisiert, dass das Fahrzeug technisch einwandfrei und verkehrssicher ist.

    Q

    Welche Fallen gibt es bei unseriösen Onlinehändlern?

    Unseriöse Portale locken mit unrealistisch hohen Preisspannen, bieten dann aber deutlich niedrigere Ankaufspreise. Zusätzlich verstecken sich oft hohe Stornogebühren in den AGBs. Hole daher immer mehrere Angebote ein und prüfe die Vertragsbedingungen genau.

    Q

    Wie bereite ich mein Auto optimal für den Privatverkauf vor?

    Lasse einen kompletten Werkstatt-Check durchführen, reinige das Fahrzeug professionell innen und außen, beseitige kleine Kratzer mit Politur, optimiere alle Flüssigkeitsstände und prüfe die komplette Beleuchtung. Eine Investition von 100-200 Euro in die Aufbereitung zahlt sich meist durch einen höheren Verkaufspreis aus.

    Q

    Was macht ein erfolgreiches Verkaufsinserat aus?

    Ein erfolgreiches Inserat braucht mindestens 15-20 hochwertige Fotos bei gutem Licht, eine ehrliche und detaillierte Fahrzeugbeschreibung mit allen Ausstattungsmerkmalen, eine transparente Darstellung der Wartungshistorie und eventuelle Mängel. Platziere dein Inserat auf mehreren Plattformen gleichzeitig für maximale Reichweite.

  • Arbeitszeugnis verstehen: Codes entschlüsseln & Rechte kennen

    Arbeitszeugnis verstehen: Codes entschlüsseln & Rechte kennen

    Themen in diesem Artikel:

    Welche Kreditkarte passt zu dir?

    Ein gutes Arbeitszeugnis öffnet dir im Berufsleben neue Türen und ist dein Schlüssel zu attraktiven Karrierechancen. Du hast grundsätzlich Anspruch auf ein Arbeitszeugnis, wenn dein Arbeitsverhältnis endet – unabhängig davon, wer die Kündigung ausgesprochen hat. Dabei kannst du zwischen einem einfachen und einem qualifizierten Arbeitszeugnis wählen, wobei letzteres deutlich aussagekräftiger ist und nicht nur deine Tätigkeiten auflistet, sondern auch deine Leistung und dein Verhalten bewertet.

    Die besondere Herausforderung liegt in der sogenannten Zeugnissprache: Arbeitgeber verwenden verklausulierte Formulierungen, die auf den ersten Blick positiv klingen, aber tatsächlich unterschiedliche Bewertungen transportieren. Was sich wie ein Lob anhört, kann in Wahrheit nur eine mittelmäßige Beurteilung sein. Deshalb ist es wichtig, dass du die Codes verstehst und erkennst, ob dein Zeugnis wirklich gut ist oder ob du Nachbesserungen einfordern solltest.

    Einfaches oder qualifiziertes Arbeitszeugnis: Die Unterschiede

    Wenn dein Arbeitsverhältnis endet, steht dir ein Arbeitszeugnis von deinem Arbeitgeber zu. Dabei spielt es keine Rolle, ob du selbst gekündigt hast, dein Arbeitgeber die Kündigung ausgesprochen hat, ein befristeter Arbeitsvertrag ausgelaufen ist oder du in Rente gehst. Dein Anspruch besteht in jedem Fall.

    Die Entscheidung zwischen einfachem und qualifiziertem Arbeitszeugnis liegt bei dir. Das einfache Arbeitszeugnis nennt deinen Namen und Geburtsdatum, den Arbeitszeitraum, das Unternehmen, in dem du gearbeitet hast, sowie die Aufgaben, die du übernommen hast. Eine Bewertung deiner Arbeit fehlt hier komplett. Diese Variante eignet sich vor allem, wenn du nur kurz in einem Unternehmen warst oder wenn du aus bestimmten Gründen keine Bewertung wünschst.

    📌 Gut zu wissen

    Ein einfaches Arbeitszeugnis kann bei künftigen Arbeitgebern Fragen aufwerfen. Sie könnten vermuten, dass du bewusst auf eine Leistungsbeurteilung verzichtet hast, weil diese negativ ausgefallen wäre. Wähle daher nur in Ausnahmefällen das einfache Zeugnis.

    Das qualifizierte Arbeitszeugnis ist deutlich komplexer und für deine Karriere wesentlich wertvoller. Hier wird nicht nur die Qualität deiner Arbeit beurteilt, sondern auch dein Verhalten im beruflichen Umfeld. Es geht also auch um soziale Kompetenzen und Soft Skills, die du unter Beweis stellen konntest. Deine Arbeitsweise, deine Fachkompetenz, deine Erfolge und dein Umgang mit Kollegen, Vorgesetzten und Kunden werden detailliert beschrieben und bewertet.

    Ein qualifiziertes Arbeitszeugnis muss immer wohlwollend formuliert sein. Diese gesetzliche Vorgabe stellt sicher, dass auch bei einer weniger guten Bewertung dein weiterer beruflicher Weg nicht negativ beeinflusst wird. Dein Arbeitgeber darf dich nicht durch offensichtlich negative Formulierungen bei zukünftigen Bewerbungen benachteiligen.

    Die Formulierungen im Arbeitszeugnis

    Um eine wohlwollende Beurteilung sicherzustellen, haben sich bestimmte Formulierungen etabliert. Dadurch ist eine gewisse Zeugnissprache entstanden, die Aufschluss über die konkrete Bewertung gibt – gewissermaßen verklausulierte Schulnoten. Diese Codes musst du kennen, um dein Zeugnis richtig einzuschätzen.

    Der Zeugniscode sieht beispielsweise so aus: Eine sehr gute Bewertung erkennst du an der Formulierung „stets zur vollsten Zufriedenheit“. Für eine gute Beurteilung steht „zur vollsten Zufriedenheit“ oder „stets zur vollen Zufriedenheit“. Eine befriedigende Leistung wird mit „zur vollen Zufriedenheit“ beschrieben. Wenn deine Arbeit nur ausreichend war, liest du „zur Zufriedenheit“. Eine mangelhafte Bewertung versteckt sich hinter „im Großen und Ganzen zu unserer Zufriedenheit“, und eine ungenügende Leistung wird mit „hat sich bemüht“ umschrieben.

    Die Aussage „Seine:ihre Aufgaben führte er:sie selbständig, effizient und sorgfältig aus“ klingt beispielsweise sehr positiv, entspricht aber lediglich einer Schulnote Drei, also befriedigend. Für die Bestnote Eins, also eine sehr gute Beurteilung, liest sich die Bewertung hingegen folgendermaßen: „Er:sie führte seine:ihre Aufgaben immer äußerst effizient, sorgfältig und selbständig aus.“

    💡 Tipp

    Erstelle dir eine Checkliste mit den wichtigsten Signalwörtern: „stets“, „immer“, „äußerst“, „besonders“, „vollsten“. Markiere diese Wörter in deinem Zeugnis farbig. Je mehr davon vorhanden sind, desto besser ist deine Bewertung. Fehlen sie komplett, solltest du eine Nachbesserung verlangen.

    Enthält der Satz hingegen lediglich entweder einen Superlativ wie „äußerst“ oder das allumfassende „immer“ – beziehungsweise passende Synonyme –, entspricht das einer guten Bewertung: Schulnote Zwei. Achte besonders auf diese Signalwörter, denn sie machen den entscheidenden Unterschied zwischen einer sehr guten und einer nur guten Beurteilung aus. Ähnliche Formulierungen finden sich im gesamten Arbeitszeugnis und ziehen sich wie ein roter Faden durch alle Bewertungsbereiche.

    Arbeitszeugnis: Das muss enthalten sein

    Es gibt keine gesetzlichen Vorgaben dafür, wie Aufbau und Inhalt beim qualifizierten Arbeitszeugnis genau aussehen müssen. Für gewöhnlich ist es ein bis drei Seiten lang, abhängig von Umfang und Dauer der Tätigkeit sowie der Beurteilung. Die Länge sollte angemessen sein und deine Tätigkeiten sowie Leistungen vollständig abbilden.

    Ein qualifiziertes Zeugnis enthält üblicherweise eine klare Überschrift wie „Arbeitszeugnis“ oder „Ausbildungszeugnis“, damit sofort erkennbar ist, um welches Dokument es sich handelt. Die Arbeitgeberdaten mit vollständiger Firmenbezeichnung und Anschrift folgen direkt danach. Dein Name und, falls von dir gewünscht, dein Geburtsdatum werden genannt, wobei die Angabe des Geburtsdatums optional ist und du darauf verzichten kannst, wenn du Altersdiskriminierung befürchtest.

    Die Beschäftigungsdauer und Beschäftigungsart müssen präzise angegeben werden, also der genaue Zeitraum deiner Tätigkeit und ob du in Vollzeit, Teilzeit oder als Werkstudent:in gearbeitet hast. Die Tätigkeitsbeschreibung listet detailliert auf, welche Aufgaben und Verantwortungsbereiche du übernommen hast. Hier sollten auch besondere Projekte oder Zusatzaufgaben erwähnt werden, die über deine regulären Tätigkeiten hinausgingen.

    📌 Gut zu wissen

    Die Reihenfolge der Tätigkeiten in deiner Aufgabenbeschreibung ist nicht zufällig. Wichtige und verantwortungsvolle Aufgaben sollten zuerst genannt werden. Stehen Routinetätigkeiten am Anfang, kann das als versteckte Abwertung interpretiert werden.

    Die Beurteilung deiner Leistung bildet das Herzstück des Zeugnisses. Sie umfasst unter anderem deine Arbeitsbereitschaft, deine Arbeitsweise, deine Fachkompetenz sowie besondere Projekte und Erfolge, die du erreicht hast. Deine Verhaltensbewertung beschreibt vor allem dein Sozialverhalten und dein Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden. Falls du Führungsverantwortung hattest, werden auch deine Führungskompetenzen bewertet.

    Die Schlussformel und Wünsche für die Zukunft runden das Zeugnis ab. Eine positive Schlussformel wie „Wir bedauern das Ausscheiden sehr und wünschen für die Zukunft alles Gute“ signalisiert Wertschätzung. Abschließend müssen Ort, Datum und die Unterschrift deines Arbeitgebers oder Vorgesetzten das Dokument vervollständigen. Die Unterschrift sollte von einer Person stammen, die tatsächlich berechtigt ist, Zeugnisse auszustellen.

    Quick-Info: Das ist beim Arbeitszeugnis nicht erlaubt

    Ein Arbeitszeugnis darf laut § 109 Gewerbeordnung „keine Merkmale oder Formulierungen enthalten, die den Zweck haben, eine andere als aus der äußeren Form oder aus dem Wortlaut ersichtliche Aussage über den Arbeitnehmer zu treffen.“ Diese gesetzliche Regelung schützt dich vor versteckten negativen Botschaften, die über die offizielle Bewertung hinausgehen.

    Das bedeutet konkret: Wie eine Kündigung muss auch ein Arbeitszeugnis schriftlich ausgestellt werden. Die Ausstellung per E-Mail ist nicht zulässig, da sie Rückschlüsse auf mangelnde Wertschätzung seitens des Arbeitgebers erlaubt. Du hast Anspruch auf ein ordentliches, gedrucktes und unterschriebenes Originaldokument.

