Autor: O K

  • Dispositionskredit: So funktioniert der Dispo beim Girokonto

    Dispositionskredit: So funktioniert der Dispo beim Girokonto

    Themen in diesem Artikel:

    Welche Kreditkarte passt zu dir?

    So funktioniert der Dispo beim Girokonto

    Der Dispositionskredit ermöglicht dir bei sinkendem Kontostand eine schnelle und unbürokratische Geldleihe von deiner Bank. Wenn dein Girokonto ins Minus rutscht, springt dieser Kredit automatisch ein und sichert deine Zahlungsfähigkeit. Doch was umgangssprachlich etwas verharmlosend „überziehen“ heißt, ist in Wirklichkeit ein echter Kredit mit finanziellen Konsequenzen in Form von Zinsen.

    Was genau ist ein Girokonto-Dispo?

    Dispo ist die Kurzform für Dispositionskredit, wobei das aus dem Lateinischen stammende Wort im Finanzwesen ausdrückt, dass ein Darlehen zur freien Verfügung steht. Das bedeutet, du kannst das geliehene Geld ohne Zweckbindung einsetzen, wie du möchtest. Die Möglichkeit von Dispo-Krediten koppeln Banken dabei immer an ein dort vorhandenes Girokonto.

    Das Girokonto selbst ist für die meisten Menschen das wichtigste Bankkonto überhaupt. Der Begriff „Giro“ kommt aus dem Italienischen und bedeutet „Umlauf“ – ein passender Name, denn auf diesem Konto gehen Dinge wie Gehalt oder Rente ein und Ausgaben für Einkäufe oder Mieten ab. Über Bankkarten ist dabei ein bargeldloser Zahlungsverkehr möglich, und du kannst natürlich auch Bargeld abheben.

    Wie funktioniert das Überziehen des Kontos?

    Wenn du ein Girokonto hast, kannst du mit der Bank in der Regel eine Vereinbarung treffen, die es dir erlaubt, bis zu einer gewissen Grenze ins Minus zu rutschen. Diese Vereinbarung macht Zahlungen weiter möglich, obwohl du über kein eigenes Guthaben mehr verfügst. Siehst du also zum Beispiel auf deinem Konto einen Stand von -200 Euro, hast du dir 200 Euro von der Bank geliehen.

    Banken gewähren einen Dispo allerdings nicht aus Wohltätigkeit, sondern sie verlangen dafür Zinsen. Die sogenannten Dispozinsen liegen in der Regel deutlich über anderen Zinsarten, beispielsweise über denen für Verbraucherkredite. Je schneller du den Minusbetrag wieder ausgleichen kannst, desto besser für deinen Geldbeutel.

    Die Geschichte des Girokontos kurz erklärt

    Das heutige Girokonto hat seine Ursprünge im mittelalterlichen Italien bei den sogenannten bancherii, was vom Wort „bancus“ für Tisch abgeleitet ist. Bei diesen Finanzdienstleistern konnten Geschäftsleute bereits damals in Europa über weite Entfernungen hinweg bargeldlose Zahlungen tätigen – ein revolutionäres Konzept für die damalige Zeit.

    Wie hoch sind Dispo und Kosten?

    Nicht jeder Dispo ist gleich und nicht jedes Girokonto erlaubt einen. Die Bedingungen hängen von vielen Faktoren ab: dem Bankinstitut, den vertraglichen Bedingungen und vor allem deiner Kreditwürdigkeit.

    Bevor die Bank dir die Möglichkeit eines Dispokredites einräumt, prüft sie in der Regel deine Kreditwürdigkeit gründlich. Einerseits kennt sie die regelmäßigen Zahlungseingänge wie dein Gehalt, die jeden Monat auf dein Konto kommen. Andererseits fragen Banken auch Bonitäts-Auskunfteien wie die Schufa ab, um sich ein vollständiges Bild deiner finanziellen Situation zu machen.

    Erfüllst du alle Voraussetzungen für einen Dispokredit auf dem Girokonto, steht dir zunächst eine begrenzte Höhe zur Verfügung. Nach drei Gehaltseingängen kannst du in der Regel einen Maximalwert wählen, der dem zwei- bis dreifachen deines Gehalts entspricht. Sobald du dein Konto überziehst und in den negativen Bereich rutschst, wird der Dispo automatisch aktiviert und die Zinsen auf den entsprechenden Betrag angewandt.

    Die Zinshöhe variiert stark unter den Finanzinstituten und verschiedenen Kontovarianten. Meist liegt sie zwischen vier und 15 Prozent, was einen erheblichen Unterschied ausmachen kann. In einer besonders schwierigen finanziellen Situation kann es sogar passieren, dass du den Dispo überziehst. In diesem Fall kann die Bank noch höhere Zinsen berechnen oder im schlimmsten Fall sogar dein Konto sperren.

    So berechnest du die Dispozinsen

    Die Dispozinsen beziehen sich auf das Jahr, finden aber meist tageweise Anwendung. Eine Beispielrechnung verdeutlicht, wie hoch die Kosten für den Dispo sein können: Nehmen wir an, der Dispozins beträgt zehn Prozent pro Jahr und dein Konto ist für 15 Tage um 800 Euro überzogen.

    Die Formel zur Berechnung lautet: Saldo x Zinssatz x Dispotage / (Tage im Jahr x 100). In diesem Fall also 800 x 10 x 15 / 36500 = 3,29. Der Dispo kostet dich in diesem Beispiel also 3,29 Euro – das klingt wenig, kann sich aber bei längerer Nutzung schnell summieren.

    Weitere wichtige Tipps zum Dispokredit

    Die Zinsen für einen Dispo variieren sehr stark von Bank zu Bank, weshalb ein Vergleich durchaus Sinn ergibt. Überziehst du dein Girokonto regelmäßig, solltest du ein Finanzinstitut mit niedrigen Dispozinsen suchen, selbst wenn die Kontoführungsgebühr dafür etwas höher ist. Diese Strategie kann sich langfristig finanziell lohnen.

    Achte im Kleingedruckten genau auf die verwendeten Formulierungen, denn manche Banken versuchen, die wahren Kosten ihres Dispos zu verstecken. Zwar müssen sie laut Gesetz den Referenzwert angeben, von dem sich die Dispozinsen ableiten – zum Beispiel den Leitzins der Europäischen Zentralbank. Einige berechnen jedoch zusätzlich noch Aufschläge, ohne diese transparent zu benennen.

    Dispokredite haben im Vergleich zu Ratenkrediten oft deutlich höhere Zinsen und sind daher nur für kurze Zeiträume gedacht. Banken sind sogar gesetzlich dazu verpflichtet, dich über günstigere Alternativen aufzuklären, wenn du mehr als sechs Monate lang mindestens drei Viertel deines Disporahmens ausgeschöpft hast. Diese Regelung soll dich vor einer Schuldenspirale schützen.

    Überziehungszinsen im Wandel

    Inzwischen haben viele Finanzinstitute ihre Überziehungszinsen abgeschafft und berechnen in diesem Fall die normalen Dispozinsen. Diese Entwicklung kommt dir als Kund:in zugute, da die zusätzliche Kostenbelastung wegfällt.

    Häufig gestellte Fragen zum Dispokredit

    Was ist ein Dispositionskredit beim Girokonto?

    Ein Dispositionskredit ist eine Kreditlinie, die dir erlaubt, dein Girokonto bis zu einer vereinbarten Grenze zu überziehen. Die Bank gewährt dir dabei einen Kredit ohne Zweckbindung, für den du Zinsen zahlen musst.

    Wie hoch sind die Zinsen für einen Dispokredit?

    Die Dispozinsen variieren stark zwischen vier und 15 Prozent jährlich, abhängig von der Bank und dem Kontotyp. Sie liegen in der Regel deutlich über den Zinsen für normale Verbraucherkredite.

    Wie wird die Höhe meines Dispokredits festgelegt?

    Nach drei regelmäßigen Gehaltseingängen kannst du meist einen Disporahmen vom zwei- bis dreifachen deines monatlichen Gehalts wählen. Die Bank prüft vorher deine Kreditwürdigkeit und holt eine Schufa-Auskunft ein.

    Wie berechne ich die Kosten für meinen Dispo?

    Die Formel lautet: Saldo x Zinssatz x Dispotage / (Tage im Jahr x 100). Bei 800 Euro Überziehung für 15 Tage mit 10% Jahreszins zahlst du beispielsweise 3,29 Euro.

    Was passiert, wenn ich meinen Disporahmen überschreite?

    Überziehst du deinen Disporahmen, kann die Bank noch höhere Überziehungszinsen berechnen oder im schlimmsten Fall dein Konto sperren. Viele Banken haben aber die Überziehungszinsen mittlerweile abgeschafft.

    Wann sollte ich den Dispo nicht nutzen?

    Dispokredite sind nur für kurze Zeiträume gedacht. Nutzt du mehr als sechs Monate lang mindestens drei Viertel deines Disporahmens, muss die Bank dich über günstigere Alternativen wie Ratenkredite informieren.

    Kann jeder einen Dispokredit bekommen?

    Nein, die Bank prüft deine Kreditwürdigkeit anhand regelmäßiger Zahlungseingänge und einer Schufa-Auskunft. Nur bei positiver Bewertung wird dir ein Dispositionskredit eingeräumt.

  • Videoident: Online-Legitimation für dein Girokonto in 5 Minuten

    Videoident: Online-Legitimation für dein Girokonto in 5 Minuten

    Themen in diesem Artikel:

    Welche Kreditkarte passt zu dir?

