Kategorie: Kreditkarten

  • EMV-Chip: So schützt die Chip-Technologie deine Bankkarte

    EMV-Chip: So schützt die Chip-Technologie deine Bankkarte

    Themen in diesem Artikel:

    • Was ist ein EMV-Chip: Der 10 x 8 Millimeter große Microchip ersetzt den Magnetstreifen und verschlüsselt deine Bankdaten sicher auf der Karte.
    • Funktionsweise und Sicherheit: EMV-Chips schützen durch Verschlüsselung und PIN-Eingabe deutlich besser vor Skimming als herkömmliche Magnetstreifen.
    • Schutz vor Skimming: Kriminelle können Kartendaten nicht mehr einfach kopieren, da die Informationen verschlüsselt auf dem Chip liegen.
    • EMV-Karte erhalten: Bei Ablauf deiner alten Karte erhältst du automatisch eine neue EMV-Karte oder kannst sie vorzeitig beantragen.
    • EMV-Transaktion: Der Chip kommuniziert direkt mit dem Terminal über ein spezielles Protokoll für maximale Sicherheit bei jeder Zahlung.
    • Kontaktloses Bezahlen: Mit NFC-Technologie zahlst du schnell und bequem, indem du die Karte nah ans Terminal hältst.

    Der EMV-Chip macht deine Bankkarte deutlich sicherer als den alten Magnetstreifen. Dieser kleine Microchip verschlüsselt deine Kontodaten und schützt sie zusammen mit deiner vierstelligen PIN vor unbefugtem Zugriff. Während Kriminelle früher Magnetstreifen relativ einfach kopieren konnten, wird das mit der EMV-Technologie nahezu unmöglich.

    In diesem Artikel erfährst du, wie der EMV-Chip funktioniert, warum er dein Girokonto besser schützt und was die Technologie für die Zukunft von Bankkarten bedeutet. Du lernst außerdem, wie du kontaktlos mit deiner EMV-Karte bezahlen kannst und welche Schritte beim Erhalt einer neuen Karte wichtig sind.

    Das ist ein EMV-Chip

    Der EMV-Chip misst gerade einmal 10 x 8 Millimeter und befindet sich auf modernen Bankkarten. EMV bezeichnet eine Technologie für Giro- und Kreditkarten, die anstelle eines Magnetstreifens einen Microchip nutzen. Das Kürzel EMV setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der drei Unternehmen zusammen, die diese Technologie in den 1990er-Jahren in Europa eingeführt haben: Europay International, Mastercard und Visa.

    Mit der Einführung des EMV-Chips wurden auch die passenden Geldautomaten und POS-Terminals in Europa lanciert. Diese Kartenlesegeräte ermöglichen das bargeldlose Zahlen mit der neuen Technologie. Die Entwicklung markierte einen wichtigen Meilenstein für mehr Sicherheit im Zahlungsverkehr.

    So funktioniert ein EMV-Chip

    Der EMV-Chip stellt die Weiterentwicklung des klassischen Magnetstreifens dar. Während bei herkömmlichen Karten die Transaktionen über den Magnetstreifen vollzogen werden, geschieht das bei neuen Karten mit EMV-Technologie über den Microchip. Diese technologische Veränderung macht EMV-Bankkarten deutlich sicherer als solche mit Magnetstreifen.

    Die Sicherheit basiert auf einem entscheidenden Unterschied: Bei einer EMV-Karte liegen die Bankdaten nicht offen auf dem Magnetstreifen, sondern verschlüsselt auf dem EMV-Chip. Entschlüsselt wird der Chip erst mit Eingabe deiner vierstelligen persönlichen Identifikationsnummer. Damit wird Skimming, also das illegale Kopieren der Kartendaten, deutlich erschwert. Darüber hinaus kannst du mit einer EMV-Karte schnell und bequem online einkaufen oder in deinem Online-Banking digital unterschreiben.