    Beim Versand sollte dein Arbeitgeber einen stabilen Umschlag verwenden, in den das Zeugnis ungefaltet passt. Knicke oder Falten im Dokument können von zukünftigen Arbeitgebern als mangelnde Sorgfalt interpretiert werden. Auch äußerliche Mängel wie Flecken, Eselsohren oder Rechtschreib- und Stilfehler sind nicht zulässig. Solche Mängel können als versteckte negative Botschaft gewertet werden und berechtigen dich zur Nachbesserung.

    💡 Tipp

    Fotografiere dein Arbeitszeugnis direkt nach Erhalt und bewahre es in einer Klarsichthülle auf. Sollte später ein Mangel auftreten oder das Original verloren gehen, hast du einen Nachweis über den ursprünglichen Zustand und kannst eine Neuausstellung verlangen.

    Inhaltlich gilt: Wird beispielsweise nicht die verklausulierte Zeugnissprache verwendet, ist kein eindeutiger Rückschluss auf die tatsächliche Bewertung möglich – was nie positiv zu werten ist. Auch das Weglassen einzelner Bereiche, beispielsweise der Bewertung der Arbeitsweise oder des Sozialverhaltens, ist ein Mangel. Jeder ausgelassene Aspekt kann als bewusste Negativbewertung interpretiert werden.

    Zudem sollten sich die Formulierungen nicht widersprechen: Steht eine sehr gute Beurteilung bei übergeordneten Aufgaben neben einer nur befriedigenden Bewertung der Grundtätigkeiten, wirkt das unglaubwürdig. Die Bewertungen müssen in sich stimmig sein und ein konsistentes Gesamtbild ergeben. Widersprüche deuten darauf hin, dass das Zeugnis nicht sorgfältig erstellt wurde oder bewusst verwirrende Signale senden soll.

    Dein Anspruch und wichtige Fristen

    Dein Anspruch auf ein Arbeitszeugnis ist gesetzlich verankert und besteht unabhängig von der Art der Beendigung deines Arbeitsverhältnisses. Ob ordentliche Kündigung, fristlose Kündigung, Aufhebungsvertrag oder Renteneintritt – in jedem Fall kannst du ein Zeugnis verlangen. Auch während eines laufenden Arbeitsverhältnisses hast du unter bestimmten Umständen Anspruch auf ein Zwischenzeugnis, beispielsweise bei einem Vorgesetzten- oder Aufgabenwechsel.

    Die Verjährungsfrist für deinen Anspruch beträgt drei Jahre und beginnt mit dem Ende des Arbeitsverhältnisses. Du solltest das Zeugnis jedoch möglichst zeitnah anfordern, idealerweise bereits bei Ausspruch der Kündigung oder im Aufhebungsvertrag. Je mehr Zeit vergeht, desto schwieriger wird es für deinen Arbeitgeber, sich an Details deiner Tätigkeit zu erinnern, was die Qualität des Zeugnisses beeinträchtigen kann.

    📌 Gut zu wissen

    Viele Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen enthalten kürzere Ausschlussfristen für die Geltendmachung von Ansprüchen. Prüfe daher deinen Arbeitsvertrag und fordere dein Zeugnis sicherheitshalber innerhalb von drei Monaten nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses an.

    Dein Arbeitgeber hat keine gesetzlich festgelegte Frist zur Ausstellung, muss das Zeugnis aber innerhalb einer angemessenen Zeit erstellen. In der Regel gelten zwei bis vier Wochen als angemessen. Wenn du das Zeugnis für eine konkrete Bewerbung benötigst, solltest du dies kommunizieren und eine entsprechende Frist setzen. Bei unzumutbarer Verzögerung kannst du rechtliche Schritte einleiten.

    Falls du mit dem ausgestellten Zeugnis nicht zufrieden bist, weil es Fehler enthält oder die Bewertung nicht deiner tatsächlichen Leistung entspricht, kannst du zunächst das Gespräch mit deinem Arbeitgeber suchen. Oft lassen sich Unstimmigkeiten im direkten Austausch klären. Führt dies nicht zum Erfolg, hast du die Möglichkeit, eine Berichtigung zu verlangen oder im Extremfall den Rechtsweg zu beschreiten. Dabei trägt dein Arbeitgeber die Beweislast für die Richtigkeit der Bewertung.

    ❔ Häufig gestellte Fragen

    Q

    Kann ich auch während eines laufenden Arbeitsverhältnisses ein Zeugnis verlangen?

    Ja, du hast Anspruch auf ein Zwischenzeugnis bei berechtigtem Interesse. Das ist der Fall bei Vorgesetzten- oder Abteilungswechsel, bei längerer Krankheit oder Elternzeit, oder wenn du dich extern bewerben möchtest. Dein Arbeitgeber muss dir dann ein qualifiziertes Zwischenzeugnis ausstellen.

    Q

    Was bedeutet es, wenn mein Zeugnis sehr kurz ist?

    Ein auffallend kurzes Zeugnis kann als negatives Signal gewertet werden. Bei längerer Betriebszugehörigkeit sollte das Zeugnis mindestens eine, besser zwei Seiten umfassen. Ein zu knappes Zeugnis deutet darauf hin, dass der Arbeitgeber wenig Positives zu berichten hatte oder sich nicht die Mühe einer ausführlichen Bewertung machen wollte.

    Q

    Darf mein Arbeitgeber Krankheitstage oder Fehlzeiten im Zeugnis erwähnen?

    Nein, Krankheiten und normale Fehlzeiten dürfen nicht erwähnt werden. Eine Ausnahme besteht nur, wenn die Fehlzeiten so erheblich waren, dass ohne deren Erwähnung ein falscher Eindruck über deine tatsächliche Arbeitsleistung entstehen würde. Dies ist aber nur bei extremen Fällen mit monatelangen Ausfällen der Fall.

    Q

    Wie gehe ich vor, wenn mein Arbeitgeber mir kein Zeugnis ausstellt?

    Fordere das Zeugnis zunächst schriftlich mit einer angemessenen Frist (2-3 Wochen) an. Reagiert dein Arbeitgeber nicht, kannst du eine Klage beim Arbeitsgericht einreichen. Das Verfahren ist in der ersten Instanz für dich kostenlos. Bei dringenden Bewerbungen kannst du auch ein einstweiliges Verfügungsverfahren anstreben.

    Q

    Muss ich ein schlechtes Arbeitszeugnis bei Bewerbungen vorlegen?

    Bei aktuellen oder jüngeren Arbeitsverhältnissen erwarten Personaler in der Regel ein Zeugnis. Das Fehlen kann Misstrauen wecken. Bei älteren Arbeitsverhältnissen (über 10 Jahre) oder sehr kurzen Beschäftigungen kannst du eventuell darauf verzichten. Im Zweifel solltest du versuchen, das Zeugnis nachbessern zu lassen, bevor du ganz darauf verzichtest.

    Q

    Kann ich selbst ein Zeugnis formulieren und es meinem Arbeitgeber vorlegen?

    Ja, viele Arbeitgeber sind sogar dankbar für einen Entwurf, da es ihnen Arbeit erspart. Achte darauf, realistische Bewertungen zu verwenden und orientiere dich an branchenüblichen Formulierungen. Der Arbeitgeber muss den Entwurf prüfen und kann Änderungen vornehmen, bevor er ihn auf Firmenpapier druckt und unterschreibt.

  • Steuern sparen: 7 legale Tricks für mehr Netto vom Brutto

    Steuern sparen: 7 legale Tricks für mehr Netto vom Brutto

    Themen in diesem Artikel:

    • Heirat als Steuersparmodell: Ehegattensplitting und höhere Freibeträge senken die Steuerlast erheblich, besonders bei unterschiedlichen Einkommen der Partner:innen.
    • Gesundheitskosten absetzen: Ärztlich verordnete Ausgaben für Brillen, Zahnersatz und Medikamente wirken sich ab einer individuellen Grenze steuermindernd aus.
    • Werbungskosten nutzen: Berufliche Aufwendungen über 1.200 Euro Pauschale und die Pendlerpauschale von 0,30-0,35 Euro pro Kilometer reduzieren dein zu versteuerndes Einkommen.
    • Freiwillige Steuererklärung lohnt sich: Auch ohne Abgabepflicht profitieren Angestellte von Steuerrückerstattungen durch Geltendmachung absetzbarer Ausgaben.
    • Handwerker und Haushaltshilfen: Kosten für handwerkliche Arbeiten und haushaltsnahe Dienstleistungen können steuerlich berücksichtigt werden und senken die Steuerlast.

    Welche Kreditkarte passt zu dir?

    7 Tipps, um Steuern zu sparen

    Du möchtest weniger Steuern zahlen? Dann bist du hier genau richtig. Während die Preise für Energie und Lebensmittel steigen, kannst du bei der Steuer clever sparen. Deine Abgaben finanzieren zwar wichtige Bereiche wie Straßen, Bildung und Sozialsystem, aber niemand muss mehr zahlen als nötig. Entdecke jetzt sieben konkrete Möglichkeiten, wie du deine Steuerlast legal reduzierst und mehr von deinem hart verdienten Geld behältst.

    Steuerspartipp 1: Heirat geplant? Je früher, desto besser

    Planst du ohnehin, in absehbarer Zeit zu heiraten? Dann könnte ein früherer Termin deine Steuerlast erheblich senken. Der Clou dabei: Die steuerlichen Vorteile gelten bereits für das komplette Jahr, in dem ihr den Bund fürs Leben schließt. Ein Hochzeitstermin im Dezember bringt dir also die gleichen Steuervorteile wie eine Trauung im Januar.

    Ehepaare profitieren bei Steuern und Abgaben in vielerlei Hinsicht. Das Ehegattensplitting entfaltet seine größte Wirkung, wenn einer von euch beiden deutlich mehr verdient als der andere. Bei dieser gemeinsamen Veranlagung rechnet das Finanzamt eure Einkommen zusammen, teilt die Summe anschließend wieder auf beide Personen auf und berechnet die Steuer auf die jeweilige Hälfte. Dadurch rutscht der Besserverdienende in eine niedrigere Progressionsstufe.

    💡 Tipp

    Plant eure Hochzeit strategisch im Jahresverlauf! Selbst eine Heirat am 31. Dezember sichert euch die vollen Steuervorteile für das gesamte Jahr. Bei großen Einkommensunterschieden zwischen den Partner:innen kann das Ehegattensplitting mehrere tausend Euro Ersparnis bedeuten.

    Zusätzlich erwarten euch bei vielen staatlichen Leistungen höhere Freibeträge – nicht nur bei der Einkommensteuer. Auch bei der Schenkungs- und Erbschaftssteuer genießt ihr als Ehepartner:innen deutlich günstigere Konditionen als unverheiratete Paare. Diese beiden Steuerarten kommen zwar seltener zum Einsatz, können aber im Ernstfall erhebliche finanzielle Unterschiede bedeuten.

    Steuerspartipp 2: Gesundheitskosten und außergewöhnliche Belastungen

    Deine Ausgaben für die Gesundheit können sich steuermindernd auswirken – allerdings erst jenseits einer individuellen Grenze, die das Finanzamt im Rahmen deiner Steuererklärung errechnet. Diese Grenze hängt von deinem Einkommen, Familienstand und der Anzahl deiner Kinder ab. Sobald deine Gesundheitskosten diese Schwelle überschreiten, mindert der darüber liegende Betrag dein zu versteuerndes Einkommen.