    Du möchtest ein Girokonto online eröffnen und fragst dich, wie die Identitätsprüfung funktioniert? Mit Videoident legitimierst du dich in wenigen Minuten bequem von zu Hause aus. Das digitale Verfahren per Videochat ist seit 2016 von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) autorisiert und basiert auf den technologischen WebID-Standards. Was früher einen Gang zur Post erforderte, erledigst du heute einfach mit deinem Smartphone oder Laptop. Das Geldwäschegesetz schreibt diese Legitimationsprüfung vor, um deine Identität zu schützen und Geldwäsche zu verhindern.

    Das ist das Videoident-Verfahren

    Videoident ermöglicht dir die Online-Legitimationsprüfung per Videochat, ohne dass du deine Wohnung verlassen musst. Direktbanken, Onlinebanken und Neobanken nutzen dieses Verfahren hauptsächlich, um vor Abschluss eines Online-Girokontos deine Identität zu prüfen. Mittlerweile haben auch Filialbanken Videoident als Standard bei der digitalen Legitimationsprüfung etabliert.

    Die BaFin legitimierte das Videoident-Verfahren im Jahr 2016 offiziell. Seitdem ersetzt es zunehmend den bis dahin dominierenden Postident-Service der Deutschen Post AG. Der Vorteil liegt auf der Hand: Du sparst Zeit, Wege und kannst die Legitimation flexibel durchführen, wann es dir passt.

    📌 Gut zu wissen

    Das Videoident-Verfahren ist nicht bei allen Ausweisdokumenten möglich. Während Personalausweis und Reisepass akzeptiert werden, kannst du deinen Führerschein nicht verwenden. Ihm fehlen die notwendigen optischen Sicherheitsmerkmale und deine Meldeadresse.

    So funktioniert Videoident

    Für Videoident benötigst du zunächst ein gültiges Ausweisdokument, das mindestens drei Monate gültig sein muss. Dein Personalausweis ist ideal, alternativ funktioniert auch dein Reisepass mit Wohnsitzbestätigung. Deinen Führerschein kannst du nicht verwenden, da ihm die notwendigen optischen Sicherheitsmerkmale sowie deine Adresse fehlen.

    Die technische Ausrüstung bildet die zweite Voraussetzung für eine erfolgreiche Videoident-Prüfung. Du brauchst ein Smartphone, Tablet, Laptop oder einen PC mit funktionierender Webcam und Mikrofon. Achte auf gute Beleuchtung für die Bildübertragung, damit dein Gesicht und dein Ausweis klar erkennbar sind. Eine stabile Internetverbindung mit einer Bitrate zwischen 1,5 und 4 Mbit/s ist essenziell, damit der Videochat nicht abbricht. Dein Browser muss WebRTC (Web-Echtzeitkommunikation) unterstützen, was bei modernen Browsern standardmäßig der Fall ist.

    💡 Tipp

    Bereite dich optimal auf das Videoident-Verfahren vor: Teste vorab deine Webcam und das Mikrofon, lade deinen Handy-Akku vollständig auf und suche dir einen ruhigen Raum mit guter Beleuchtung. Halte deinen Ausweis griffbereit und prüfe, ob du stabilen Internetempfang hast. So vermeidest du technische Unterbrechungen während des Videochats.

    Nach dem Videochat erhältst du eine sechsstellige TAN per SMS auf dein Smartphone oder per E-Mail. Prüfe deshalb vorher, ob du ausreichend Netzempfang und stabiles WLAN hast. Ein voller Handy-Akku verhindert, dass dein Gerät während des Prozesses ausgeht.

    Step-by-Step: So läuft das Videoident-Verfahren ab

    Step 1: Nachdem du dich bei deiner Bank online angemeldet hast, erhältst du per E-Mail einen Link. Dieser leitet dich beispielsweise auf das Portal von WebID weiter. Das Unternehmen WebID Solutions mit Hauptsitz in Berlin zählt zu den führenden Anbietern für Online-Identifikationsdienstleistungen in Deutschland und Europa.

    Step 2: Auf dem WebID-Portal füllst du ein Formular mit deinen persönlichen Daten aus. WebID gleicht diese Angaben im Nachgang mit dem offiziellen Melderegister deines Wohnorts ab, um sicherzustellen, dass deine Daten korrekt sind.

    Step 3: Anschließend erhältst du einen Videocall von einem Mitarbeitenden aus dem WebID-Callcenter. Diese Person prüft deinen Ausweis auf Echtheit. Der Videocall läuft strukturiert ab: Erst hältst du die Vorderseite deines Ausweises vor die Webcam, dann die Rückseite. Anschließend wirst du aufgefordert, deine Ausweisnummer laut vorzulesen. Zum Abschluss wird ein Foto von deinem Gesicht und deinem Ausweisdokument gemacht. Du musst deinen Ausweis dabei bewegen, damit das Hologramm sichtbar wird und die Echtheit bestätigt werden kann.

    Step 4: Nach erfolgreichem Abgleich deiner Ausweisdaten und deines Gesichts bekommst du per SMS oder E-Mail eine sechsstellige TAN. Diese gibst du auf dem WebID-Portal ein und bestätigst damit deine Identität. Deine Legitimationsprüfung ist damit abgeschlossen.

    Step 5: Deine Personendaten werden anschließend verschlüsselt an deine Bank übermittelt. Wenig später erhältst du eine E-Mail mit den Zugangsdaten zu deinem neuen Girokonto. Der gesamte Vorgang dauert nur wenige Minuten und funktioniert unabhängig von den Öffnungszeiten deiner Bank.

    💡 Tipp

    Falls du während des Videochats nervös bist: Das ist völlig normal und die Mitarbeitenden kennen das. Nimm dir Zeit beim Vorzeigen deines Ausweises und frage nach, wenn du etwas nicht verstanden hast. Die geschulten Mitarbeitenden führen dich freundlich durch den gesamten Prozess und wiederholen gerne einzelne Schritte.

    Diese Banken bieten Videoident

    Das Videoident-Verfahren zählt mittlerweile zu den Standards der Online-Legitimationsprüfung bei vielen Bankinstituten. Dabei spielt es keine Rolle, ob deine Bank eine Filialbank, Neobank, Direktbank oder Onlinebank ist. Die Banken führen das Verfahren allerdings nicht selbst durch, sondern beauftragen spezialisierte Anbieter wie WebID damit.

    Diese Auslagerung hat praktische Gründe: WebID kann Kund:innen der Banken auch außerhalb der Banköffnungszeiten bedienen, da die Callcenter zwischen 8:00 Uhr und 22:00 Uhr sowie 365 Tage im Jahr aktiv sind. Außerdem müssen die Banken kein zusätzliches Personal abstellen und schulen, was durch die BaFin vorgeschrieben wäre. Die Zusammenarbeit mit spezialisierten Dienstleistern garantiert professionelle Abläufe und hohe Sicherheitsstandards.

    📌 Gut zu wissen

    Die Videoident-Zeiten von 8:00 bis 22:00 Uhr gelten für die meisten Anbieter, können aber je nach Bank variieren. Einige Neobanken bieten sogar 24/7-Videoident an. Prüfe die genauen Verfügbarkeitszeiten direkt bei deiner Bank oder im Anmeldeprozess.

    Online-Girokonto nur mit Video-Identifikation

    Wenn du in Deutschland ein Girokonto eröffnen möchtest, kommst du an einer Legitimationsüberprüfung nicht vorbei. Das Geldwäschegesetz (GwG) bildet die rechtliche Basis dafür und definiert genau, welche Informationen du bei einer Legitimationsprüfung angeben musst. In der Regel gehören dazu dein Vor- und Nachname, dein Geburtsdatum und Geburtsort, deine Staatsangehörigkeit sowie die Adresse, unter der du in Deutschland gemeldet bist.

    Mit der Überprüfung deiner Identität verfolgen die Kreditinstitute zwei wichtige Ziele: Einerseits wollen sie Geldwäsche vermeiden und andererseits dem Diebstahl von Identitäten einen Riegel vorschieben. Diese gesetzlichen Vorgaben schützen sowohl dich als Kund:in als auch das gesamte Finanzsystem vor kriminellen Aktivitäten.

    ❔ Häufig gestellte Fragen

    Q

    Wie lange dauert das Videoident-Verfahren insgesamt?

    Das komplette Videoident-Verfahren dauert in der Regel nur 5-10 Minuten. Der Videochat selbst nimmt etwa 3-5 Minuten in Anspruch, danach erhältst du sofort deine TAN zur Bestätigung. Die Kontoeröffnung ist meist noch am selben Tag abgeschlossen.

    Q

    Kann ich Videoident auch mit abgelaufenem Ausweis durchführen?

    Nein, dein Ausweis muss noch mindestens 3 Monate gültig sein. Mit einem abgelaufenen oder bald ablaufenden Ausweis wird das Videoident-Verfahren abgelehnt. Du musst zuerst einen neuen Ausweis beantragen.

    Q

    Was passiert, wenn die Internetverbindung während Videoident abbricht?

    Bei einem Verbindungsabbruch kannst du das Verfahren einfach neu starten. Du erhältst einen neuen Link und beginnst von vorne. Deine bereits eingegebenen Daten bleiben meist gespeichert. Wichtig ist eine stabile Verbindung mit mindestens 1,5 Mbit/s.

    Q

    Werden meine Daten bei Videoident sicher übertragen?