    💡 Tipp

    Überprüfe beim Bezahlen immer, ob das Terminal ein offizielles Gerät ist. Achte auf das EMV-Symbol am Kartenlesegerät und stelle sicher, dass keine zusätzlichen Aufsätze am Karteneinschub angebracht sind. Bei Verdacht auf Manipulation informiere sofort das Personal oder deine Bank.

    Good to know: Das ist Skimming

    Der Begriff Skimming kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt „abschöpfen“. Bei Bankkarten meint Skimming das illegale Kopieren beziehungsweise Auslesen der Bankdaten über den Magnetstreifen. Der Datenklau geschieht vor allem an Geldautomaten und Kartenlesegeräten.

    Zum Kopieren der Bankdaten installieren Kriminelle ein zusätzliches Kartenlesegerät direkt vor dem Karteneinschub. Schieben Kund:innen ihre Karte in das Gerät, speichert das vorgeschaltete Gerät die Kartendaten. Zum Ausspähen der PIN kleben die Betrüger:innen eine winzige Kamera in den Bankautomaten, um damit die Eingabe der PIN abzufilmen. Ergänzt wird diese Methode durch eine gefälschte Tastatur, den sogenannten Skimmer, der über die echte Tastatur geklebt wird und die Tastenkombination aufzeichnet.

    📌 Gut zu wissen

    EMV-Chips sind zwar sehr sicher gegen Skimming, aber nicht völlig immun gegen alle Betrugsarten. Online-Betrug und Phishing-Attacken können weiterhin deine Kartendaten gefährden. Gib deine Kartendaten daher niemals auf unseriösen Webseiten ein und achte immer auf verschlüsselte Verbindungen (https://).

    Nach dem Auslesen der Bankdaten und der PIN können die Betrüger:innen eine gefälschte Bankkarte erstellen und damit Geld vom verknüpften Girokonto abheben. Vor diesem Hintergrund sollen beispielsweise Kredit- und Debitkarten des US-Unternehmens Mastercard ab dem Jahr 2033 nicht mehr mit Magnetstreifen ausgegeben werden. Der EMV-Chip wird dann Standard, zumindest bei Mastercard.

    So bekommst du eine Bankkarte mit EMV-Chip

    Falls du noch eine Bankkarte mit Magnetstreifen benutzt, wird diese mit Ablauf durch eine neue Karte mit EMV-Chip ersetzt. In diesem Fall wird dir die neue EMV-Karte automatisch zugeschickt. Du musst also nichts weiter unternehmen und erhältst die sichere Karte rechtzeitig per Post.

    Bei zahlreichen Kreditinstituten kannst du auch vor Ablauf deiner alten Karte eine neue Debit- oder Kreditkarte mit EMV-Chip für dein Girokonto beantragen. Das ist besonders praktisch, wenn du die erhöhte Sicherheit nicht bis zum regulären Ablauf deiner aktuellen Karte abwarten möchtest.

    💡 Tipp

    Wenn du viel reist oder häufig online einkaufst, beantrage proaktiv eine neue EMV-Karte bei deiner Bank. Die meisten Institute stellen dir gegen eine geringe Gebühr (meist 5-10 Euro) sofort eine neue Karte aus. Die erhöhte Sicherheit ist diese Investition definitiv wert.

    EMV-Transaktion: So läuft sie ab

    Eine Kartentransaktion mit EMV-Chip unterscheidet sich deutlich von einer Transaktion, die über einen Magnetstreifen ausgeführt wird. Bei einer Bankkarte mit Magnetstreifen liest das Terminal die Bankdaten vom Magnetstreifen und übernimmt anschließend die weitere Abwicklung der Transaktion. Das Verfahren ist relativ einfach und bietet wenig Schutz.