    Zu den absetzbaren Gesundheitskosten zählen Brillen, Zahnersatz, Arztkosten, Medikamente und Kuren. Wichtig dabei: Diese Ausgaben müssen ärztlich notwendig und verordnet worden sein. Ein einfacher Kassenbon aus der Apotheke reicht nicht aus – du benötigst ein Rezept oder eine ärztliche Bescheinigung. Strategisch klug kann es sein, eine umfangreiche Zahnsanierung komplett in einem Jahr durchführen zu lassen und abzurechnen, statt sie auf mehrere Jahre zu verteilen. So überschreitest du die individuelle Grenze eher und profitierst steuerlich.

    📌 Gut zu wissen

    Die individuelle Belastungsgrenze für außergewöhnliche Belastungen liegt zwischen 1 und 7 Prozent deines Gesamteinkommens. Bei einem Jahreseinkommen von 50.000 Euro und einem Grenzwert von 3% müsstest du also erst Kosten über 1.500 Euro nachweisen, bevor sich eine Steuerersparnis ergibt.

    Gesundheitskosten sind nur ein Beispiel für außergewöhnliche Belastungen. Auch der Kauf von Hausrat nach einem Überflutungsschaden oder anderen Katastrophen fällt in diese Kategorie. Entscheidend ist: Steuerlich wirksam werden diese Belastungen in der Regel nur mit dem Betrag, der über deiner individuellen Grenze liegt. Der Anteil darunter bleibt unberücksichtigt.

    Quick-Info: Was heißt absetzen?

    Werden Ausgaben in der Steuererklärung geltend gemacht, ist häufig von „Absetzen“ die Rede. Damit ist nur gemeint, dass der Betrag oder ein Betrag, der über einer Pauschale liegt, vom Einkommen abgezogen werden darf. Dadurch verringern sich die Steuerzahlungen auf den Rest des Einkommens.

    Steuerspartipp 3: Werbungskosten einreichen

    Beruflich bedingte Aufwendungen können deine Steuerlast spürbar mindern. Das Finanzamt berücksichtigt bei der Bearbeitung deiner Steuererklärung automatisch einen Pauschalbetrag – ganz ohne Belege und unabhängig von der tatsächlichen Höhe deiner Aufwände. Diese Werbungskostenpauschale liegt 2022 bei 1.200 Euro. Sobald deine beruflichen Ausgaben diesen Betrag übersteigen, solltest du unbedingt alle Belege sammeln und in der Steuererklärung geltend machen.

    Zu den Werbungskosten zählen beispielsweise Aufwendungen, die durch Bewerbungen und Fahrten zu Vorstellungsgesprächen entstehen. Auch Fachliteratur, Fortbildungen oder Arbeitsmittel fallen in diese Kategorie. Besonders lohnenswert ist die Pendlerpauschale (offiziell Entfernungspauschale) für alle, die regelmäßig zu ihrem Arbeitsplatz pendeln – egal ob mit dem Auto oder per ÖPNV.

    💡 Tipp

    Führe ein Fahrtenbuch oder eine Excel-Tabelle für deine Arbeitswege! Bei 15 km einfacher Strecke und 220 Arbeitstagen kommst du bereits auf 990 Euro Pendlerpauschale. Zusammen mit anderen beruflichen Ausgaben überschreitest du schnell die 1.200 Euro Pauschale und kannst zusätzlich sparen.

    Bis zu einer Strecke von 20 Kilometern kannst du pro Kilometer 0,30 Euro pro Tag ansetzen. Ist deine Wegstrecke zur Arbeit weiter als 20 Kilometer, erhöht sich der Betrag für jeden weiteren Kilometer auf 0,35 Euro. Bei durchschnittlich 200 Tagen im Jahr, die du ins Büro oder in die Firma fährst, summiert sich das schnell zu einem beachtlichen Betrag. Programme für die Steuererklärung helfen dir bei der genauen Ermittlung weiter.

    Wenn du via ÖPNV unterwegs bist, hast du die Wahl: Entweder setzt du die tatsächlichen Kosten für deine Tickets an (Belege unbedingt aufheben) oder du nutzt die Pendlerpauschale. Rechne beide Varianten durch und wähle die für dich günstigere Option.

    Steuerspartipp 4: Immer Steuererklärung machen

    Bei der Einkommensteuer gibt es Personen, die zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet sind – dazu gehören unter anderem Selbstständige. Wer fest angestellt arbeitet und keine weiteren Tätigkeiten ausübt, kann die Einkommenssteuererklärung freiwillig abgeben. Und genau das solltest du auch tun, denn hier liegt enormes Sparpotenzial.

    Viele Ausgaben, die sich steuermindernd auswirken, kann das Finanzamt erst dann berücksichtigen, wenn es durch deine Erklärung davon erfährt. Dein Arbeitgeber zieht zwar monatlich die Lohnsteuer von deinem Gehalt ab, kennt aber deine individuellen Ausgaben nicht. Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen – all diese Posten bleiben unberücksichtigt, wenn du keine Steuererklärung einreichst.

    📌 Gut zu wissen

    Du hast vier Jahre Zeit für eine freiwillige Steuererklärung! Das bedeutet: Im Jahr 2024 kannst du noch die Steuererklärung für 2020 einreichen. Bei einer durchschnittlichen Rückerstattung von 1.000 Euro pro Jahr summiert sich das auf 4.000 Euro für vier Jahre – es lohnt sich also, auch rückwirkend tätig zu werden.

    Deswegen kann sich die Abgabe einer Steuererklärung für alle lohnen, denen auf der Gehaltsabrechnung lediglich die Lohnsteuer abgezogen wird. Statistisch gesehen erhalten Arbeitnehmer:innen, die freiwillig eine Steuererklärung abgeben, im Durchschnitt eine Rückerstattung von mehreren hundert Euro. Dieses Geld hast du bereits zu viel bezahlt – hol es dir zurück.

    Steuerspartipp 5: Handwerkerkosten und Dienstleistungen im Haushalt

    Kosten für Handwerker und sogenannte haushaltsnahe Dienstleistungen können bei der Steuer berücksichtigt werden und deine Steuerlast erheblich senken. Dabei profitierst du von einer direkten Steuerermäßigung – das bedeutet, dass der Betrag nicht vom zu versteuernden Einkommen abgezogen wird, sondern direkt von der errechneten Steuerschuld.

    Zu den Handwerkerleistungen zählen Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen in deinem Haushalt. Ob Maler, Elektriker oder Installateur – 20 Prozent der Arbeitskosten (nicht der Materialkosten) kannst du steuerlich geltend machen, maximal jedoch 1.200 Euro pro Jahr. Wichtig ist, dass die Arbeiten in deinem Haushalt oder auf deinem Grundstück durchgeführt werden und du per Überweisung zahlst. Barzahlungen erkennt das Finanzamt nicht an.

    💡 Tipp

    Bitte Handwerker immer um getrennte Ausweisung von Material- und Arbeitskosten auf der Rechnung! Nur so kannst du die 20% der Arbeitskosten steuerlich geltend machen. Bei größeren Projekten plane die Arbeiten über mehrere Jahre verteilt, um die jährliche Höchstgrenze von 1.200 Euro optimal auszunutzen.

    Haushaltsnahe Dienstleistungen umfassen Tätigkeiten wie Reinigung, Gartenpflege oder Kinderbetreuung. Hier kannst du ebenfalls 20 Prozent der Kosten absetzen, allerdings mit einem höheren Maximalbetrag von 4.000 Euro jährlich. Auch hier gilt: Die Rechnung muss detailliert sein und die Zahlung per Überweisung erfolgen. Sammle alle Belege sorgfältig, denn sie sind dein Nachweis gegenüber dem Finanzamt.

    ❔ Häufig gestellte Fragen

    Q

    Lohnt sich eine Heirat nur wegen der Steuervorteile?

    Das Ehegattensplitting bringt besonders bei unterschiedlichen Einkommen erhebliche Steuervorteile. Die Ersparnis gilt bereits für das komplette Hochzeitsjahr. Zusätzlich profitieren Ehepaare von höheren Freibeträgen bei verschiedenen Steuerarten. Bei einem Einkommensunterschied von 20.000 Euro können schnell 2.000-3.000 Euro Steuerersparnis pro Jahr entstehen.

    Q

    Ab wann wirken sich Gesundheitskosten steuermindernd aus?

    Gesundheitskosten mindern die Steuer erst ab einer individuellen Grenze, die vom Einkommen, Familienstand und Kinderzahl abhängt. Diese liegt zwischen 1-7% des Gesamteinkommens. Nur der Betrag über dieser Grenze wirkt sich steuerlich aus. Die Ausgaben müssen ärztlich verordnet und mit Rezept oder Attest belegt sein.

    Q

    Was ist die Werbungskostenpauschale und wie nutze ich sie optimal?

    Das Finanzamt berücksichtigt automatisch 1.200 Euro Werbungskosten ohne Belege. Liegen deine beruflichen Ausgaben darüber, solltest du alle Belege sammeln und einreichen. Die Pendlerpauschale von 0,30-0,35 Euro pro Kilometer, Fortbildungen, Fachliteratur und Arbeitsmittel summieren sich schnell über diese Pauschale.

    Q

    Muss ich als Angestellte:r eine Steuererklärung abgeben?

    Fest Angestellte ohne weitere Tätigkeiten sind nicht verpflichtet, können aber freiwillig abgeben. Das lohnt sich fast immer, da viele absetzbare Ausgaben dem Finanzamt sonst unbekannt bleiben. Durchschnittlich winken 1.000 Euro Rückerstattung. Du hast vier Jahre Zeit für die rückwirkende Abgabe.

    Q

    Wie kann ich Handwerkerkosten steuerlich optimal absetzen?

    Du kannst 20 Prozent der Arbeitskosten (nicht Materialkosten) absetzen, maximal 1.200 Euro jährlich direkt von der Steuerschuld. Die Zahlung muss per Überweisung erfolgen, Barzahlungen werden nicht anerkannt. Lass dir immer Arbeits- und Materialkosten getrennt ausweisen und plane größere Projekte über mehrere Jahre.

    Q

    Was ist der Unterschied zwischen Handwerkerleistungen und haushaltsnahen Dienstleistungen?

    Handwerkerleistungen umfassen Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten mit maximal 1.200 Euro Steuerermäßigung. Haushaltsnahe Dienstleistungen wie Reinigung, Gartenpflege oder Kinderbetreuung ermöglichen bis zu 4.000 Euro Steuerermäßigung jährlich. Beide werden mit 20% der Arbeitskosten direkt von der Steuerschuld abgezogen.

  • Sparerpauschbetrag: So sparst du Steuern bei Kapitalerträgen

    Sparerpauschbetrag: So sparst du Steuern bei Kapitalerträgen

    Themen in diesem Artikel:

    • Was ist der Sparerpauschbetrag?: Erfahre, was der Sparerpauschbetrag ist, welche Kapitalerträge er umfasst und wie er zusammen mit der Abgeltungsteuer die Besteuerung deiner Geldanlagen vereinfacht.
    • Wofür ist der Sparerpauschbetrag gedacht?: Verstehe, für welche Arten von Erträgen aus Aktien, Fonds, Sparverträgen und anderen Anlageformen du den Freibetrag nutzen kannst und wie er private Vermögensbildung fördern soll.
    • Wie hoch ist der Sparerpauschbetrag?: Lies nach, welche festen Freibeträge aktuell für Alleinstehende und gemeinsam Veranlagte gelten, wie die geplante Anhebung aussieht und ab welchem Betrag Abgeltungsteuer anfällt.
    • Sparerpauschbetrag und Freistellungsauftrag: Erfahre, warum ein Freistellungsauftrag unverzichtbar ist, wie du ihn auf mehrere Banken verteilst und welche Fehler du vermeiden solltest, damit dein Freibetrag optimal wirkt.
    • Günstigerprüfung und Nichtveranlagungsbescheinigung: Verstehe, wie du bei niedrigem Einkommen zu viel gezahlte Abgeltungsteuer per Günstigerprüfung zurückholen kannst und wann eine Nichtveranlagungsbescheinigung sinnvoll ist, etwa für Kinder, Studierende und Rentner:innen.
    • Häufige Fragen zum Sparerpauschbetrag: Finde Antworten dazu, was ohne Freistellungsauftrag passiert, wie du Aufträge anpassen kannst, worin sich Freistellungsauftrag und Nichtveranlagungsbescheinigung unterscheiden und wie Paare den Freibetrag gemeinsam planen.