    Ja, die Datenübertragung erfolgt vollständig verschlüsselt über sichere Verbindungen. Die Anbieter wie WebID sind von der BaFin autorisiert und erfüllen höchste Sicherheitsstandards. Deine persönlichen Daten werden nur an die jeweilige Bank weitergeleitet und nicht anderweitig verwendet.

    Q

    Kostet mich das Videoident-Verfahren etwas?

    Nein, das Videoident-Verfahren ist für dich als Kunde komplett kostenlos. Die Kosten trägt die jeweilige Bank, bei der du das Konto eröffnest. Du benötigst nur deine eigene Internetverbindung und ein geeignetes Endgerät.

    Q

    Kann ich Videoident auch aus dem Ausland durchführen?

    Das hängt von der jeweiligen Bank ab. Viele Banken erlauben Videoident nur aus Deutschland, einige akzeptieren es auch aus EU-Ländern. Prüfe dies vorab bei deiner Bank. Du benötigst in jedem Fall eine deutsche Meldeadresse für die Kontoeröffnung.

  • Entgeltumwandlung: So sparst du clever mit der betrieblichen Altersvorsorge

    Entgeltumwandlung: So sparst du clever mit der betrieblichen Altersvorsorge

    Themen in diesem Artikel:

    • Aufbau der Betriebsrente durch bAV: Wie Angestellte durch Entgeltumwandlung elegant ihre Altersvorsorge aufbauen und dabei von steuerlichen Vorteilen profitieren können.
    • Direktversicherung als Durchführungsweg: Der Arbeitgeber schließt eine Lebens- oder Rentenversicherung ab, bei der du als Angestellte:r versicherte Person und bezugsberechtigt bist.
    • So funktioniert die Entgeltumwandlung: Ein Teil deines Bruttogehalts fließt direkt in die Betriebsrente, wodurch sich Steuern und Sozialabgaben reduzieren – mit konkretem Rechenbeispiel erklärt.
    • Vor- und Nachteile der bAV: Steuerliche Vorteile und Arbeitgeberzuschuss während der Ansparphase stehen späteren Abgaben auf die Rentenzahlung und reduziertem gesetzlichen Rentenanspruch gegenüber.
    • Dein gesetzlicher Anspruch: Seit 2002 haben alle Arbeitnehmer:innen einen rechtlichen Anspruch auf betriebliche Altersvorsorge durch Entgeltumwandlung.

    Welche Kreditkarte passt zu dir?

    Entgeltumwandlung bei betrieblicher Altersvorsorge

    Als Angestellte oder Angestellter kannst du durch Entgeltumwandlung bei der betrieblichen Altersvorsorge zusätzlich fürs Alter vorsorgen – und dein Chef oder deine Chefin hilft sogar beim Aufbau deiner Betriebsrente mit. Was zunächst nach kompliziertem Fachchinesisch aus der Finanzbranche klingt, bedeutet vereinfacht gesagt: Du kannst dadurch recht elegant deine Rente erhöhen. Dabei zahlst du einen Teil deines Bruttogehaltes in einen Vertrag zur betrieblichen Altersvorsorge ein und profitierst von steuerlichen Vorteilen sowie einem verpflichtenden Arbeitgeberzuschuss.

    So baust du deine Betriebsrente auf: Die bAV

    Bei der Entgeltumwandlung, auch Gehaltsumwandlung genannt, zahlen Arbeitnehmer:innen einen Teil ihres Bruttogehaltes in einen Vertrag zur betrieblichen Altersvorsorge, kurz bAV. Für diese bAV gibt es verschiedene Durchführungswege, wobei in diesem Artikel vorrangig der Weg über die Direktversicherung im Fokus steht.

    Am Ende der Laufzeit, also mit Eintritt ins Rentenalter, profitierst du von diesem bAV-Vertrag durch eine Betriebsrente, die du dein restliches Leben lang erhältst. Diese Betriebsrente bildet eine weitere Säule neben der Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung und gegebenenfalls Zahlungen aus einer privaten Altersvorsorge. Damit setzt du auf das bewährte Drei-Säulen-Modell der Altersvorsorge und sicherst deine finanzielle Zukunft breiter ab.

    Quick-Info: Das Drei-Säulen-Modell der Altersvorsorge

    Für deine spätere finanzielle Absicherung solltest du auf das Drei-Säulen-Modell der Altersvorsorge setzen. Die 1. Säule ist die gesetzliche Rentenversicherung, in die alle Angestellten pflichtmäßig einzahlen. Die 2. Säule ist die betriebliche Altersvorsorge. Die 3. Säule ist die private Altersvorsorge wie Riester- oder Rürup-Verträge und private Rentenversicherungen.

    💡 Tipp

    Nutze alle drei Säulen der Altersvorsorge für eine optimale Absicherung. Die betriebliche Altersvorsorge durch Entgeltumwandlung ist dabei besonders attraktiv, da du durch den Arbeitgeberzuschuss von mindestens 15 Prozent und die Steuervorteile effektiv mehr für deine Rente sparst, als du netto aufwendest.

    Direktversicherung bei der betrieblichen Altersversorgung

    Bei der bAV sind nicht die Angestellten die Vertragspartner:innen des jeweiligen Versicherungsunternehmens oder bAV-Anbieters, sondern der Arbeitgeber. Dieser hat fünf Durchführungswege zur Auswahl: Direktzusage, Unterstützungskasse, Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds.

    Die Direktversicherung wird dabei häufig gewählt. Bei diesem Durchführungsweg schließt der Arbeitgeber eine Lebens- oder Rentenversicherung bei einem Anbieter seiner Wahl ab. Die Arbeitnehmer:innen sind die versicherten Personen und bezugsberechtigt – das bedeutet konkret, dass sie bei Renteneintritt die entsprechenden Leistungen aus diesem Vertrag erhalten. Der Arbeitgeber bleibt zwar formaler Vertragspartner, doch die Ansprüche aus dem Vertrag stehen dir als Angestellte:r zu.

    So funktioniert die Entgeltumwandlung bei der bAV

    Bei der Entgeltumwandlung wird zwischen Angestellten und Arbeitgeber vereinbart, dass ein Teil des Bruttogehaltes nicht ausgezahlt wird, sondern in die Betriebsrente fließt – in den meisten Fällen in eine Direktversicherung. Da dein Brutto sinkt, sinken bis zu einem gewissen Höchstsatz auch die Sozialversicherungsanteile von Arbeitgeber und Angestellten. Du als Arbeitnehmer:in zahlst ebenfalls bis zu einem Höchstsatz auch weniger Steuern.

    Das klingt zunächst abstrakt, wird aber durch ein konkretes Rechenbeispiel schnell verständlich: Nehmen wir einen 30-jährigen Angestellten, Single, Steuerklasse I, keine Kinder, Wohnort Berlin, mit Kirchensteuer. Bei einem Bruttogehalt von 3.500 Euro ohne bAV-Zahlung bleiben ihm 2.186,48 Euro netto. Zahlt er nun 100 Euro in die bAV ein, reduziert sich sein Bruttogehalt auf 3.400 Euro, und sein Nettogehalt beträgt 2.134,96 Euro.

    Ein Rechenbeispiel: Angestellter, 30 Jahre, Single, Steuerklasse I, keine Kinder, Wohnort Berlin, mit Kirchensteuer; Angaben in Euro

    Ohne bAV-Zahlung Mit bAV-Zahlung
    Bruttogehalt 3.500,00 3.400,00
    Lohnsteuer -545,75 -517,91
    Solidaritätszuschlag 0,00 0,00
    Kirchensteuer -49,11 -46,61
    Rentenversicherung -325,50 -316,20
    Arbeitslosenversicherung -42,00 -40,80
    Krankenversicherung -280,00 -272,00
    Pflegeversicherung -71,16 -69,48
    Nettogehalt 2.186,48 2.134,96

    Quelle: www.nettolohn.de

    Durch die 100 Euro bAV-Zahlung verändert sich die Rechengröße für Steuern und Sozialabgaben grundlegend – es werden nicht mehr 3.500 Euro, sondern nur noch 3.400 Euro angesetzt. Der Angestellte hat also nur 51,52 Euro im Monat netto weniger zur Verfügung, spart aber monatlich 100 Euro für die Betriebsrente. Das bedeutet: Fast die Hälfte der Sparleistung wird durch die Steuer- und Sozialversicherungsersparnis finanziert.

    📌 Gut zu wissen

    Die tatsächliche Ersparnis bei der Entgeltumwandlung hängt von deinem individuellen Steuersatz und deiner persönlichen Situation ab. Je höher dein Einkommen und damit dein Steuersatz, desto größer ist der Steuervorteil bei der Entgeltumwandlung. Lass dir am besten eine individuelle Berechnung von deinem Arbeitgeber oder einem Steuerberater erstellen.

    Vor- und Nachteile der betrieblichen Altersvorsorge

    Entscheiden sich Arbeitnehmer:innen für die Direktversicherung oder die anderen Formen der bAV, zahlen sie weniger Steuern und Sozialabgaben. Je höher der bAV-Beitrag ist, desto höher wird diese Ersparnis. Wobei die Zahlungen in den bAV-Vertrag ab einer gewissen Höhe nicht mehr steuer- beziehungsweise sozialversicherungsfrei sind.

    Die Höchstgrenze bemisst sich nach der Beitragsbemessungsgrenze West in der allgemeinen Rentenversicherung und beträgt acht beziehungsweise vier Prozent davon. Der steuerfreie Höchstbetrag liegt für 2023 also bei 7.008 Euro, der sozialversicherungsfreie Höchstbetrag bei 3.504 Euro. Ein weiterer wichtiger Vorteil: Seit 2022 müssen Arbeitgeber zu allen Entgeltumwandlungen einen Zuschuss von mindestens 15 Prozent zahlen.