    Bei einer Bankkarte mit EMV-Chip findet hingegen eine aktive Interaktion zwischen Chip und Terminal statt. Basis dafür ist ein EMV-Transaktionsprotokoll, das auf EMV-Spezifikationen basiert. Diese Spezifikationen werden bis zur Freigabe der Transaktion mittels PIN durchlaufen. Der Chip prüft dabei verschiedene Sicherheitsmerkmale und kommuniziert verschlüsselt mit dem Terminal, was die Transaktion erheblich sicherer macht.

    Kontaktlos Bezahlen mit EMV-Karte

    Die Abwicklung von kontaktlosen Zahlungen mit einer EMV-Karte geschieht über die sogenannte Near Field Communication (NFC). Die NFC-Technologie ist der weltweite Standard für kontaktloses Bezahlen mit der Karte und ermöglicht besonders schnelle Transaktionen.

    Für die Kommunikation zwischen Karte und Terminal ist der EMV-Chip verantwortlich. Er sorgt dafür, dass die Bankkarte mit dem NFC-Terminal kommunizieren kann. Voraussetzung dafür ist, dass Karte und Terminal mit der NFC-Technologie ausgestattet sind. Ist das der Fall, wird am Terminal ein elektromagnetisches Feld erzeugt. Dadurch wird der EMV-Chip einmalig und nur für diese Transaktion aktiviert.

    Im nächsten Schritt hältst du die Karte nah an das NFC-Terminal und die Transaktion wird nach Eingabe der PIN ausgeführt. Der gezahlte Betrag wird vom mit der Karte verknüpften Girokonto abgebucht. Das gesamte Verfahren dauert nur wenige Sekunden und ist dabei genauso sicher wie das Einstecken der Karte.

    📌 Gut zu wissen

    Bei Beträgen unter 50 Euro ist meist keine PIN-Eingabe nötig beim kontaktlosen Bezahlen. Nach mehreren kontaktlosen Transaktionen ohne PIN fordert das System aus Sicherheitsgründen automatisch wieder die PIN-Eingabe an. Dies dient als zusätzlicher Schutz vor Missbrauch bei Verlust oder Diebstahl.

    Kurz erklärt: Kontaktlos-Funktion bei EMV-Karten aktivieren

    Bevor du mit deiner neuen EMV-Karte kontaktlos bezahlen kannst, musst du die Kontaktlos-Funktion aktivieren. Grund dafür ist ein Versandschutz, über den neue Debit- oder Kreditkarten verfügen, wenn sie verschickt werden. Um den Versandschutz aufzuheben, musst du einmal mit deiner neuen Karte bezahlen oder Geld am Automaten abheben. Erst durch das Einstecken der Karte in das Bezahlgerät oder den Geldautomaten wird die Kontaktlos-Funktion freigeschaltet und du kannst anschließend auch kontaktlos bezahlen.

    ❔ Häufig gestellte Fragen

    Q

    Was bedeutet EMV bei Bankkarten?

    EMV steht für Europay International, Mastercard und Visa – die drei Unternehmen, die diese Chip-Technologie in den 1990er-Jahren in Europa eingeführt haben. Der EMV-Chip ersetzt den unsicheren Magnetstreifen und bietet durch Verschlüsselung deutlich mehr Sicherheit.

    Q

    Wie schützt der EMV-Chip vor Kartenbetrug?

    Der EMV-Chip speichert deine Bankdaten verschlüsselt und gibt sie nur nach PIN-Eingabe frei. Zusätzlich erstellt er für jede Transaktion einen einmaligen Code, der nicht wiederverwendet werden kann. Dadurch wird Skimming, also das illegale Kopieren von Kartendaten, nahezu unmöglich gemacht.

    Q

    Kann ich mit einer EMV-Karte auch online bezahlen?

    Ja, mit einer EMV-Karte kannst du schnell und bequem online einkaufen. Der Chip ermöglicht auch digitale Unterschriften in deinem Online-Banking für zusätzliche Sicherheit. Viele EMV-Karten unterstützen zudem 3D-Secure-Verfahren für noch sicherere Online-Zahlungen.

    Q

    Was kostet eine neue EMV-Karte?