    Welche Kreditkarte passt zu dir?

    Als Privatanleger:in kannst du mit dem Sparerpauschbetrag deine Kapitalerträge bis zu einer bestimmten Höhe steuerfrei vereinnahmen. Dieser Freibetrag sorgt dafür, dass Gewinne aus Aktien, Fonds, Bausparverträgen und anderen Finanzprodukten nicht vollständig der Abgeltungsteuer unterliegen. Damit du diesen Vorteil auch wirklich nutzt, ist ein rechtzeitig gestellter Freistellungsauftrag entscheidend – sonst führt deine Bank automatisch zu viel Steuern ab.

    Der Sparerpauschbetrag wurde 2009 zusammen mit der Abgeltungsteuer eingeführt, um die Besteuerung von Kapitalerträgen zu vereinfachen. Vorher galten unterschiedliche Steuersätze für verschiedene Anlageformen, was das System kompliziert machte. Heute profitierst du von einem einheitlichen pauschalen Steuersatz von 25 Prozent auf sämtliche Kapitalerträge, wobei der Sparerpauschbetrag als Freibetrag vorgeschaltet ist und deine Steuerlast spürbar senkt.

    Was ist der Sparerpauschbetrag?

    Der Sparerpauschbetrag ist ein Freibetrag, den du als Privatanleger:in bei der Besteuerung von Erträgen aus Kapitalanlagen geltend machen kannst. Dadurch bleibt eine bestimmte Summe an Kapitalerträgen komplett steuerfrei. Zu den Kapitalerträgen zählen alle Gewinne, die aus Geldanlagen erzielt werden – etwa realisierte Kursgewinne, aber auch Zinsen oder Dividenden. Der Gesetzgeber möchte dich damit in Bezug auf deine Spareinkünfte entlasten und einen Anreiz für private Vermögensbildung schaffen.

    Konkret wird der Sparerpauschbetrag bei der Abgeltungsteuer genutzt, die 2009 zur Vereinfachung der Besteuerung von Kapitalerträgen eingeführt wurde. Vorher existierten unter anderem verschiedene Steuersätze auf unterschiedliche Formen der Kapitalanlage, was zu erheblichem Verwaltungsaufwand führte. Mit der Einführung der Abgeltungsteuer wurde ein pauschaler Steuersatz von 25 Prozent auf sämtliche Kapitalerträge festgelegt. Gleichzeitig wurden die bis dato geltenden Freibeträge – der Sparerfreibetrag und der Werbungskosten-Pauschbetrag – zum heutigen Sparerpauschbetrag zusammengeführt.

    📌 Gut zu wissen

    Der Sparerpauschbetrag ersetzt seit 2009 den früheren Sparerfreibetrag (750 Euro) und den Werbungskosten-Pauschbetrag (51 Euro). Die Zusammenlegung zu einem einheitlichen Freibetrag von 801 Euro vereinfacht die Handhabung erheblich und macht separate Nachweise für Werbungskosten überflüssig.

    Wofür ist der Sparerpauschbetrag gedacht?

    Du kannst den Sparerpauschbetrag für sämtliche Erträge aus Kapitalanlagen geltend machen, die abgeltungsteuerpflichtig sind. Das umfasst ein breites Spektrum an Anlageformen, die für Privatanleger:innen relevant sind. Zu den begünstigten Erträgen zählen:

    • Dividendenausschüttungen von Aktien und Fonds, die du als Anteilseigner:in erhältst
    • Realisierte Kursgewinne beim Wertpapierhandel – also der Gewinn beim Verkauf von Aktien, Anleihen oder anderen Wertpapieren
    • Zinserträge aus Anlagefonds wie ETFs
    • Klassische Sparprodukte: Zinserträge aus Sparverträgen, Bausparverträgen, Sparbüchern sowie Festgeldern

    Diese breite Anwendbarkeit macht den Sparerpauschbetrag zu einem wichtigen Instrument für alle, die ihr Geld in verschiedenen Anlageformen investieren und dabei Steuern sparen möchten.

    Wie hoch ist der Sparerpauschbetrag?

    Der Sparerpauschbetrag ist ein statischer Freibetrag – die Höhe bleibt also immer gleich, unabhängig vom Gesamtwert deiner zu versteuernden Kapitalerträge. Aktuell liegen die Freibeträge für Alleinstehende bei 801 Euro und bei gemeinsam Veranlagten bei 1.602 Euro. Ab 2023 soll der Sparerpauschbetrag auf 1.000 beziehungsweise 2.000 Euro angehoben werden, was eine deutliche Verbesserung für Anleger:innen darstellt.

    Für alle Kapitalerträge, die über diesem Freibetrag liegen, fallen automatisch 25 Prozent Abgeltungsteuer an. Diese wird von den für die jeweilige Kapitalanlage zuständigen Geldinstituten wie Sparkassen oder Banken direkt an das Finanzamt abgeführt.

    💡 Tipp

    Nutze die Möglichkeit, deinen Sparerpauschbetrag auf mehrere Banken und Depots aufzuteilen! Wenn du beispielsweise 500 Euro Dividenden bei Bank A und 300 Euro Zinsen bei Bank B erwartest, stelle entsprechende Teilbeträge als Freistellungsauftrag. So vermeidest du, dass eine Bank zu viel Steuern abführt, während bei der anderen der Freibetrag ungenutzt bleibt.

    Sparerpauschbetrag und Freistellungsauftrag

    Damit das zuständige Geldinstitut nicht zu viel Abgeltungsteuer abführt, musst du unbedingt einen Freistellungsauftrag einrichten. Dadurch weiß deine Bank genau, welche Beträge befreit sind, und führt nur die Steuern auf Kapitaleinkünfte oberhalb des Freibetrags ab. Ohne diesen Auftrag würde die Bank automatisch auf alle Erträge die volle Abgeltungsteuer einbehalten.

    Ein praktisches Beispiel verdeutlicht den Unterschied: Werden bei deiner Kapitalanlage beispielsweise 1.000 Euro an Dividenden ausgeschüttet, führt die Bank ohne Freistellungsauftrag automatisch 250 Euro – also 25 Prozent – an das Finanzamt ab. Liegt jedoch ein Freistellungsauftrag vor, wird der Sparerpauschbetrag in Höhe von 801 Euro sofort auf die zu versteuernde Dividende angewendet. Du zahlst dann nur auf 199 Euro die 25 Prozent Steuern, also lediglich 49,75 Euro. Die Ersparnis liegt in diesem Fall bei über 200 Euro.

    📌 Gut zu wissen

    Die Summe aller deiner Freistellungsaufträge darf den gesetzlichen Höchstbetrag nicht überschreiten! Eine Überschreitung kann zu einem Ordnungswidrigkeitenverfahren führen. Das Finanzamt prüft dies regelmäßig durch automatisierten Datenabgleich. Bei versehentlicher Überschreitung solltest du umgehend eine Korrektur vornehmen.

    Liegen deine Anlagen bei unterschiedlichen Geldinstituten, musst du besonders aufmerksam sein. Jedes Institut benötigt einen eigenen Freistellungsauftrag, und diese dürfen in Summe nicht 801 beziehungsweise 1.602 Euro übersteigen. Das für den Freistellungsauftrag nötige Formular erhältst du direkt bei der jeweiligen Bank oder Sparkasse, bei der du deine Anlage getätigt hast. In der Regel ist die Antragstellung auch bequem online möglich.

    Ein Freistellungsauftrag gilt nach Abgabe jeweils ein Jahr, immer rückwirkend vom 1. Januar bis zum 31. Dezember, und verlängert sich automatisch. Du kannst auch einen befristeten Antrag stellen, wenn du nur für einen bestimmten Zeitraum den Freibetrag nutzen möchtest.

    💡 Tipp

    Überprüfe jährlich im November deine Freistellungsaufträge! Schaue nach, ob die Aufteilung noch zu deinen erwarteten Erträgen passt. Du kannst die Aufträge jederzeit anpassen – nutze diese Flexibilität, um deinen Freibetrag optimal auszuschöpfen. Viele Banken bieten mittlerweile Online-Tools, die dir zeigen, wie viel vom Freistellungsauftrag bereits verbraucht wurde.

    Günstigerprüfung und Nichtveranlagungsbescheinigung

    Bei niedrigen persönlichen Steuersätzen von unter 25 Prozent kann die Abgeltungsteuer nachträglich gesenkt werden. In diesem Fall kannst du zu viel gezahlte Abgeltungsteuer zurückfordern, was sich besonders für Geringverdiener:innen lohnt. Dazu ist der Antrag auf eine Günstigerprüfung beim Finanzamt nötig. Damit wird festgestellt, ob für dich künftig die Einbeziehung von Kapitalerträgen in das zu versteuernde Einkommen oder der direkte Abzug der Abgeltungssteuer günstiger ist.

    Bei Rentner:innen, Student:innen und Kindern können die Erwerbseinkünfte geringer ausfallen als die Kapitalerträge. Liegt das zu versteuernde Einkommen unter dem Grundfreibetrag, entfällt die Abgeltungsteuer komplett. Dafür ist eine Nichtveranlagungsbescheinigung nötig, die vom Finanzamt ausgestellt wird und für drei Jahre gültig ist. Diese Bescheinigung reichst du bei deinen Geldinstituten ein, sodass von vornherein keine Abgeltungsteuer einbehalten wird.

    📌 Gut zu wissen

    Kinder haben einen eigenen Sparerpauschbetrag von 801 Euro! Wenn du für deine Kinder Geld anlegst, solltest du unbedingt ein separates Depot oder Konto auf deren Namen eröffnen. So können sie ihren eigenen Freibetrag nutzen. Beachte aber: Ab etwa 6.000 Euro Kapitalerträgen pro Jahr kann die beitragsfreie Familienversicherung in der Krankenversicherung gefährdet sein.

    ❔ Häufig gestellte Fragen

    Q

    Was passiert, wenn ich keinen Freistellungsauftrag stelle?

    Ohne Freistellungsauftrag führt deine Bank automatisch 25% Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer auf alle Kapitalerträge ab. Du kannst die zu viel gezahlten Steuern aber über die Steuererklärung (Anlage KAP) zurückfordern – das bedeutet jedoch zusätzlichen Aufwand und du musst bis zur Steuererstattung auf dein Geld warten.

    Q

    Kann ich meinen Freistellungsauftrag auch unterjährig ändern?

    Ja, du kannst deinen Freistellungsauftrag jederzeit ändern oder neu aufteilen. Die Änderung gilt dann ab dem Folgemonat. Das ist besonders praktisch, wenn du merkst, dass bei einer Bank der Freibetrag nicht ausgeschöpft wird, während bei einer anderen Bank bereits Steuern abgeführt werden.

    Q

    Gilt der Sparerpauschbetrag auch für Kryptowährungen?