    Doch es gibt auch einige Nachteile der bAV, die du kennen solltest. Wenn die Betriebsrente im Alter ausgezahlt wird, musst du dafür vergleichsweise hohe Abgaben zahlen. Für Rentner:innen, die gesetzlich krankenversichert sind, wird der volle Beitrag für die Kranken- und Pflegeversicherung fällig.

    Auch Einkommensteuer ist auf Rentenzahlungen fällig. Zudem sinkt der Anspruch aus der gesetzlichen Rentenversicherung, denn maßgeblich für deinen Rentenanspruch ist dein Bruttoeinkommen – und das sinkt ja durch die bAV. Diese nachgelagerte Besteuerung und die Sozialversicherungsbeiträge im Alter solltest du bei deiner Entscheidung für oder gegen eine bAV unbedingt berücksichtigen und in deine Kalkulation einbeziehen.

    💡 Tipp

    Lass dir von deinem Arbeitgeber oder einem unabhängigen Berater eine Netto-Vorher-Nachher-Rechnung erstellen, die auch die späteren Abgaben im Rentenalter berücksichtigt. So erhältst du einen realistischen Überblick über die tatsächlichen Vorteile der bAV in deiner individuellen Situation. Bedenke dabei: Trotz späterer Abgaben lohnt sich die bAV oft durch den Arbeitgeberzuschuss und die Zinseszinseffekte über die lange Laufzeit.

    Dein gesetzlicher Anspruch auf betriebliche Altersvorsorge

    Seit 2002 haben alle Arbeitnehmer:innen einen gesetzlichen Anspruch auf betriebliche Altersvorsorge durch Entgeltumwandlung. Allerdings können die Arbeitgeber entscheiden, welche Anlageform beziehungsweise welchen Durchführungsweg sie wählen. Bietet dein Arbeitgeber keine bAV an, frage aktiv nach – es ist dein gutes Recht.

    📌 Gut zu wissen

    Der gesetzliche Anspruch auf Entgeltumwandlung gilt für alle Arbeitnehmer:innen, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind. Ausgenommen sind nur geringfügig Beschäftigte (Minijobber) und Beamte. Der Arbeitgeber kann dir die Entgeltumwandlung nicht verweigern, hat aber das Recht, den Durchführungsweg und den Anbieter zu bestimmen.

    Dieser gesetzliche Anspruch bedeutet konkret: Dein Arbeitgeber kann dir die Möglichkeit zur Entgeltumwandlung nicht verwehren. Du hast das Recht, einen Teil deines Gehalts für die Altersvorsorge zu nutzen und dabei von den steuerlichen Vorteilen zu profitieren. Nutze dieses Recht und sprich mit deinem Arbeitgeber über die Möglichkeiten der betrieblichen Altersvorsorge in deinem Unternehmen.

    ❔ Häufig gestellte Fragen

    Q

    Was bedeutet Entgeltumwandlung bei der betrieblichen Altersvorsorge?

    Bei der Entgeltumwandlung zahlst du einen Teil deines Bruttogehalts in einen bAV-Vertrag ein. Dadurch reduzieren sich deine Steuern und Sozialabgaben, während du gleichzeitig für deine Betriebsrente sparst. Du verzichtest auf einen Teil deines Bruttogehalts, der direkt in deine Altersvorsorge fließt.

    Q

    Wie hoch ist der Arbeitgeberzuschuss zur betrieblichen Altersvorsorge?

    Seit 2022 müssen Arbeitgeber zu allen Entgeltumwandlungen einen Zuschuss von mindestens 15 Prozent zahlen. Dieser Zuschuss erhöht deine Sparleistung für die Betriebsrente zusätzlich zu den Steuervorteilen. Manche Arbeitgeber zahlen freiwillig auch mehr als die gesetzlichen 15 Prozent.

    Q

    Bis zu welcher Höhe ist die Entgeltumwandlung steuer- und sozialversicherungsfrei?

    Für 2023 liegt der steuerfreie Höchstbetrag bei 7.008 Euro jährlich (8% der Beitragsbemessungsgrenze West), der sozialversicherungsfreie Höchstbetrag bei 3.504 Euro (4% der Beitragsbemessungsgrenze West). Diese Grenzen werden jährlich angepasst.

    Q

    Lohnt sich die betriebliche Altersvorsorge trotz späterer Abgaben?

    In vielen Fällen ja, besonders durch den verpflichtenden Arbeitgeberzuschuss von 15 Prozent und die Steuervorteile während der Ansparphase. Die Zinseszinseffekte über die lange Laufzeit können die späteren Abgaben oft mehr als ausgleichen. Eine individuelle Berechnung ist jedoch empfehlenswert.

    Q

    Was passiert mit meiner bAV bei einem Jobwechsel?

    Bei einem Jobwechsel hast du mehrere Optionen: Du kannst den Vertrag privat weiterführen, ruhen lassen oder zum neuen Arbeitgeber mitnehmen. Die Ansprüche, die du bereits erworben hast (unverfallbare Anwartschaften), bleiben dir in jedem Fall erhalten. Der neue Arbeitgeber ist jedoch nicht verpflichtet, den alten Vertrag zu übernehmen.

    Q

    Kann ich die Entgeltumwandlung jederzeit stoppen oder ändern?

    Grundsätzlich ja, aber die genauen Modalitäten hängen von der Vereinbarung mit deinem Arbeitgeber ab. Viele Verträge sehen flexible Anpassungsmöglichkeiten vor, etwa bei finanziellen Engpässen. Eine komplette Kündigung mit Auszahlung des angesparten Kapitals ist jedoch meist nicht möglich – das Geld bleibt für die Altersvorsorge gebunden.

  • EMV-Chip: So schützt die Chip-Technologie deine Bankkarte

    EMV-Chip: So schützt die Chip-Technologie deine Bankkarte

    Themen in diesem Artikel:

    • Was ist ein EMV-Chip: Der 10 x 8 Millimeter große Microchip ersetzt den Magnetstreifen und verschlüsselt deine Bankdaten sicher auf der Karte.
    • Funktionsweise und Sicherheit: EMV-Chips schützen durch Verschlüsselung und PIN-Eingabe deutlich besser vor Skimming als herkömmliche Magnetstreifen.
    • Schutz vor Skimming: Kriminelle können Kartendaten nicht mehr einfach kopieren, da die Informationen verschlüsselt auf dem Chip liegen.
    • EMV-Karte erhalten: Bei Ablauf deiner alten Karte erhältst du automatisch eine neue EMV-Karte oder kannst sie vorzeitig beantragen.
    • EMV-Transaktion: Der Chip kommuniziert direkt mit dem Terminal über ein spezielles Protokoll für maximale Sicherheit bei jeder Zahlung.
    • Kontaktloses Bezahlen: Mit NFC-Technologie zahlst du schnell und bequem, indem du die Karte nah ans Terminal hältst.

    Der EMV-Chip macht deine Bankkarte deutlich sicherer als den alten Magnetstreifen. Dieser kleine Microchip verschlüsselt deine Kontodaten und schützt sie zusammen mit deiner vierstelligen PIN vor unbefugtem Zugriff. Während Kriminelle früher Magnetstreifen relativ einfach kopieren konnten, wird das mit der EMV-Technologie nahezu unmöglich.

    In diesem Artikel erfährst du, wie der EMV-Chip funktioniert, warum er dein Girokonto besser schützt und was die Technologie für die Zukunft von Bankkarten bedeutet. Du lernst außerdem, wie du kontaktlos mit deiner EMV-Karte bezahlen kannst und welche Schritte beim Erhalt einer neuen Karte wichtig sind.

    Das ist ein EMV-Chip

    Der EMV-Chip misst gerade einmal 10 x 8 Millimeter und befindet sich auf modernen Bankkarten. EMV bezeichnet eine Technologie für Giro- und Kreditkarten, die anstelle eines Magnetstreifens einen Microchip nutzen. Das Kürzel EMV setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der drei Unternehmen zusammen, die diese Technologie in den 1990er-Jahren in Europa eingeführt haben: Europay International, Mastercard und Visa.

    Mit der Einführung des EMV-Chips wurden auch die passenden Geldautomaten und POS-Terminals in Europa lanciert. Diese Kartenlesegeräte ermöglichen das bargeldlose Zahlen mit der neuen Technologie. Die Entwicklung markierte einen wichtigen Meilenstein für mehr Sicherheit im Zahlungsverkehr.

    So funktioniert ein EMV-Chip

    Der EMV-Chip stellt die Weiterentwicklung des klassischen Magnetstreifens dar. Während bei herkömmlichen Karten die Transaktionen über den Magnetstreifen vollzogen werden, geschieht das bei neuen Karten mit EMV-Technologie über den Microchip. Diese technologische Veränderung macht EMV-Bankkarten deutlich sicherer als solche mit Magnetstreifen.

    Die Sicherheit basiert auf einem entscheidenden Unterschied: Bei einer EMV-Karte liegen die Bankdaten nicht offen auf dem Magnetstreifen, sondern verschlüsselt auf dem EMV-Chip. Entschlüsselt wird der Chip erst mit Eingabe deiner vierstelligen persönlichen Identifikationsnummer. Damit wird Skimming, also das illegale Kopieren der Kartendaten, deutlich erschwert. Darüber hinaus kannst du mit einer EMV-Karte schnell und bequem online einkaufen oder in deinem Online-Banking digital unterschreiben.