    Bei regulärem Kartenaustausch nach Ablauf ist die neue EMV-Karte kostenlos. Für eine vorzeitige Neuausstellung berechnen die meisten Banken zwischen 5 und 15 Euro. Bei Verlust oder Diebstahl können höhere Gebühren anfallen, diese variieren je nach Bank und Kontomodell.

    Q

    Funktioniert meine EMV-Karte auch im Ausland?

    EMV ist ein weltweiter Standard und funktioniert in über 80 Ländern problemlos. In manchen Ländern wie den USA sind noch nicht alle Terminals EMV-fähig, weshalb viele Karten zusätzlich einen Magnetstreifen als Backup haben. Informiere dich vor Reiseantritt über die Akzeptanz in deinem Zielland.

    Q

    Was passiert wenn der EMV-Chip beschädigt ist?

    Bei einem defekten Chip kannst du meist noch über den Magnetstreifen bezahlen, sofern vorhanden. Beantrage umgehend eine Ersatzkarte bei deiner Bank. Bis zur neuen Karte kannst du oft die Banking-App für mobiles Bezahlen nutzen oder Bargeld am Schalter mit Ausweis abheben.

  • Maestro vs. Mastercard: Die wichtigsten Unterschiede erklärt

    Maestro vs. Mastercard: Die wichtigsten Unterschiede erklärt

    Themen in diesem Artikel:

    • Was ist Maestro?: Maestro ist ein Bezahlsystem von Mastercard, das Girocards für weltweite Zahlungen erweitert – erkennbar am blau-roten Logo auf der Karte.
    • Funktionsweise des Maestro-Systems: Als Debit-System ermöglicht Maestro Geldabhebungen und bargeldloses Bezahlen im Ausland mit direkter Kontoabbuchung per PIN-Eingabe.
    • Maestro vs. Kreditkarte: Während Maestro direkt vom Girokonto abbucht, räumen Kreditkarten einen Kredit ein – mit unterschiedlichen Akzeptanzstellen und Gebührenmodellen.
    • Ende von Maestro 2023: Mastercard stellt die Maestro-Funktion ab Juli 2023 ein, spätestens Ende 2027 verschwinden alle Maestro-Karten vom Markt.

    Welche Kreditkarte passt zu dir?

    Maestro-Karte und Mastercard klingen ähnlich, sind aber grundverschieden: Maestro ist ein Bezahlsystem für Girocards, während Mastercard eine eigenständige Kreditkarte darstellt. Beide stammen zwar vom gleichen Anbieter Mastercard, funktionieren aber völlig unterschiedlich. Der Hauptunterschied liegt in der Abrechnung: Maestro bucht direkt vom Girokonto ab, Kreditkarten gewähren einen Zahlungsaufschub. Wir zeigen dir, wie Maestro genau funktioniert und worin sich die beiden Kartensysteme konkret unterscheiden.

    Was ist Maestro?

    Maestro ist kein eigenständiger Kartentyp, sondern eine Zusatzfunktion der Mastercard-Kreditkartengesellschaft. Banken geben keine separaten Maestro-Karten aus – stattdessen statten sie Girocards mit dieser Funktion aus. Diese Erweiterung ermöglicht es dir, deine Girocard weltweit einzusetzen, nicht nur in Deutschland. Das blau-rote Maestro-Logo auf der Kartenvorderseite zeigt dir, ob deine Girocard diese internationale Bezahlfunktion besitzt. Ohne Maestro-Logo bleibt deine Girocard auf Deutschland beschränkt.

    📌 Gut zu wissen

    Das blau-rote Maestro-Logo unterscheidet sich deutlich vom gelb-roten Mastercard-Logo. Viele verwechseln beide Symbole, obwohl sie komplett unterschiedliche Kartensysteme kennzeichnen. Maestro ist immer an eine Girocard gekoppelt, während Mastercard eine eigenständige Kreditkarte darstellt.