    Nein, der Sparerpauschbetrag gilt nicht für Gewinne aus Kryptowährungen. Diese werden als private Veräußerungsgeschäfte behandelt und unterliegen dem persönlichen Einkommensteuersatz. Allerdings sind Krypto-Gewinne steuerfrei, wenn du die Coins länger als ein Jahr hältst.

    Q

    Was ist der Unterschied zwischen Freistellungsauftrag und Nichtveranlagungsbescheinigung?

    Der Freistellungsauftrag befreit Kapitalerträge bis 801 Euro von der Abgeltungsteuer. Die Nichtveranlagungsbescheinigung befreit alle Kapitalerträge komplett von der Steuer, wenn dein Gesamteinkommen unter dem Grundfreibetrag liegt. Sie ist besonders für Rentner, Studenten und Kinder relevant.

    Q

    Muss ich den nicht genutzten Sparerpauschbetrag zurückzahlen?

    Nein, ein nicht genutzter Sparerpauschbetrag muss nicht zurückgezahlt werden und verfällt am Jahresende. Du kannst ihn auch nicht ins nächste Jahr übertragen. Deshalb ist es sinnvoll, die Freistellungsaufträge so zu verteilen, dass der Betrag möglichst optimal ausgenutzt wird.

    Q

    Wie verteile ich den Sparerpauschbetrag bei Ehepartnern optimal?

    Bei gemeinsamer Veranlagung habt ihr zusammen 1.602 Euro (ab 2023: 2.000 Euro) Freibetrag. Ihr könnt diesen flexibel aufteilen – auch ungleichmäßig, z.B. 1.200 Euro für einen Partner und 402 Euro für den anderen, je nachdem wo mehr Kapitalerträge anfallen. Bei Einzelkonten muss jeder Partner seinen eigenen Freistellungsauftrag stellen.

  • Schenkungssteuer: Freibeträge, Steuersätze & Tipps

    Schenkungssteuer: Freibeträge, Steuersätze & Tipps

    Themen in diesem Artikel:

    • Das ist die Schenkungssteuer: Erfahre, was Schenkungssteuer ist, wie sie sich von der Erbschaftssteuer unterscheidet und warum Verwandtschaftsgrad und Wert der Schenkung über Höhe der Steuer entscheiden.
    • Welche Zuwendungen besteuert werden: Verstehe, welche Arten von Vermögensübertragungen der Schenkungssteuer unterliegen, von klassischen Schenkungen über Abfindungen bis zu Stiftungsgeschäften und Beteiligungen.
    • Steuerklassen bei der Schenkungssteuer: Lies, wie der Verwandtschaftsgrad die Steuerklasse bestimmt, welche Personen zu den einzelnen Klassen gehören und wie sich das auf die Steuerbelastung auswirkt.
    • Freibeträge für Beschenkte: Erfahre, welche Freibeträge für Ehepartner, Kinder, Enkel und andere Personen gelten und wie du die Zehnjahresfrist für eine steueroptimierte Vermögensübertragung nutzen kannst.
    • Höhe der Schenkungssteuer berechnen: Lerne, wie du aus Schenkungswert, persönlichem Freibetrag und Steuerklasse die konkrete Steuerlast ermittelst und warum höhere Werte progressiv stärker besteuert werden.
    • Häufige Fragen zur Schenkungssteuer: Finde Antworten dazu, wie sich Schenkungssteuer legal reduzieren lässt, wer die Meldung beim Finanzamt übernehmen muss, wie Immobilien bewertet werden und was bei mehreren Schenkungen oder Schuldenübernahmen zu beachten ist.

    Welche Kreditkarte passt zu dir?

    Die Schenkungssteuer in Deutschland wird fällig, sobald du Vermögen oder Immobilien erhältst, deren Wert die gesetzlichen Freibetragsgrenzen überschreitet. Der Steuersatz richtet sich nach zwei entscheidenden Faktoren: deinem Verwandtschaftsgrad zum Schenkenden und dem Wert der Schenkung. Je enger du mit der schenkenden Person verwandt bist, desto höher fällt dein Freibetrag aus und desto niedriger ist der Steuersatz, den du zahlen musst.

    Anders als die Erbschaftssteuer wird die Schenkungssteuer bereits zu Lebzeiten der Schenkenden erhoben. Die Steuersätze bewegen sich in einer Spanne zwischen sieben und 50 Prozent. Dabei profitieren Ehepartner:innen und enge Familienangehörige von deutlich günstigeren Konditionen als entfernte Verwandte oder Freund:innen.

    Das ist die Schenkungssteuer

    Jede Person in Deutschland, die ein Vermögen oder eine Immobilie geschenkt bekommt, muss Schenkungssteuer zahlen, wenn der Wert den persönlichen Freibetrag übersteigt. Der zentrale Unterschied zur Erbschaftssteuer liegt im Zeitpunkt: Die Schenkungssteuer wird zu Lebzeiten der schenkenden Person fällig, während die Erbschaftssteuer erst nach dem Tod greift.

    📌 Gut zu wissen

    Die Höhe der Schenkungssteuer variiert zwischen sieben und 50 Prozent. Zwei Faktoren bestimmen den konkreten Steuersatz: die verwandtschaftliche Beziehung und der Wert der Schenkung selbst. Diese Regelung soll sicherstellen, dass Vermögensübertragungen innerhalb der Familie steuerlich begünstigt werden.

    Diese Zuwendungen werden besteuert

    Paragraf 7 des Erbschaftssteuer- und Schenkungssteuergesetzes (ErbStG) definiert präzise, welche Zuwendungen der Schenkungssteuer unterliegen. Die Regelung umfasst verschiedene Formen der Vermögensübertragung:

    • Schenkungen im klassischen Sinne – Zuwendungen ohne Gegenleistung unter lebenden Personen
    • Gütergemeinschaft – Begünstigung des Ehepartners durch Vereinbarung
    • Abfindungen – beispielsweise für einen Erbverzicht
    • Stiftungsgeschäfte – Begünstigung einer Stiftung mit Geldern
    • Partnerkonten von Eheleuten – können ebenfalls steuerpflichtig sein
    • Beteiligungen – von Gesellschafter:innen an einer Firma

    💡 Tipp

    Prüfe bei größeren Vermögensübertragungen immer vorab, ob diese unter die Schenkungssteuer fallen könnten. Auch gemischte Schenkungen, bei denen nur ein Teil unentgeltlich ist, können steuerpflichtig sein. Wenn du beispielsweise eine Immobilie deutlich unter Wert kaufst, gilt die Differenz zum Marktwert als Schenkung.

    Steuerklassen bei der Schenkungssteuer

    Der Begriff Steuerklasse kann in diesem Zusammenhang verwirrend sein, denn es geht bei der Schenkungssteuer nicht um deine Lohnsteuerklasse. Stattdessen entscheidet der Verwandtschaftsgrad über die Steuerklasse und damit auch über den Steuersatz.

    Steuerklasse I – Engste Familie

    • Ehepartner:innen und eingetragene Lebenspartnerschaften
    • Kinder und Stiefkinder
    • Enkel und Kinder der Stiefkinder

    Steuerklasse II – Erweiterte Familie

    • Eltern, Großeltern und Stiefeltern
    • Geschwister und Kinder von Geschwistern
    • Schwiegereltern und Schwiegerkinder
    • Geschiedene Eheleute

    Steuerklasse III – Alle übrigen Personen

    • Nicht eingetragene Lebenspartner:innen
    • Entfernte Verwandte
    • Freund:innen und Bekannte

    Diese Freibeträge gelten für Beschenkte

    Das ErbStG gewährt allen Beschenkten Freibeträge, in deren Rahmen eine Schenkung von der Schenkungssteuer befreit ist. Erst wenn diese Grenzen überschritten werden, muss der darüber hinausgehende Teil versteuert werden.

    Empfänger Freibetrag Steuerklasse
    Ehepartner:innen 500.000 € I
    Kinder und Stiefkinder 400.000 € I
    Enkel 200.000 € I
    Eltern und Großeltern 20.000 € II
    Alle übrigen Personen 20.000 € III

    📌 Gut zu wissen

    Die Freibeträge können alle zehn Jahre erneut in voller Höhe genutzt werden. Das bedeutet: Wenn du bereits eine Schenkung erhalten hast, kannst du nach Ablauf von zehn Jahren wieder den vollen Freibetrag ausschöpfen. Diese Regelung ermöglicht eine langfristige, steueroptimierte Vermögensübertragung.

    Höhe der Schenkungssteuer berechnen

    Ausschlaggebend für die Steuerlast ist vor allem der Verwandtschaftsgrad zwischen Schenkenden und Beschenkten: Je enger dieser ist, desto höher ist der Freibetrag und desto niedriger der Steuersatz. Die Höhe der Schenkungssteuer liegt zwischen sieben und 50 Prozent.

    💡 Tipp

    Um die konkrete Steuerlast zu berechnen, gehe wie folgt vor: 1. Ermittle den Wert der Schenkung. 2. Ziehe deinen persönlichen Freibetrag ab. 3. Der verbleibende Betrag ist die Bemessungsgrundlage. 4. Wende den für deine Steuerklasse geltenden Steuersatz an. Nutze bei komplexeren Schenkungen einen Steuerberater, um alle Optimierungsmöglichkeiten auszuschöpfen.

    Bei höheren Schenkungswerten steigt der Steuersatz progressiv an, was bedeutet, dass größere Vermögensübertragungen prozentual stärker besteuert werden als kleinere. Diese Progression soll eine gerechte Besteuerung nach Leistungsfähigkeit sicherstellen.

    ❔ Häufig gestellte Fragen

    Q

    Kann ich die Schenkungssteuer legal vermeiden?

    Ja, durch geschickte Nutzung der Freibeträge alle zehn Jahre. Du kannst Vermögen schrittweise übertragen und dabei die Freibeträge optimal ausschöpfen. Auch Kettenschenkungen über mehrere Personen oder die Aufteilung auf mehrere Beschenkte sind legale Gestaltungsmöglichkeiten.

    Q

    Wer muss die Schenkung dem Finanzamt melden?

    Sowohl der Schenkende als auch der Beschenkte sind verpflichtet, die Schenkung innerhalb von drei Monaten dem Finanzamt zu melden. Bei notariell beurkundeten Schenkungen übernimmt der Notar diese Meldepflicht automatisch für beide Parteien.

    Q

    Gibt es Unterschiede zwischen Schenkungssteuer und Erbschaftssteuer?

    Die Steuersätze und Freibeträge sind identisch, aber der Zeitpunkt unterscheidet sich: Schenkungssteuer fällt zu Lebzeiten an, Erbschaftssteuer nach dem Tod. Bei der Erbschaftssteuer gibt es zusätzliche Versorgungsfreibeträge für Ehepartner und Kinder.

    Q

    Wie wird der Wert einer Immobilienschenkung ermittelt?

    Das Finanzamt ermittelt den Verkehrswert der Immobilie zum Schenkungszeitpunkt. Dabei werden verschiedene Bewertungsverfahren wie das Vergleichswertverfahren, Ertragswertverfahren oder Sachwertverfahren angewendet, abhängig von der Art der Immobilie.

    Q

    Was passiert bei mehreren Schenkungen innerhalb von 10 Jahren?

    Alle Schenkungen der letzten zehn Jahre werden zusammengerechnet. Der Freibetrag gilt für diesen Gesamtzeitraum nur einmal. Nach Ablauf der Zehnjahresfrist kannst du den Freibetrag erneut in voller Höhe nutzen.

    Q

    Können Schulden von der Schenkung abgezogen werden?