    💡 Tipp

    Überprüfe beim Bezahlen immer, ob das Terminal ein offizielles Gerät ist. Achte auf das EMV-Symbol am Kartenlesegerät und stelle sicher, dass keine zusätzlichen Aufsätze am Karteneinschub angebracht sind. Bei Verdacht auf Manipulation informiere sofort das Personal oder deine Bank.

    Good to know: Das ist Skimming

    Der Begriff Skimming kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt „abschöpfen“. Bei Bankkarten meint Skimming das illegale Kopieren beziehungsweise Auslesen der Bankdaten über den Magnetstreifen. Der Datenklau geschieht vor allem an Geldautomaten und Kartenlesegeräten.

    Zum Kopieren der Bankdaten installieren Kriminelle ein zusätzliches Kartenlesegerät direkt vor dem Karteneinschub. Schieben Kund:innen ihre Karte in das Gerät, speichert das vorgeschaltete Gerät die Kartendaten. Zum Ausspähen der PIN kleben die Betrüger:innen eine winzige Kamera in den Bankautomaten, um damit die Eingabe der PIN abzufilmen. Ergänzt wird diese Methode durch eine gefälschte Tastatur, den sogenannten Skimmer, der über die echte Tastatur geklebt wird und die Tastenkombination aufzeichnet.

    📌 Gut zu wissen

    EMV-Chips sind zwar sehr sicher gegen Skimming, aber nicht völlig immun gegen alle Betrugsarten. Online-Betrug und Phishing-Attacken können weiterhin deine Kartendaten gefährden. Gib deine Kartendaten daher niemals auf unseriösen Webseiten ein und achte immer auf verschlüsselte Verbindungen (https://).

    Nach dem Auslesen der Bankdaten und der PIN können die Betrüger:innen eine gefälschte Bankkarte erstellen und damit Geld vom verknüpften Girokonto abheben. Vor diesem Hintergrund sollen beispielsweise Kredit- und Debitkarten des US-Unternehmens Mastercard ab dem Jahr 2033 nicht mehr mit Magnetstreifen ausgegeben werden. Der EMV-Chip wird dann Standard, zumindest bei Mastercard.

    So bekommst du eine Bankkarte mit EMV-Chip

    Falls du noch eine Bankkarte mit Magnetstreifen benutzt, wird diese mit Ablauf durch eine neue Karte mit EMV-Chip ersetzt. In diesem Fall wird dir die neue EMV-Karte automatisch zugeschickt. Du musst also nichts weiter unternehmen und erhältst die sichere Karte rechtzeitig per Post.

    Bei zahlreichen Kreditinstituten kannst du auch vor Ablauf deiner alten Karte eine neue Debit- oder Kreditkarte mit EMV-Chip für dein Girokonto beantragen. Das ist besonders praktisch, wenn du die erhöhte Sicherheit nicht bis zum regulären Ablauf deiner aktuellen Karte abwarten möchtest.

    💡 Tipp

    Wenn du viel reist oder häufig online einkaufst, beantrage proaktiv eine neue EMV-Karte bei deiner Bank. Die meisten Institute stellen dir gegen eine geringe Gebühr (meist 5-10 Euro) sofort eine neue Karte aus. Die erhöhte Sicherheit ist diese Investition definitiv wert.

    EMV-Transaktion: So läuft sie ab

    Eine Kartentransaktion mit EMV-Chip unterscheidet sich deutlich von einer Transaktion, die über einen Magnetstreifen ausgeführt wird. Bei einer Bankkarte mit Magnetstreifen liest das Terminal die Bankdaten vom Magnetstreifen und übernimmt anschließend die weitere Abwicklung der Transaktion. Das Verfahren ist relativ einfach und bietet wenig Schutz.

    Bei einer Bankkarte mit EMV-Chip findet hingegen eine aktive Interaktion zwischen Chip und Terminal statt. Basis dafür ist ein EMV-Transaktionsprotokoll, das auf EMV-Spezifikationen basiert. Diese Spezifikationen werden bis zur Freigabe der Transaktion mittels PIN durchlaufen. Der Chip prüft dabei verschiedene Sicherheitsmerkmale und kommuniziert verschlüsselt mit dem Terminal, was die Transaktion erheblich sicherer macht.

    Kontaktlos Bezahlen mit EMV-Karte

    Die Abwicklung von kontaktlosen Zahlungen mit einer EMV-Karte geschieht über die sogenannte Near Field Communication (NFC). Die NFC-Technologie ist der weltweite Standard für kontaktloses Bezahlen mit der Karte und ermöglicht besonders schnelle Transaktionen.

    Für die Kommunikation zwischen Karte und Terminal ist der EMV-Chip verantwortlich. Er sorgt dafür, dass die Bankkarte mit dem NFC-Terminal kommunizieren kann. Voraussetzung dafür ist, dass Karte und Terminal mit der NFC-Technologie ausgestattet sind. Ist das der Fall, wird am Terminal ein elektromagnetisches Feld erzeugt. Dadurch wird der EMV-Chip einmalig und nur für diese Transaktion aktiviert.

    Im nächsten Schritt hältst du die Karte nah an das NFC-Terminal und die Transaktion wird nach Eingabe der PIN ausgeführt. Der gezahlte Betrag wird vom mit der Karte verknüpften Girokonto abgebucht. Das gesamte Verfahren dauert nur wenige Sekunden und ist dabei genauso sicher wie das Einstecken der Karte.

    📌 Gut zu wissen

    Bei Beträgen unter 50 Euro ist meist keine PIN-Eingabe nötig beim kontaktlosen Bezahlen. Nach mehreren kontaktlosen Transaktionen ohne PIN fordert das System aus Sicherheitsgründen automatisch wieder die PIN-Eingabe an. Dies dient als zusätzlicher Schutz vor Missbrauch bei Verlust oder Diebstahl.

    Kurz erklärt: Kontaktlos-Funktion bei EMV-Karten aktivieren

    Bevor du mit deiner neuen EMV-Karte kontaktlos bezahlen kannst, musst du die Kontaktlos-Funktion aktivieren. Grund dafür ist ein Versandschutz, über den neue Debit- oder Kreditkarten verfügen, wenn sie verschickt werden. Um den Versandschutz aufzuheben, musst du einmal mit deiner neuen Karte bezahlen oder Geld am Automaten abheben. Erst durch das Einstecken der Karte in das Bezahlgerät oder den Geldautomaten wird die Kontaktlos-Funktion freigeschaltet und du kannst anschließend auch kontaktlos bezahlen.

    ❔ Häufig gestellte Fragen

    Q

    Was bedeutet EMV bei Bankkarten?

    EMV steht für Europay International, Mastercard und Visa – die drei Unternehmen, die diese Chip-Technologie in den 1990er-Jahren in Europa eingeführt haben. Der EMV-Chip ersetzt den unsicheren Magnetstreifen und bietet durch Verschlüsselung deutlich mehr Sicherheit.

    Q

    Wie schützt der EMV-Chip vor Kartenbetrug?

    Der EMV-Chip speichert deine Bankdaten verschlüsselt und gibt sie nur nach PIN-Eingabe frei. Zusätzlich erstellt er für jede Transaktion einen einmaligen Code, der nicht wiederverwendet werden kann. Dadurch wird Skimming, also das illegale Kopieren von Kartendaten, nahezu unmöglich gemacht.

    Q

    Kann ich mit einer EMV-Karte auch online bezahlen?

    Ja, mit einer EMV-Karte kannst du schnell und bequem online einkaufen. Der Chip ermöglicht auch digitale Unterschriften in deinem Online-Banking für zusätzliche Sicherheit. Viele EMV-Karten unterstützen zudem 3D-Secure-Verfahren für noch sicherere Online-Zahlungen.

    Q

    Was kostet eine neue EMV-Karte?

    Bei regulärem Kartenaustausch nach Ablauf ist die neue EMV-Karte kostenlos. Für eine vorzeitige Neuausstellung berechnen die meisten Banken zwischen 5 und 15 Euro. Bei Verlust oder Diebstahl können höhere Gebühren anfallen, diese variieren je nach Bank und Kontomodell.

    Q

    Funktioniert meine EMV-Karte auch im Ausland?

    EMV ist ein weltweiter Standard und funktioniert in über 80 Ländern problemlos. In manchen Ländern wie den USA sind noch nicht alle Terminals EMV-fähig, weshalb viele Karten zusätzlich einen Magnetstreifen als Backup haben. Informiere dich vor Reiseantritt über die Akzeptanz in deinem Zielland.

    Q

    Was passiert wenn der EMV-Chip beschädigt ist?

    Bei einem defekten Chip kannst du meist noch über den Magnetstreifen bezahlen, sofern vorhanden. Beantrage umgehend eine Ersatzkarte bei deiner Bank. Bis zur neuen Karte kannst du oft die Banking-App für mobiles Bezahlen nutzen oder Bargeld am Schalter mit Ausweis abheben.