    Die Maestro-Funktion verwandelt deine gewöhnliche Girocard in ein international einsetzbares Zahlungsmittel. Während das gelb-rote Mastercard-Logo Kreditkarten kennzeichnet, signalisiert das blau-rote Maestro-Symbol die erweiterte Debit-Funktion deiner Girocard. Diese Unterscheidung ist wichtig, denn beide Systeme funktionieren grundlegend anders, auch wenn sie vom selben Unternehmen stammen.

    So funktioniert das Maestro-Bezahlsystem

    Maestro arbeitet als Debit-Zahlungssystem – der Begriff Debit bedeutet Lastschrift. Mit deiner Maestro-Girocard kannst du Geld an Automaten abheben und bargeldlos in Geschäften, Restaurants sowie Tankstellen bezahlen. Der entscheidende Vorteil gegenüber einer einfachen Girocard: Diese Funktionen stehen dir auch im Ausland zur Verfügung.

    Für jeden Zahlvorgang benötigst du deine vierstellige PIN, die du von deiner Bank erhalten hast. Ob Bargeldabhebung oder Kartenzahlung – das Geld wird sofort von deinem Girokonto abgebucht. Du erhältst keinen Kredit, sondern zahlst direkt aus deinem vorhandenen Guthaben. Diese Funktionsweise entspricht exakt dem Prinzip einer normalen Girocard und bietet die gleiche Sicherheit.

    💡 Tipp

    Prüfe vor Auslandsreisen unbedingt dein Kontoguthaben und informiere deine Bank über deine Reisepläne. Viele Banken sperren aus Sicherheitsgründen Karten bei ungewöhnlichen Auslandstransaktionen. Ein kurzer Anruf oder eine Nachricht im Online-Banking verhindert böse Überraschungen am Urlaubsort.

    Damit du Maestro nutzen kannst, muss das Maestro-Symbol sowohl an Geldautomaten als auch an Kassenterminals in Geschäften und Restaurants sichtbar sein. Innerhalb Deutschlands nutzt deine Karte das Girocard-System, während im Ausland automatisch das Maestro-System greift. Dein Konto muss ausreichend Guthaben aufweisen – bei fehlendem Guthaben wird die Zahlung verweigert. Online-Zahlungen unterstützen Girocards mit Maestro-Funktion grundsätzlich nicht.

    Maestro vs. Kreditkarte: Die Unterschiede

    Maestro-Karte und Kreditkarte werden häufig verwechselt, unterscheiden sich aber in wesentlichen Punkten. Die Abrechnung funktioniert grundlegend anders: Maestro bucht jeden Betrag sofort von deinem Girokonto ab, das entsprechendes Guthaben voraussetzen muss. Kreditkarten hingegen laufen über die Kreditkartengesellschaft, die dir bis zur monatlichen Abrechnung einen Kredit einräumt.

    Bei den Funktionen überschneiden sich beide Systeme teilweise: Geldabheben und bargeldloses Bezahlen, besonders im Ausland, beherrschen beide. Kreditkarten bieten jedoch einen entscheidenden Vorteil – sie werden bei Online-Zahlungen in der Regel akzeptiert, während Maestro-Girocards hier nicht funktionieren.

    📌 Gut zu wissen

    Die Akzeptanz im Einzelhandel variiert stark nach Region: In Europa dominiert Maestro, während in den USA und vielen asiatischen Ländern Kreditkarten deutlich verbreiteter sind. Für Fernreisen empfiehlt sich daher eine Kombination aus beiden Kartentypen.

    Die Akzeptanz unterscheidet sich deutlich: Maestro nennt etwa 15 Millionen Akzeptanzstellen weltweit. Mastercard als Kreditkarte punktet mit mehr als doppelt so vielen Akzeptanzstellen – rund 36 Millionen. Diese größere Verbreitung macht Kreditkarten flexibler einsetzbar.