    Ja, wenn du mit der Schenkung auch Verbindlichkeiten übernimmst, werden diese vom Schenkungswert abgezogen. Das gilt beispielsweise bei belasteten Immobilien, wo die Restschuld des Darlehens den steuerpflichtigen Wert mindert.

  • Steuernummer beantragen und finden: Der komplette Guide

    Steuernummer beantragen und finden: Der komplette Guide

    Themen in diesem Artikel:

    Welche Kreditkarte passt zu dir?

    Die Steuernummer einfach erklärt

    Themen in diesem Artikel:

    Die Steuernummer ist deine persönliche Kennziffer beim Finanzamt – eine Zahlenkombination aus zehn oder elf Ziffern, die dich steuerlich eindeutig identifiziert. Ohne sie kann dein Arbeitgeber keine Lohnsteuer abführen, du keine Steuererklärung einreichen und als Selbstständige:r keine ordnungsgemäßen Rechnungen ausstellen. Das Finanzamt vergibt diese Nummer automatisch, sobald du deine erste Steuererklärung abgibst oder dich an einem neuen Hauptwohnsitz anmeldest. Hier erfährst du, wie das System funktioniert, wo du deine Nummer findest und wie du sie als Gründer:in beantragst.

    Das ist die Steuernummer

    Die Steuernummer ist eine vom Finanzamt vergebene Kennziffer, die jede natürliche und juristische Person in Deutschland erhält. Je nach Bundesland besteht sie aus zehn oder elf Ziffern. Du bekommst sie vom Finanzamt des Ortes, an dem sich dein Hauptwohnsitz befindet. Diese Nummer erfüllt mehrere wichtige Funktionen in deinem steuerlichen Alltag.

    Für dein Finanzamt ist die Steuernummer das zentrale Instrument, um deine Einkommenssteuererklärungen eindeutig identifizieren zu können. Dein Arbeitgeber benötigt sie zwingend, um deine Lohnsteuer korrekt abführen zu können. Wenn du selbstständig tätig bist, musst du die Steuernummer auf deinen Rechnungen angeben – das gilt besonders für Kleinunternehmer:innen, die von der Umsatzsteuer befreit sind. Auch Banken nutzen die Steuernummer, wenn sie das Finanzamt über die Einhaltung von Grenzen bei Freistellungsverfügungen informieren müssen.

    📌 Gut zu wissen

    Die Steuernummer ist nicht mit der Steuer-Identifikationsnummer zu verwechseln! Während die Steuernummer vom jeweiligen Finanzamt vergeben wird und sich bei einem Umzug ändern kann, bleibt die Steuer-ID ein Leben lang gleich und wird bereits bei der Geburt zugeteilt.

    Der Aufbau der ELSTER-Steuernummer

    Mit Einführung des ELSTER-Verfahrens zur Abgabe elektronischer Steuererklärungen im Jahr 1996 wurde ein vereinheitlichtes Bundesschema für die Steuernummer eingeführt – die sogenannte ELSTER-Steuernummer mit 13 Stellen. Der Aufbau dieser Nummer folgt einer klaren Logik, die auf den ersten Blick komplex wirken mag, aber systematisch aufgebaut ist.

    Die ersten vier Ziffern bilden die Bundesfinanzamtsnummer, gefolgt von einer Null an fünfter Stelle. Die Ziffern sechs bis acht enthalten die Bezirksnummer des Bundeslandes. Deine persönliche Unterscheidungsnummer findest du an den Stellen neun bis zwölf, während die 13. Ziffer als Prüfziffer dient. Diese Struktur ermöglicht eine bundesweit einheitliche Identifikation bei gleichzeitiger regionaler Zuordnung.

    Quick-Info: Steuernummer-Konverter des BMWK

    Wer über das ELSTER-Portal seine Steuererklärung abgeben möchte, muss seine zehn- oder elfstellige Steuernummer in die 13-stellige Bundes-Steuernummer umwandeln. Diesen Job erledigt der Steuernummer-Konverter des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) mit wenigen Klicks.

    Der Konverter funktioniert denkbar einfach: Du wählst zunächst in der oberen Menüzeile dein Bundesland aus. Anschließend trägst du in der Menüzeile darunter deine zehn- oder elfstellige Steuernummer ein, die du von deinem Finanzamt bekommen hast. Ein Klick auf „Umrechnen“ genügt, und schon erhältst du deine 13-stellige ELSTER-Steuernummer.

    💡 Tipp

    Speichere dir den Link zum BMWK Steuernummer-Konverter als Lesezeichen in deinem Browser. So hast du das Tool immer griffbereit, wenn du deine ELSTER-Steuererklärung machst. Die Umrechnung dauert nur wenige Sekunden und erspart dir lästiges Suchen in alten Unterlagen.

    So erfährst du deine Steuernummer

    In der Regel teilt dir dein zuständiges Finanzamt deine zehn- oder elfstellige Steuernummer automatisch mit, sobald du zum ersten Mal deine Steuererklärung abgibst oder nach einem Umzug an einem neuen Hauptwohnsitz gemeldet bist. Das System funktioniert also weitgehend automatisch, ohne dass du aktiv werden musst.

    Wann du eine neue Steuernummer erhältst

    Generell erhältst du eine neue Steuernummer in bestimmten Lebenssituationen. Wenn du nach einem Umzug in den Zuständigkeitsbereich eines anderen Finanzamts fällst, wird dir eine neue Nummer zugeteilt. Auch bei einer Heirat oder wenn du dich selbstständig machst, bekommst du eine neue Steuernummer. Diese Änderungen stellen sicher, dass deine steuerlichen Angelegenheiten immer dem richtigen Finanzamt zugeordnet werden können.

    Deine zehn- oder elfstellige Steuernummer findest du auf allen Unterlagen, die dir dein Finanzamt zuschickt, zum Beispiel auf deinem Einkommensteuerbescheid. Je nach Bundesland unterscheiden sich die Bescheide zwar in ihrer Gestaltung, doch in der Regel findest du deine Steuernummer auf dem Steuerbescheid links oben nach dem Wort „Steuernummer“.

    Du kannst deine Steuernummer auch telefonisch beim für dich zuständigen Finanzamt erfragen. Dafür musst du am Telefon deinen vollständigen Namen, deine Anschrift und dein Geburtsdatum angeben. Diese Sicherheitsabfrage stellt sicher, dass deine Steuerdaten geschützt bleiben.

    💡 Tipp

    Fotografiere deinen Steuerbescheid mit dem Smartphone ab und speichere das Foto in einem verschlüsselten Ordner. So hast du deine Steuernummer immer dabei, wenn du sie mal spontan brauchst – zum Beispiel beim Ausfüllen von Formularen oder bei der Eröffnung eines neuen Kontos.

    Steuernummer beantragen für Gründer:innen

    Wenn du eine Firma gründen oder dich selbstständig machen möchtest, musst du dafür eine Steuernummer beantragen. Das kannst du bei deinem Finanzamt über das Online-Formular „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ bei ELSTER tun. Dieser Fragebogen erfasst alle relevanten Informationen, die das Finanzamt für deine steuerliche Einordnung benötigt.

    Du musst darin Angaben zu deiner Person machen, einschließlich deines vollständigen Namens, deiner Adresse und deines Geburtsdatums. Weiterhin gibst du die Gründungs- beziehungsweise Rechtsform an sowie die Art deines Gewerbes beziehungsweise deiner selbstständigen Tätigkeit. Eine Schätzung deiner Einkünfte für das Jahr der Gründung sowie für das Folgejahr ist ebenfalls erforderlich. Im Fragebogen kannst du außerdem einen Antrag auf Erteilung einer Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-ID) stellen und die Zusendung deiner Steuernummer beantragen.

    Den ausgefüllten Fragebogen übermittelst du anschließend ganz bequem online über deinen ELSTER-Zugang „Mein Elster“ an dein Finanzamt. Nach einigen Wochen erhältst du per Post deine Unterlagen vom Finanzamt, inklusive deiner Steuernummer. Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer dient in der Europäischen Union zur steuerlichen Kennzeichnung von Unternehmen und selbstständig Tätigen. Vor allem für das Stellen von Rechnungen oder zur Steuerbefreiung ist die USt-ID wichtig.

    📌 Gut zu wissen

    Die Bearbeitungszeit für deinen Antrag auf eine Steuernummer kann je nach Auslastung des Finanzamts zwischen 2 und 8 Wochen betragen. In Stoßzeiten wie zum Jahresanfang kann es sogar noch länger dauern. Plane diesen Zeitraum bei deiner Gründung unbedingt ein, da du ohne Steuernummer keine ordnungsgemäßen Rechnungen ausstellen kannst.

    💡 Tipp

    Stelle den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung bereits vor der eigentlichen Gründung, sobald du weißt, dass du dich selbstständig machen willst. So vermeidest du Verzögerungen beim Start deiner Geschäftstätigkeit. Du kannst im Fragebogen auch ein späteres Gründungsdatum angeben.

    ❔ Häufig gestellte Fragen

    Q

    Wie viele Ziffern hat eine Steuernummer?

    Die Steuernummer besteht je nach Bundesland aus zehn oder elf Ziffern. Für das ELSTER-Verfahren gibt es zusätzlich eine vereinheitlichte 13-stellige Bundesschema-Nummer, die du mit dem Steuernummer-Konverter umwandeln kannst.

    Q

    Wo finde ich meine Steuernummer auf dem Steuerbescheid?

    Deine Steuernummer findest du in der Regel links oben auf deinem Einkommensteuerbescheid direkt nach dem Wort „Steuernummer“. Sie steht auch auf allen anderen Schreiben deines Finanzamts, meist im Briefkopf oder in der Betreffzeile.

    Q

    Was ist der Unterschied zwischen Steuernummer und Steuer-ID?

    Die Steuernummer wird vom Finanzamt vergeben und kann sich bei Umzug oder Heirat ändern. Die Steuer-Identifikationsnummer (Steuer-ID) ist eine lebenslang gültige elfstellige Nummer, die jede Person automatisch bei der Geburt erhält und niemals geändert wird.

    Q

    Kann ich ohne Steuernummer Rechnungen schreiben?

    Nein, als Selbstständige:r oder Unternehmer:in musst du zwingend deine Steuernummer oder Umsatzsteuer-ID auf Rechnungen angeben. Ohne diese Angabe sind deine Rechnungen nicht ordnungsgemäß und können vom Finanzamt beanstandet werden. Kleinunternehmer:innen verwenden dabei ihre normale Steuernummer.

    Q

    Wie lange dauert die Beantragung einer Steuernummer für Gründer?

    Nach Einreichung des Fragebogens zur steuerlichen Erfassung über ELSTER dauert es in der Regel 2-8 Wochen, bis du deine Steuernummer per Post erhältst. In Stoßzeiten kann die Bearbeitung länger dauern. Plane diese Wartezeit unbedingt in deine Gründungsphase ein.

    Q

    Muss ich meine alte Steuernummer nach einem Umzug noch verwenden?

    Nach einem Umzug in einen anderen Finanzamtsbezirk erhältst du automatisch eine neue Steuernummer. Die alte Nummer wird ungültig und darf nicht mehr verwendet werden. Das neue Finanzamt übernimmt alle relevanten Daten vom vorherigen Finanzamt und teilt dir die neue Nummer schriftlich mit.