  • Maestro vs. Mastercard: Die wichtigsten Unterschiede erklärt

    Maestro vs. Mastercard: Die wichtigsten Unterschiede erklärt

    Themen in diesem Artikel:

    • Was ist Maestro?: Maestro ist ein Bezahlsystem von Mastercard, das Girocards für weltweite Zahlungen erweitert – erkennbar am blau-roten Logo auf der Karte.
    • Funktionsweise des Maestro-Systems: Als Debit-System ermöglicht Maestro Geldabhebungen und bargeldloses Bezahlen im Ausland mit direkter Kontoabbuchung per PIN-Eingabe.
    • Maestro vs. Kreditkarte: Während Maestro direkt vom Girokonto abbucht, räumen Kreditkarten einen Kredit ein – mit unterschiedlichen Akzeptanzstellen und Gebührenmodellen.
    • Ende von Maestro 2023: Mastercard stellt die Maestro-Funktion ab Juli 2023 ein, spätestens Ende 2027 verschwinden alle Maestro-Karten vom Markt.

    Welche Kreditkarte passt zu dir?

    Maestro-Karte und Mastercard klingen ähnlich, sind aber grundverschieden: Maestro ist ein Bezahlsystem für Girocards, während Mastercard eine eigenständige Kreditkarte darstellt. Beide stammen zwar vom gleichen Anbieter Mastercard, funktionieren aber völlig unterschiedlich. Der Hauptunterschied liegt in der Abrechnung: Maestro bucht direkt vom Girokonto ab, Kreditkarten gewähren einen Zahlungsaufschub. Wir zeigen dir, wie Maestro genau funktioniert und worin sich die beiden Kartensysteme konkret unterscheiden.

    Was ist Maestro?

    Maestro ist kein eigenständiger Kartentyp, sondern eine Zusatzfunktion der Mastercard-Kreditkartengesellschaft. Banken geben keine separaten Maestro-Karten aus – stattdessen statten sie Girocards mit dieser Funktion aus. Diese Erweiterung ermöglicht es dir, deine Girocard weltweit einzusetzen, nicht nur in Deutschland. Das blau-rote Maestro-Logo auf der Kartenvorderseite zeigt dir, ob deine Girocard diese internationale Bezahlfunktion besitzt. Ohne Maestro-Logo bleibt deine Girocard auf Deutschland beschränkt.

    📌 Gut zu wissen

    Das blau-rote Maestro-Logo unterscheidet sich deutlich vom gelb-roten Mastercard-Logo. Viele verwechseln beide Symbole, obwohl sie komplett unterschiedliche Kartensysteme kennzeichnen. Maestro ist immer an eine Girocard gekoppelt, während Mastercard eine eigenständige Kreditkarte darstellt.

    Die Maestro-Funktion verwandelt deine gewöhnliche Girocard in ein international einsetzbares Zahlungsmittel. Während das gelb-rote Mastercard-Logo Kreditkarten kennzeichnet, signalisiert das blau-rote Maestro-Symbol die erweiterte Debit-Funktion deiner Girocard. Diese Unterscheidung ist wichtig, denn beide Systeme funktionieren grundlegend anders, auch wenn sie vom selben Unternehmen stammen.

    So funktioniert das Maestro-Bezahlsystem

    Maestro arbeitet als Debit-Zahlungssystem – der Begriff Debit bedeutet Lastschrift. Mit deiner Maestro-Girocard kannst du Geld an Automaten abheben und bargeldlos in Geschäften, Restaurants sowie Tankstellen bezahlen. Der entscheidende Vorteil gegenüber einer einfachen Girocard: Diese Funktionen stehen dir auch im Ausland zur Verfügung.

    Für jeden Zahlvorgang benötigst du deine vierstellige PIN, die du von deiner Bank erhalten hast. Ob Bargeldabhebung oder Kartenzahlung – das Geld wird sofort von deinem Girokonto abgebucht. Du erhältst keinen Kredit, sondern zahlst direkt aus deinem vorhandenen Guthaben. Diese Funktionsweise entspricht exakt dem Prinzip einer normalen Girocard und bietet die gleiche Sicherheit.

    💡 Tipp

    Prüfe vor Auslandsreisen unbedingt dein Kontoguthaben und informiere deine Bank über deine Reisepläne. Viele Banken sperren aus Sicherheitsgründen Karten bei ungewöhnlichen Auslandstransaktionen. Ein kurzer Anruf oder eine Nachricht im Online-Banking verhindert böse Überraschungen am Urlaubsort.

    Damit du Maestro nutzen kannst, muss das Maestro-Symbol sowohl an Geldautomaten als auch an Kassenterminals in Geschäften und Restaurants sichtbar sein. Innerhalb Deutschlands nutzt deine Karte das Girocard-System, während im Ausland automatisch das Maestro-System greift. Dein Konto muss ausreichend Guthaben aufweisen – bei fehlendem Guthaben wird die Zahlung verweigert. Online-Zahlungen unterstützen Girocards mit Maestro-Funktion grundsätzlich nicht.

    Maestro vs. Kreditkarte: Die Unterschiede

    Maestro-Karte und Kreditkarte werden häufig verwechselt, unterscheiden sich aber in wesentlichen Punkten. Die Abrechnung funktioniert grundlegend anders: Maestro bucht jeden Betrag sofort von deinem Girokonto ab, das entsprechendes Guthaben voraussetzen muss. Kreditkarten hingegen laufen über die Kreditkartengesellschaft, die dir bis zur monatlichen Abrechnung einen Kredit einräumt.

    Bei den Funktionen überschneiden sich beide Systeme teilweise: Geldabheben und bargeldloses Bezahlen, besonders im Ausland, beherrschen beide. Kreditkarten bieten jedoch einen entscheidenden Vorteil – sie werden bei Online-Zahlungen in der Regel akzeptiert, während Maestro-Girocards hier nicht funktionieren.

    📌 Gut zu wissen

    Die Akzeptanz im Einzelhandel variiert stark nach Region: In Europa dominiert Maestro, während in den USA und vielen asiatischen Ländern Kreditkarten deutlich verbreiteter sind. Für Fernreisen empfiehlt sich daher eine Kombination aus beiden Kartentypen.

    Die Akzeptanz unterscheidet sich deutlich: Maestro nennt etwa 15 Millionen Akzeptanzstellen weltweit. Mastercard als Kreditkarte punktet mit mehr als doppelt so vielen Akzeptanzstellen – rund 36 Millionen. Diese größere Verbreitung macht Kreditkarten flexibler einsetzbar.

    Bei den Gebühren zeigen sich ebenfalls Unterschiede: Maestro-Karten kosten meist nichts, die meisten Banken verzichten auf Kartengebühren. Geldabhebungen bei deiner Hausbank sind in der Regel kostenlos, an Fremdautomaten können im In- und Ausland Gebühren anfallen. Kreditkarten verlangen manchmal eine Jahresgebühr, wobei höhere Gebühren mehr Zusatzleistungen und besseren Service bedeuten. Viele Standard-Kreditkarten sind jedoch ebenfalls kostenlos.

    Das Ende von Maestro

    Mastercard hat im Oktober 2021 das Aus für Maestro beschlossen. Ab dem 1. Juli 2023 dürfen Banken abgelaufene Girocards mit Maestro-Funktion nicht mehr durch neue ersetzen. Maestro-Karten, die über diesen Stichtag hinaus gültig bleiben, kannst du noch bis zum Ende ihrer Laufzeit nutzen. Spätestens Ende 2027 verschwindet Maestro vollständig vom Markt.

    💡 Tipp

    Erkundige dich bei deiner Bank nach alternativen Debit-Kreditkarten wie Debit Mastercard oder Visa Debit. Diese neuen Kartentypen kombinieren die Vorteile von Girocards (direkte Abbuchung) mit der weltweiten Akzeptanz von Kreditkarten und funktionieren auch bei Online-Zahlungen.

    Für dich als Kund:in bedeutet das Maestro-Aus, dass du deine Girocard nicht mehr im Ausland einsetzen kannst – außer deine Bank bietet eine entsprechende Ersatzfunktion an. Im Inland funktioniert deine Girocard weiterhin problemlos über das deutsche Girocard-System. Viele Banken reagieren auf diese Änderung, indem sie alternative Bezahlfunktionen wie Debit Mastercard oder Visa Debit anbieten, die ähnliche internationale Einsatzmöglichkeiten ermöglichen.

    ❔ Häufig gestellte Fragen

    Q

    Was ist der Hauptunterschied zwischen Maestro und Kreditkarte?

    Maestro ist eine Debit-Funktion für Girocards mit sofortiger Kontoabbuchung, während Kreditkarten einen Zahlungsaufschub bis zur monatlichen Abrechnung gewähren und deutlich mehr Akzeptanzstellen bieten.

    Q

    Kann ich mit Maestro online bezahlen?

    Nein, Girocards mit Maestro-Funktion unterstützen keine Online-Zahlungen. Für Internet-Einkäufe benötigst du eine Kreditkarte oder andere Online-Zahlungsmittel wie PayPal oder Debit-Kreditkarten.

    Q

    Woran erkenne ich eine Maestro-Karte?

    Das blau-rote Maestro-Logo auf der Kartenvorderseite zeigt dir, dass deine Girocard mit der Maestro-Funktion ausgestattet ist. Ohne dieses Logo funktioniert die Karte nur in Deutschland.

    Q

    Was passiert mit meiner Maestro-Karte nach 2023?

    Bestehende Maestro-Karten bleiben bis zu ihrem Ablaufdatum gültig. Nach Juli 2023 werden jedoch keine neuen Maestro-Karten mehr ausgegeben. Spätestens Ende 2027 läuft die letzte Maestro-Karte ab und das System wird vollständig eingestellt.

    Q

    Welche Alternative gibt es zu Maestro für Auslandszahlungen?