    Bei den Gebühren zeigen sich ebenfalls Unterschiede: Maestro-Karten kosten meist nichts, die meisten Banken verzichten auf Kartengebühren. Geldabhebungen bei deiner Hausbank sind in der Regel kostenlos, an Fremdautomaten können im In- und Ausland Gebühren anfallen. Kreditkarten verlangen manchmal eine Jahresgebühr, wobei höhere Gebühren mehr Zusatzleistungen und besseren Service bedeuten. Viele Standard-Kreditkarten sind jedoch ebenfalls kostenlos.

    Das Ende von Maestro

    Mastercard hat im Oktober 2021 das Aus für Maestro beschlossen. Ab dem 1. Juli 2023 dürfen Banken abgelaufene Girocards mit Maestro-Funktion nicht mehr durch neue ersetzen. Maestro-Karten, die über diesen Stichtag hinaus gültig bleiben, kannst du noch bis zum Ende ihrer Laufzeit nutzen. Spätestens Ende 2027 verschwindet Maestro vollständig vom Markt.

    💡 Tipp

    Erkundige dich bei deiner Bank nach alternativen Debit-Kreditkarten wie Debit Mastercard oder Visa Debit. Diese neuen Kartentypen kombinieren die Vorteile von Girocards (direkte Abbuchung) mit der weltweiten Akzeptanz von Kreditkarten und funktionieren auch bei Online-Zahlungen.

    Für dich als Kund:in bedeutet das Maestro-Aus, dass du deine Girocard nicht mehr im Ausland einsetzen kannst – außer deine Bank bietet eine entsprechende Ersatzfunktion an. Im Inland funktioniert deine Girocard weiterhin problemlos über das deutsche Girocard-System. Viele Banken reagieren auf diese Änderung, indem sie alternative Bezahlfunktionen wie Debit Mastercard oder Visa Debit anbieten, die ähnliche internationale Einsatzmöglichkeiten ermöglichen.

    ❔ Häufig gestellte Fragen

    Q

    Was ist der Hauptunterschied zwischen Maestro und Kreditkarte?

    Maestro ist eine Debit-Funktion für Girocards mit sofortiger Kontoabbuchung, während Kreditkarten einen Zahlungsaufschub bis zur monatlichen Abrechnung gewähren und deutlich mehr Akzeptanzstellen bieten.

    Q

    Kann ich mit Maestro online bezahlen?

    Nein, Girocards mit Maestro-Funktion unterstützen keine Online-Zahlungen. Für Internet-Einkäufe benötigst du eine Kreditkarte oder andere Online-Zahlungsmittel wie PayPal oder Debit-Kreditkarten.

    Q

    Woran erkenne ich eine Maestro-Karte?

    Das blau-rote Maestro-Logo auf der Kartenvorderseite zeigt dir, dass deine Girocard mit der Maestro-Funktion ausgestattet ist. Ohne dieses Logo funktioniert die Karte nur in Deutschland.

    Q

    Was passiert mit meiner Maestro-Karte nach 2023?

    Bestehende Maestro-Karten bleiben bis zu ihrem Ablaufdatum gültig. Nach Juli 2023 werden jedoch keine neuen Maestro-Karten mehr ausgegeben. Spätestens Ende 2027 läuft die letzte Maestro-Karte ab und das System wird vollständig eingestellt.

    Q

    Welche Alternative gibt es zu Maestro für Auslandszahlungen?

    Banken bieten als Ersatz Debit-Kreditkarten wie Debit Mastercard oder Visa Debit an. Diese funktionieren wie Girocards mit direkter Abbuchung, bieten aber die weltweite Akzeptanz von Kreditkarten und ermöglichen auch Online-Zahlungen.

    Q

    Kostet eine Maestro-Karte Gebühren?

    Die Maestro-Karte selbst ist meist kostenlos, da es sich um eine Girocard mit Zusatzfunktion handelt. Gebühren können bei Bargeldabhebungen an Fremdautomaten oder bei Auslandseinsätzen anfallen. Die genauen Konditionen legt deine Bank fest.