  • Rentenbescheid verstehen: Deine Rechte und wichtigsten Infos

    Rentenbescheid verstehen: Deine Rechte und wichtigsten Infos

    Themen in diesem Artikel:

    • Rechtliche Bedeutung: Der Rentenbescheid ist ein verbindlicher Verwaltungsakt mit Widerspruchsrecht und einmonatiger Frist zur Anfechtung
    • Inhalte des Bescheids: Monatliche Rentenhöhe, Rentenart, Renteneintrittsalter, Versicherungsform und detaillierter Versicherungsverlauf sind die zentralen Angaben
    • Widerspruchsverfahren: Schriftlicher Widerspruch innerhalb eines Monats möglich, kostenfrei und ohne Anwaltszwang beim Sozialgericht
    • Unterschied zu anderen Dokumenten: Renteninformation und Rentenauskunft sind Prognosen, nur der Rentenbescheid ist rechtsverbindlich
    • Jährliche Renteninformation: Ab 27 Jahren erhältst du eine unverbindliche Prognose über deine voraussichtliche Altersrente
    • Rentenauskunft ab 55: Alle drei Jahre kommt ein ausführlicheres Dokument mit detailliertem Versicherungsverlauf und Informationen zum Rentenbeginn

    Welche Kreditkarte passt zu dir?

    Der Rentenbescheid ist dein wichtigstes Dokument für den Ruhestand. Er teilt dir verbindlich mit, wie viel Rente du monatlich erhältst und ab wann. Mit Erreichen des Rentenalters beginnt für viele Menschen eine neue Lebensphase voller Möglichkeiten für die eigenen Hobbys. Statt des monatlichen Lohns vom Arbeitgeber kommt nun vom Staat eine Rente. Für deine Lebensqualität ist entscheidend, wie hoch diese im Monat ausfällt.

    Rechtliche Einordnung des Rentenbescheids

    Juristisch gesehen ist der Rentenbescheid kein bloßer Brief oder eine Auskunft, sondern ein Verwaltungsakt der deutschen Rentenversicherung gegenüber den versicherten Bürger:innen. Dies hat einige wichtige Auswirkungen für dich.

    Als Rentner:in oder Antragssteller:in hast du Anspruch auf den Rechtsweg. Du kannst dich also gegen einen Rentenbescheid wehren, den du für dich als nachteilig erachtest. Da der Rentenbescheid ein verbindlicher Rechtsakt zwischen dem Staat und den Versicherten ist, sind bestimmte Formalia einzuhalten. Außerdem muss das Dokument nachweislich zugestellt worden sein, damit es gültig wird.

    Nach Erhalt des Rentenbescheids gibt es eine Frist von einem Monat, in der du gegen Punkte des Bescheids widersprechen kannst. Für im Ausland lebende Deutsche sind es drei Monate. Diese Frist solltest du unbedingt im Blick behalten, denn danach wird der Bescheid bestandskräftig.

    📌 Gut zu wissen

    Die Widerspruchsfrist beginnt mit dem Tag nach der Zustellung des Rentenbescheids. Bewahre daher unbedingt den Briefumschlag mit dem Poststempel auf – er dient als Nachweis für den Zustellungszeitpunkt und ist bei einem eventuellen Widerspruch wichtig.

    Die wichtigsten Informationen im Rentenbescheid

    Der Rentenbescheid ist ein Antwortschreiben der Deutschen Rentenversicherung, wenn Versicherte ihren Rentenantrag gestellt haben. Er enthält einige wesentliche Informationen, die Einfluss auf die Höhe und Art der monatlichen Rente haben. Das Wichtigste steht gut strukturiert gleich auf der ersten Seite.

    Die Höhe der monatlichen Rente findest du neben dem Begriff „monatlicher Zahlbetrag“. Diese Summe ist für deine finanzielle Planung im Ruhestand zentral. Die Rentenart gibt an, welche Form der Rente du erhältst. Neben der regulären Altersrente gibt es weitere Rentenarten, zum Beispiel die Hinterbliebenenrente oder die Erwerbsminderungsrente.

    Das Renteneintrittsalter zeigt dir das Datum, ab wann du den monatlichen Rentenbezug geltend machen kannst, sofern du einen entsprechenden Antrag gestellt hast. Bei einigen Rentenarten, zum Beispiel der Erwerbsminderungsrente, kann es zudem ein Enddatum für Zahlungen geben. Die Versicherungsform informiert dich darüber, wie du während der Rente kranken- und pflegeversichert bist.

    Der Versicherungsverlauf ist besonders wichtig zu prüfen. Eine chronologische Aufzählung zeigt auf, welche Beträge du in deinem bisherigen Leben in die Rentenkassen eingezahlt hast, und ob Lebensphasen wie Ausbildung oder Kindererziehung berücksichtigt sind. Diese Angaben gilt es genau zu prüfen, weil sie die Höhe der Rente maßgeblich beeinflussen. Bei Fehlern solltest du unbedingt Widerspruch einlegen.

    💡 Tipp

    Prüfe deinen Versicherungsverlauf besonders sorgfältig auf fehlende Zeiten: Ausbildungszeiten, Kindererziehungszeiten, Zeiten der Arbeitslosigkeit oder Krankheit müssen vollständig erfasst sein. Sammle dazu alte Unterlagen wie Ausbildungsnachweise, Geburtsurkunden der Kinder oder Arbeitslosenbescheide – diese kannst du bei Lücken als Nachweis einreichen.

    Widerspruch beim Rentenbescheid

    Ein Widerspruch gegen den Rentenbescheid muss schriftlich – am besten per Einschreiben – innerhalb der einmonatigen Frist beim zuständigen Rentenversicherungsträger eingereicht werden. Online ist das auf dem Portal der Rentenversicherung ebenso möglich. Nenne den Grund des Widerspruchs und schicke am besten Kopien der relevanten Unterlagen mit, die deine Argumentation unterstützen.

    💡 Tipp

    Falls du die Frist nicht einhalten kannst, weil noch Unterlagen fehlen: Lege zunächst formlos Widerspruch ein mit einem kurzen Schreiben wie „Hiermit lege ich Widerspruch gegen den Rentenbescheid vom [Datum] ein. Die Begründung reiche ich nach.“ Die ausführliche Begründung kannst du dann innerhalb angemessener Zeit nachreichen.

    Sollte die Rentenversicherung den Widerspruch nach einer Prüfung ablehnen, bleibt dir die Möglichkeit der Klage beim Sozialgericht. Sowohl der Widerspruch als auch die Klage sind kostenfrei. Ein Anwaltszwang besteht nicht, aber eine fachliche Beratung kann die Erfolgschancen erhöhen. Du gehst also kein finanzielles Risiko ein, wenn du deine Rechte wahrnimmst.

    Weitere Schreiben von der Rentenversicherung

    Leider gibt es bei vielen Menschen häufig Missverständnisse darüber, welches Rentenschreiben sie eigentlich gerade vorliegen haben. Einen Rentenbescheid stellt die Rentenversicherung als rechtsverbindliches Dokument in der Regel nur einmal auf Antrag zum Rentenbeginn aus. Daneben gibt es aber noch andere wichtige Dokumente, die du kennen solltest.

    Die Renteninformation

    Alle über 27-jährigen Versicherten, die seit mindestens fünf Jahren Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt haben, bekommen einmal pro Jahr eine Renteninformation zugeschickt. Im Gegensatz zum Rentenbescheid ist sie rechtlich nicht bindend, sondern nur eine Prognose.

    Das Schreiben enthält etwa die Angaben zur voraussichtlichen Höhe der regulären Altersrente und die Rentenansprüche, bliebe es bei den bisher geleisteten Beiträgen. Darüber hinaus enthält das Schreiben die Information, wie hoch die Erwerbsminderungsrente aktuell wäre, falls du aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeitsfähig sein solltest. Diese Informationen helfen dir bei der langfristigen Finanzplanung.

    📌 Gut zu wissen

    Die Renteninformation basiert auf aktuellen Werten und Gesetzen. Künftige Rentenerhöhungen, Inflation oder Gesetzesänderungen sind nicht berücksichtigt. Die tatsächliche Kaufkraft deiner späteren Rente kann daher erheblich von den genannten Beträgen abweichen.

    Die Rentenauskunft

    Nach ihrem 55. Geburtstag erhalten Rentenversicherte automatisch alle drei Jahre die Rentenauskunft. Sie ersetzt die Renteninformation und ist deutlich ausführlicher und aussagekräftiger. Sie listet im Versicherungsverlauf zudem die für die Berechnung der Rentenhöhe wichtigen Beitrags- und Fehlzeiten auf.

    Die Rentenauskunft informiert dich zudem über den regulären Rentenbeginn und ab wann dieser mit Abschlägen früher möglich wäre. Wie die Renteninformation ist die Rentenauskunft rechtlich nicht verbindlich, sondern nur eine Prognose. Es lohnt sich dennoch, den Versicherungsverlauf genau zu prüfen und bei Unstimmigkeiten frühzeitig zu reagieren.

    ❔ Häufig gestellte Fragen

    Q

    Was ist der Unterschied zwischen Rentenbescheid und Renteninformation?

    Der Rentenbescheid ist ein rechtsverbindlicher Verwaltungsakt zum Rentenbeginn, während die Renteninformation eine jährliche, unverbindliche Prognose für über 27-Jährige darstellt. Nur der Rentenbescheid legt deine tatsächliche Rentenhöhe fest.

    Q

    Wie lange habe ich Zeit für einen Widerspruch gegen meinen Rentenbescheid?

    Du hast ab Erhalt des Rentenbescheids einen Monat Zeit für einen Widerspruch. Für im Ausland lebende Deutsche beträgt die Frist drei Monate. Die Frist beginnt am Tag nach der Zustellung.

    Q

    Muss ich einen Anwalt für den Widerspruch beauftragen?

    Nein, es besteht kein Anwaltszwang. Du kannst den Widerspruch selbst schriftlich einlegen. Sowohl der Widerspruch als auch eine eventuelle Klage beim Sozialgericht sind kostenfrei. Eine fachliche Beratung kann aber die Erfolgschancen erhöhen.

    Q

    Was sollte ich im Versicherungsverlauf besonders prüfen?

    Prüfe ob alle Beitragszeiten, Ausbildungszeiten, Kindererziehungszeiten, Zeiten der Arbeitslosigkeit oder Krankheit vollständig erfasst sind. Fehlende oder falsche Zeiten können deine Rentenhöhe erheblich mindern und sollten korrigiert werden.

    Q

    Ab wann bekomme ich eine Rentenauskunft statt der Renteninformation?

    Nach deinem 55. Geburtstag erhältst du automatisch alle drei Jahre eine Rentenauskunft. Sie ersetzt die jährliche Renteninformation und ist deutlich ausführlicher mit einem detaillierten Versicherungsverlauf.

    Q

    Kann ich online Widerspruch gegen meinen Rentenbescheid einlegen?

    Ja, du kannst den Widerspruch online über das Portal der Deutschen Rentenversicherung einreichen. Alternativ geht es schriftlich per Brief, am besten als Einschreiben mit Rückschein für einen Zustellungsnachweis.