    Banken bieten als Ersatz Debit-Kreditkarten wie Debit Mastercard oder Visa Debit an. Diese funktionieren wie Girocards mit direkter Abbuchung, bieten aber die weltweite Akzeptanz von Kreditkarten und ermöglichen auch Online-Zahlungen.

    Q

    Kostet eine Maestro-Karte Gebühren?

    Die Maestro-Karte selbst ist meist kostenlos, da es sich um eine Girocard mit Zusatzfunktion handelt. Gebühren können bei Bargeldabhebungen an Fremdautomaten oder bei Auslandseinsätzen anfallen. Die genauen Konditionen legt deine Bank fest.

  • P-Konto: Pfändungsschutz für dein Girokonto sichern

    P-Konto: Pfändungsschutz für dein Girokonto sichern

    Themen in diesem Artikel:

    • Was ist ein P-Konto: Ein Pfändungsschutzkonto schützt deinen Grundfreibetrag vor Gläubiger:innen und sichert dein Existenzminimum bei Kontopfändung.
    • Folgen einer Kontopfändung: Ohne P-Konto werden Geldeingänge gesperrt, Lastschriften nicht bedient und du kannst deinen Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten.
    • Wann ein P-Konto eröffnen: Bei drohender oder bestehender Pfändung ist die Umwandlung sinnvoll, vorsorglich solltest du jedoch darauf verzichten.
    • Umwandlung in P-Konto: Jede Bank muss dein Girokonto gebührenfrei umwandeln, bei Pfändung innerhalb von vier Tagen nach Antrag.
    • Grundfreibetrag erhöhen: Bei Unterhaltspflichten, Kindergeld oder Sozialleistungen kannst du den Freibetrag durch Bescheinigungen erhöhen lassen.

    Welche Kreditkarte passt zu dir?

    P-Konto – das Wichtigste zum Pfändungsschutz kurz erklärt

    Eine Kontopfändung kann dein Leben von einem Tag auf den anderen komplett auf den Kopf stellen. Plötzlich stehen dir deine Geldeingänge nicht mehr zur Verfügung, deine Geldkarte funktioniert nicht mehr und du kannst deinen Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten. Die Lösung: Wandle dein Girokonto schnellstens in ein P-Konto um. Nur so greift der gesetzliche Pfändungsschutz, der dir einen Grundfreibetrag sichert, über den du frei verfügen kannst.

    Ein Pfändungsschutzkonto schützt dich davor, dass Gläubiger:innen dein gesamtes Guthaben pfänden können. Du behältst die Kontrolle über deine grundlegenden Finanzen und kannst weiterhin Miete, Lebensmittel und Energiekosten bezahlen. Wie du ein P-Konto einrichtest, welche Rechte du dabei hast und wie du deinen Freibetrag erhöhen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

    Was ist ein P-Konto?

    Das P-Konto ist eine besondere Form des Girokontos mit eingebautem Pfändungsschutz. Der entscheidende Unterschied zu einem normalen Girokonto: Ein gesetzlich festgelegter Grundfreibetrag bleibt vor dem Zugriff von Gläubiger:innen geschützt. Dieser Betrag steht dir jeden Monat zur Verfügung, um dein Existenzminimum zu sichern.

    Das Pfändungsschutzkonto garantiert dir nicht nur, dass du deine laufenden Kosten decken kannst. Du darfst sogar sparen. Hast du in einem Monat weniger ausgegeben als dein Freibetrag erlaubt, kannst du das übrige Geld in die nächsten drei Monate übertragen. Dabei gilt eine Obergrenze: Maximal darf geschütztes Guthaben in Höhe des vierfachen monatlichen Freibetrags auf deinem P-Konto liegen. So behältst du einen finanziellen Puffer, auch wenn die Zeiten schwierig sind.

    📌 Gut zu wissen

    Der Pfändungsschutz greift automatisch ab dem Zeitpunkt der Umwandlung. Du musst keinen separaten Antrag stellen oder auf eine Bestätigung warten. Sobald dein Konto als P-Konto geführt wird, ist dein Grundfreibetrag geschützt.

    Kurz erklärt: Das sind die Folgen einer Kontopfändung

    Wenn du deine Schulden nicht mehr bezahlen kannst, haben Gläubiger:innen das Recht, einen Pfändungsbeschluss zu erwirken. Die Konsequenzen sind drastisch: Dein Guthaben wird in Höhe des zu pfändenden Betrags gesperrt und zur Schuldentilgung verwendet. Diese Sperre bleibt bestehen, bis die Schulden vollständig beglichen sind.

    Bei einem normalen Girokonto existiert kein automatischer Schutz für dein Existenzminimum. Selbst dein monatliches Gehalt steht dir während der Pfändung nicht zur Verfügung. Laufende Lastschriften wie Strom- und Gasabschläge werden nicht mehr bedient, was zu weiteren Problemen führen kann. Genau deshalb ist die rechtzeitige Einrichtung eines P-Kontos so entscheidend – es bewahrt dich vor dem finanziellen Kollaps.

    Wann sollte ich ein Pfändungsschutzkonto eröffnen?

    Ein P-Konto macht Sinn, wenn dir eine Kontopfändung droht oder bereits durchgeführt wird. Auch wenn dein Konto so weit im Minus ist, dass eingehende Zahlungen durch Verrechnung sofort verschwinden und du nicht mehr darüber verfügen kannst, solltest du über die Umstellung nachdenken.

    Von einer vorsorglichen Einrichtung eines P-Kontos raten Expert:innen jedoch ab. Die Umstellung bringt nämlich auch Nachteile mit sich: Je nach Bank verlierst du möglicherweise deinen Dispokredit. Überziehungen sind dann nicht mehr möglich. Außerdem kannst du mit einem P-Konto keine regulären Kreditkarten mehr nutzen, da diese ein normales Girokonto voraussetzen. Lediglich Prepaid-Kreditkarten bleiben eine Option.

    💡 Tipp

    Warte nicht bis zur letzten Sekunde! Sobald du einen Mahnbescheid oder einen gerichtlichen Vollstreckungsbescheid erhältst, solltest du dich über die Umwandlung informieren. So bist du vorbereitet, falls es zur Pfändung kommt, und kannst schnell handeln.

    Girokonto in P-Konto umwandeln – wie geht das?

    Die gute Nachricht: Alle Banken und Sparkassen müssen dein Girokonto gebührenfrei in ein Pfändungsschutzkonto umwandeln. Allerdings gibt es eine wichtige Einschränkung – P-Konten können nur als Einzelkonten geführt werden. Gemeinschaftliche Pfändungsschutzkonten sind gesetzlich nicht zulässig. Du hast zwei Möglichkeiten: Entweder wandelst du ein bestehendes Girokonto um oder eröffnest direkt ein neues P-Konto.

    Für die Umwandlung eines bestehenden Girokontos wendest du dich einfach an deine Kundenberater:innen. Du hast ein gesetzliches Recht auf diese Umwandlung – die Bank kann sie nicht ablehnen. Liegt bereits eine Pfändung vor, muss die Bank besonders schnell handeln: Innerhalb von vier Tagen nach deinem Antrag muss die Umwandlung erfolgen.

    Die Bank führt dein Konto zu den bisherigen Bedingungen weiter und stellt dir den Freibetrag laufend zur Verfügung. Du erhältst regelmäßig Auskunft darüber, wie viel Geld dir im aktuellen Monat zur Verfügung steht und welches Guthaben im Folgemonat nicht mehr pfändungsfrei ist. Diese Transparenz hilft dir, deine Finanzen besser zu planen.

    📌 Gut zu wissen

    Bei Gemeinschaftskonten muss das Konto vor der Umwandlung in ein Einzelkonto umgeschrieben werden. Kläre vorab mit deiner Bank, wie das Guthaben aufgeteilt wird und wer das P-Konto führen soll. Der andere Kontoinhaber sollte sich rechtzeitig ein eigenes Konto einrichten.

    Befindet sich dein Konto bei der Umwandlung im Minus, verschwinden die Forderungen nicht einfach. Der Soll-Saldo wird auf ein Unterkonto ausgebucht und bleibt bestehen. Ab dem Zeitpunkt der Umwandlung werden dir eingehende Gutschriften jedoch unter Berücksichtigung des Freibetrags als Guthaben zur Verfügung gestellt. Nur Eingänge, die den Freibetrag überschreiten, werden gepfändet.

    P-Konto: Kann ich den Grundfreibetrag erhöhen?

    Bei der Eröffnung eines P-Kontos wird automatisch eine gesetzlich festgelegte Guthabengrenze eingerichtet – der Grundfreibetrag. Dieser Betrag ist vor Pfändung geschützt. Die gute Nachricht: Du kannst diesen Freibetrag erhöhen lassen, wenn besondere Lebenssituationen vorliegen, die du nachweisen musst.

    Folgende Situationen berechtigen dich zu einer Erhöhung: Du beziehst gesetzliche Geldleistungen für Kinder wie Kindergeld oder Leistungen der Stiftung „Mutter und Kind – Schutz des ungeborenen Lebens“. Auch bei bestehender Unterhaltspflicht für bis zu fünf Personen kannst du eine Erhöhung beantragen. Sozialleistungen, auch einmalige, sowie Zahlungspflichten zum Ausgleich eines Körper- oder Gesundheitsschadens nach Paragraph 54 SGB I berechtigen ebenfalls zur Freibetragserhöhung.