  • Steuersoftware Vergleich: Die 5 besten Programme im Test

    Steuersoftware Vergleich: Die 5 besten Programme im Test

    Themen in diesem Artikel:

    • Elektronische Steuererklärung: Durchschnittlich 1.000 Euro Rückerstattung möglich – je mehr Werbungskosten und Sonderausgaben, desto höher die Erstattung vom Finanzamt
    • Abgabefristen und ELSTER: Verpflichtende Abgabe bis 31. Juli (verlängert für 2022-2024), freiwillige Abgabe bis vier Jahre nach Steuerjahr möglich
    • Steuersoftware im Vergleich: WISO, Smartsteuer, Steuerbot, Taxfix und Wundertax bieten unterschiedliche Funktionen für verschiedene Nutzergruppen und Steuerfälle
    • WISO Steuer: Alleskönner für Arbeitnehmer:innen und Selbstständige mit Einnahmenüberschussrechnung, Buchführungsimport und Kryptowährungserfassung
    • Smartsteuer: Besonders nutzerfreundliche Alternative zu WISO mit intuitiver Bedienung, ideal für Steuer-Anfänger:innen und komplexe Fälle gleichermaßen

    Welche Kreditkarte passt zu dir?

    Du möchtest Geld vom Finanzamt zurückbekommen? Dann lohnt sich eine Steuererklärung – und die kannst du selbst erstellen. Rund die Hälfte aller Steuerzahler:innen ist zur Abgabe verpflichtet, darunter Selbstständige, Gewerbetreibende und Landwirt:innen. Doch auch als Arbeitnehmer:in profitierst du davon, selbst wenn du aufgrund des monatlichen Steuerabzugs eigentlich keine Erklärung abgeben müsstest. Eine Steuersoftware hilft dir dabei, deine Steuererklärung elektronisch ans Finanzamt zu übermitteln – schnell, einfach und ohne Steuerberater.

    Die Auswahl an Anbietern ist groß, und jedes Programm hat seine eigenen Stärken. Welche Software passt zu deiner Situation? Worin unterscheiden sich die einzelnen Programme? Und welche Funktionen brauchst du wirklich? Dieser Artikel zeigt dir, was die gängigsten Steuerprogramme leisten und für wen sie sich eignen.

    Kurz erklärt: Die elektronische Steuererklärung

    Eine Steuererklärung kann sich richtig lohnen. Das Statistische Bundesamt hat ermittelt, dass die durchschnittliche Rückerstattung vom Finanzamt bei rund 1.000 Euro liegt. Je nach deiner Lebenssituation und Steuerlast fällt dieser Betrag deutlich höher oder niedriger aus. Die Grundregel ist einfach: Je mehr Werbungskosten und Sonderausgaben du geltend machst, desto mehr Geld bekommst du zurück.

    Für deine Rückerstattung musst du dem Finanzamt eine elektronische Steuererklärung übermitteln. Wenn dein Steuerfall nicht besonders komplex ist, kannst du in der Regel auf einen Steuerberater verzichten und die Steuererklärung selbst erstellen. Das spart nicht nur Geld, sondern gibt dir auch die volle Kontrolle über deine Angaben.

    💡 Tipp

    Sammle über das Jahr hinweg alle Belege für Werbungskosten wie Fortbildungen, Arbeitsmittel oder Fahrtkosten. Eine durchdachte Dokumentation kann deine Rückerstattung erheblich steigern – oft sind es die kleinen Ausgaben, die sich am Ende summieren!

    Abgabefristen für die Steuererklärung

    Die Frist für deine Steuererklärung hängt davon ab, ob du zur Abgabe verpflichtet bist oder sie freiwillig einreichst. Wenn du verpflichtet bist, gilt grundsätzlich der 31. Juli des Folgejahres als gesetzliche Abgabefrist. Für das aktuelle Jahr 2022 und die beiden darauffolgenden Jahre wurden die Fristen allerdings verlängert, was dir mehr Zeit verschafft.

    📌 Gut zu wissen

    Bei einer freiwilligen Steuererklärung hast du vier Jahre Zeit nach Ende des Steuerjahres. Das bedeutet: Für das Steuerjahr 2020 kannst du noch bis Ende 2024 deine Erklärung einreichen. Diese lange Frist gibt dir die Möglichkeit, auch rückwirkend Geld vom Finanzamt zurückzuholen!

    Bei einer freiwilligen Abgabe hast du deutlich mehr Spielraum. Du musst deine Steuererklärung spätestens vier Jahre nach dem Ende des Steuerjahres beim Finanzamt abgeben. Das gibt dir ausreichend Zeit, alle relevanten Belege zusammenzutragen und deine Angaben sorgfältig zu prüfen.

    Was ist ELSTER?

    Die elektronische Abgabe der Steuererklärung ist inzwischen verpflichtend – und genau hier kommt ELSTER ins Spiel. ELSTER steht für ELektronische STeuerERklärung und ist ein 1996 eingeführtes Steuerverwaltungsprogramm der Finanzämter. Wenn du dir einen Account bei ELSTER einrichtest, kannst du deine Steuererklärung kostenlos elektronisch an das Finanzamt übermitteln.

    Besonders praktisch: Informationen, die dem Finanzamt bereits bekannt sind, kannst du über ELSTER direkt abrufen. Dazu gehört beispielsweise die elektronische Lohnsteuerbescheinigung deines Arbeitgebers. Diese Daten lassen sich direkt in deine Steuererklärung übertragen, was dir viel Tipparbeit erspart.

    💡 Tipp

    Nutze die vorausgefüllte Steuererklärung in ELSTER! Viele Daten wie Lohnsteuerbescheinigung, Krankenversicherungsbeiträge oder Riester-Beiträge sind bereits hinterlegt. Du musst sie nur noch prüfen und ergänzen – das spart Zeit und vermeidet Tippfehler.

    Mit ELSTER kannst du deine Steuererklärung online ausfüllen, vorhandene Daten übertragen und die fertige Erklärung elektronisch übermitteln – alles kostenfrei. Kostenpflichtige Steuerprogramme anderer Anbieter rechtfertigen ihren Preis jedoch durch nützliche Zusatzfunktionen, die dir die Arbeit noch weiter erleichtern.

    Steuersoftware: Was die Programme leisten – und kosten

    Der Markt bietet zahlreiche Steuerprogramme, die dir alle dabei helfen, deine Steuererklärung möglichst schnell und einfach elektronisch zu übermitteln. Dennoch gibt es deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern. Nicht jedes Programm ist als App verfügbar, und nicht alle bieten eine Suchfunktion. Vor allem eignet sich nicht jede Software gleichermaßen für Arbeitnehmer:innen und Selbstständige.

    📌 Gut zu wissen

    Die Kosten für eine Steuersoftware kannst du in der nächsten Steuererklärung als Werbungskosten absetzen! Die Ausgabe von 20-40 Euro zahlt sich also doppelt aus: durch die Zeitersparnis und die steuerliche Absetzbarkeit.

    Welches Programm das richtige für dich ist, hängt stark von deiner individuellen Lebenssituation und deinen persönlichen Anforderungen an die Software ab. Im Folgenden werden fünf gängige Steuerprogramme vorgestellt: WISO, Smartsteuer, Steuerbot, Taxfix und Wundertax. Jedes dieser Programme hat seine eigenen Stärken und richtet sich an unterschiedliche Nutzergruppen.

    Steuerprogramme für alle Fälle

    WISO Steuer

    WISO Steuer gilt als echter Alleskönner unter den Steuerprogrammen. Ob du Freiberufler:in oder Arbeitnehmer:in bist, ob dein Steuerfall simpel oder komplex ist – WISO lässt sich für verschiedenste Steuersituationen anwenden. Das Programm ist in verschiedenen Versionen erhältlich, wobei du für besonders komplexe Steuererklärungen die Vollversion benötigst.

    Das Programm leitet dich Schritt für Schritt durch die Steuererklärung und unterstützt dich mit nützlichen Zusatzinformationen. Allerdings ist WISO nicht an jeder Stelle selbsterklärend, weshalb etwas Vorwissen in Sachen Steuern von Vorteil ist. Besonders für Selbstständige und Freelancer:innen empfiehlt sich WISO, da es auch bei der erforderlichen Einnahmenüberschussrechnung unterstützt und die Buchführung importiert werden kann.

    💡 Tipp

    Teste WISO Steuer kostenlos und unverbindlich, da kein Account nötig ist. Du kannst deine komplette Steuererklärung erstellen und siehst sogar deine voraussichtliche Erstattung. Erst beim Versand ans Finanzamt wird die Bezahlung fällig – so gehst du kein Risiko ein!

    Weitere Pluspunkte von WISO Steuer machen das Programm besonders attraktiv. Die integrierte Suchfunktion hilft dir, schnell die richtigen Eingabefelder zu finden. Du kannst WISO als Desktop-Anwendung, App und Webversion nutzen, was dir maximale Flexibilität bietet. Die vorausgefüllte Steuererklärung durch elektronischen Belegabruf spart dir Zeit, und sogar Gewinne durch Kryptowährung lassen sich als privates Veräußerungsgeschäft erfassen.

    Smartsteuer

    Smartsteuer bewegt sich auf dem gleichen Level wie WISO Steuer und eignet sich für simple und schwierige Fälle gleichermaßen. Das Programm richtet sich sowohl an Arbeitnehmer:innen als auch an Selbstständige, da es bei der Einnahmeüberschussrechnung hilft. Gegenüber WISO punktet Smartsteuer allerdings mit größerer Nutzerfreundlichkeit, was Steuer-Anfänger:innen die Arbeit deutlich erleichtert.

    📌 Gut zu wissen

    Smartsteuer ist nur als Webversion verfügbar – keine Desktop-Installation möglich. Das hat Vor- und Nachteile: Du brauchst immer eine Internetverbindung, kannst aber von jedem Gerät aus auf deine Steuererklärung zugreifen. Ideal für Menschen, die flexibel arbeiten möchten!

    Im Gegensatz zu WISO ist Smartsteuer allerdings nur als Webversion verfügbar, was bedeutet, dass du eine Internetverbindung benötigst. Das Programm überzeugt durch seine intuitive Bedienung und bietet Erklärungen direkt bei der Eingabe. Deine Steuererklärungen können verschlüsselt werden, was zusätzliche Sicherheit bietet.

    ❔ Häufig gestellte Fragen

    Q

    Wie hoch ist die durchschnittliche Steuerrückerstattung in Deutschland?

    Laut Statistischem Bundesamt liegt die durchschnittliche Rückerstattung vom Finanzamt bei rund 1.000 Euro. Die tatsächliche Höhe hängt von deinen Werbungskosten, Sonderausgaben und deiner individuellen Steuerlast ab.

    Q

    Muss ich als Arbeitnehmer:in eine Steuererklärung abgeben?

    Als Arbeitnehmer:in bist du meist nicht zur Abgabe verpflichtet, da die Lohnsteuer bereits monatlich abgezogen wird. Eine freiwillige Steuererklärung lohnt sich aber fast immer, da du Werbungskosten und Sonderausgaben geltend machen und so Geld zurückbekommen kannst.

    Q

    Was kostet eine gute Steuersoftware?

    Die meisten Steuerprogramme kosten zwischen 15 und 40 Euro pro Jahr. ELSTER ist komplett kostenlos. Die Kosten für kostenpflichtige Software kannst du als Werbungskosten in der nächsten Steuererklärung absetzen.

    Q

    Kann ich meine Steuererklärung auch ohne Internet machen?

    Ja, einige Programme wie WISO Steuer bieten Desktop-Versionen, die offline funktionieren. Nur für den finalen Versand ans Finanzamt brauchst du eine Internetverbindung. Reine Web-Programme wie Smartsteuer benötigen hingegen durchgehend Internet.

    Q

    Welche Steuersoftware eignet sich für Kryptowährungen?

    WISO Steuer bietet spezielle Funktionen für die Erfassung von Kryptowährungsgewinnen als private Veräußerungsgeschäfte. Die Software unterstützt dich bei der korrekten steuerlichen Behandlung von Bitcoin & Co.