    Mit einer gültigen Bescheinigung wird dein Grundfreibetrag entweder pauschal oder um einen bestimmten Betrag angehoben. Die entsprechenden Bescheinigungen erhältst du von den zuständigen Stellen: Sozialleistungsträger, Familienkassen, Arbeitgeber:innen oder anerkannten Insolvenzberatungsstellen können dir die notwendigen Nachweise ausstellen. Diese Bescheinigungen legst du dann bei deiner Bank vor, die den erhöhten Freibetrag einrichtet.

    💡 Tipp

    Sammle alle relevanten Unterlagen für eine Freibetragserhöhung, bevor du zur Bank gehst. Dazu gehören Kindergeldbescheide, Unterhaltsnachweise oder Sozialleistungsbescheide. Mit vollständigen Unterlagen geht die Erhöhung schneller und du vermeidest mehrfache Bankbesuche.

    ❔ Häufig gestellte Fragen

    Q

    Wie hoch ist der aktuelle Grundfreibetrag 2024?

    Der Grundfreibetrag beträgt aktuell 1.410 Euro pro Monat (Stand 2024). Dieser Betrag wird jährlich zum 1. Juli angepasst und orientiert sich am steuerlichen Grundfreibetrag. Der geschützte Betrag soll sicherstellen, dass du trotz Pfändung deine grundlegenden Lebenshaltungskosten decken kannst.

    Q

    Kann ich mehrere P-Konten gleichzeitig haben?

    Nein, du darfst nur ein einziges P-Konto führen. Banken sind verpflichtet zu prüfen, ob bereits ein Pfändungsschutzkonto existiert, bevor sie ein neues einrichten. Bei Verstoß gegen diese Regel machst du dich strafbar und verlierst den Pfändungsschutz.

    Q

    Was passiert mit meinem Dispokredit bei der Umwandlung?

    Die meisten Banken kündigen den Dispokredit bei der Umwandlung in ein P-Konto. Der bestehende Sollsaldo wird auf ein separates Darlehenskonto übertragen. Neue Überziehungen sind dann nicht mehr möglich. Einige wenige Banken gewähren jedoch weiterhin einen kleinen Überziehungsrahmen.

    Q

    Kann die Bank die Umwandlung in ein P-Konto ablehnen?

    Nein, deine Bank darf die Umwandlung nicht ablehnen. Du hast einen gesetzlichen Anspruch darauf. Die Bank muss dein bestehendes Girokonto gebührenfrei umwandeln. Bei Weigerung kannst du dich an die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) wenden.

    Q

    Wie lange gilt der Pfändungsschutz rückwirkend?

    Der Pfändungsschutz gilt ab dem Tag der Umwandlung. Eine rückwirkende Freigabe bereits gepfändeter Beträge ist nur in Ausnahmefällen möglich, wenn du die Umwandlung innerhalb eines Monats nach Zustellung des Pfändungsbeschlusses beantragst.

    Q

    Kann ich ein P-Konto wieder in ein normales Girokonto zurückwandeln?

    Ja, die Rückumwandlung ist jederzeit möglich, wenn keine Pfändung mehr vorliegt. Du musst dies schriftlich bei deiner Bank beantragen. Allerdings hast du keinen gesetzlichen Anspruch auf die Rückumwandlung – die Bank kann dies ablehnen oder das Konto kündigen.

  • Kontoführungsgebühren: Diese Bankgebühren sind unzulässig

    Kontoführungsgebühren: Diese Bankgebühren sind unzulässig

    Themen in diesem Artikel:

    • Was sind Kontoführungsgebühren? – Definition, Unterschied zwischen privaten und geschäftlichen Konten sowie typischer Gebührenstruktur.
    • Welche Gebühren sind (un)zulässig? – Erklärung der rechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere das Bundesgerichtshof-Urteil von April 2021 und die Pflicht zur ausdrücklichen Zustimmung. :contentReference[oaicite:1]{index=1}
    • Girokonto auf unzulässige Gebühren prüfen: – Anleitung zur Überprüfung: Preis- und Leistungsverzeichnis finden, Gebühren mit Recht abgleichen und ggf. handeln.
    • Banken mit günstigen Kontogebühren: – Unterschiede zwischen Filial-/Sparkassenbanken und Direkt/Online/Neobanken, sowie die Auswirkungen auf Kontoführungsgebühren und Zusatzleistungen.
    • Kontogebühren steuerlich absetzen: – Übersicht zur Absetzbarkeit von Gebühren als Werbungskosten inkl. der 16 Euro Jahrespauschale und Hinweise zur Kreditkartennutzung beruflich.
    • FAQ – Häufig gestellte Fragen: – Antworten darauf, was passiert wenn man nicht zustimmt, welche Gebühren definitiv unzulässig sind und wie lohnenswert ein Kontowechsel sein kann.

    Welche Kreditkarte passt zu dir?

    Kontoführungsgebühren gehören für die meisten Bankkund:innen zum Alltag. Doch nicht alle Entgelte, die deine Bank erhebt, sind rechtlich zulässig. Seit dem wegweisenden BGH-Urteil von 2021 müssen Banken deine ausdrückliche Zustimmung einholen, bevor sie Gebühren erhöhen oder neue einführen. Das gibt dir als Kund:in deutlich mehr Kontrolle über deine Bankkosten.

    Während manche Kosten wie Kontoauszüge oder Kreditkartennutzung im Ausland legitim sind, gibt es auch Gebühren, die nicht erlaubt sind. Besonders nachträglich erstellte Kontoauszüge dürfen beispielsweise nicht berechnet werden. Die Unterscheidung zwischen zulässigen und unzulässigen Entgelten ist für dich als Kontoinhaber:in entscheidend, um nicht unnötig Geld zu verlieren.

    Die gute Nachricht: Du kannst aktiv werden und deine Kontogebühren überprüfen. Mit den richtigen Informationen findest du schnell heraus, ob deine Bank unzulässige Entgelte erhebt. Zudem gibt es Banken, die deutlich günstigere Konditionen bieten, und du kannst sogar einen Teil deiner Kontogebühren steuerlich geltend machen.

    Das sind Kontoführungsgebühren

    Kontoführungsgebühren sind Entgelte, die deine Bank für die Verwaltung deines Girokontos verlangt. Diese Bankgebühren variieren erheblich zwischen verschiedenen Kreditinstituten und hängen vom gewählten Kontomodell ab. Ob du ein privates oder geschäftliches Girokonto führst, macht dabei einen wesentlichen Unterschied bei der Gebührenstruktur.

    Die Höhe und der Umfang dieser Kosten unterscheiden sich von Bank zu Bank deutlich. Während manche Institute eine monatliche Pauschale erheben, staffeln andere ihre Gebühren nach tatsächlich genutzten Leistungen. Diese Intransparenz führt häufig zu Konflikten zwischen Kund:innen und ihrer Hausbank.

    📌 Gut zu wissen

    Nicht alle Entgelte, die Banken erheben, sind tatsächlich zulässig. Manche Kosten dürfen Kreditinstitute rechtlich gar nicht berechnen, tun es aber trotzdem. Regelmäßige Kontrolle deiner Kontoauszüge schützt dich vor unberechtigten Gebühren.

    Diese Kontogebühren sind (un)zulässig

    Der Bundesgerichtshof hat 2021 zwei wegweisende Entscheidungen getroffen, die deine Rechte als Bankkund:in erheblich gestärkt haben. Diese Urteile haben die Spielregeln im Bankwesen grundlegend verändert und geben dir mehr Kontrolle über deine Kontokosten.

    Die erste wichtige Entscheidung betrifft die Zustimmung zu Gebührenänderungen. Banken müssen vor jeder Erhöhung oder Einführung von Kontogebühren ausdrücklich dein Einverständnis einholen. Fehlt diese aktive Zustimmung, sind die Gebühren automatisch unzulässig. Das ist ein enormer Fortschritt gegenüber der früheren Praxis.

    Die zweite Entscheidung des BGH differenziert klar zwischen zulässigen und unzulässigen Bankgebühren. Während manche Entgelte rechtlich einwandfrei sind, dürfen andere überhaupt nicht erhoben werden. Diese Unterscheidung ist für dich als Kontoinhaber:in essentiell, um deine Rechte durchzusetzen.

    💡 Tipp

    Wenn deine Bank dich zur Zustimmung für Gebührenänderungen auffordert, prüfe genau, was sich ändert. Du bist nicht verpflichtet zuzustimmen! Vergleiche die neuen Gebühren mit anderen Banken – oft findest du bessere Alternativen. Ein Kontowechsel ist heute dank der gesetzlichen Kontowechselhilfe innerhalb von 12 Tagen möglich.

    Girokonto auf unzulässige Gebühren prüfen

    Wenn du wissen möchtest, ob deine Bank unzulässige Kontogebühren erhebt, kannst du das selbst überprüfen. Der erste Schritt führt dich auf die Webseite deines Kreditinstituts. Dort suchst du gezielt nach den Begriffen Preisaushang, Buchungsgebühren und Preisleistungsverzeichnis.

    Diese Dokumente enthalten alle Gebühren, die deine Bank berechnet. Vergleiche die aufgeführten Entgelte mit den rechtlich zulässigen Gebühren. Findest du dabei Bankgebühren, die nicht erlaubt sind, solltest du handeln. Ein Kontowechsel kann in diesem Fall die beste Lösung sein.

    💡 Tipp

    Nutze den kostenlosen Girokonto-Vergleich der Stiftung Warentest für eine fundierte Entscheidung. Achte besonders auf versteckte Kosten wie Gebühren für Überweisungen, Lastschriften oder die Nutzung von Geldautomaten. Diese können selbst bei „kostenlosen“ Konten anfallen und summieren sich schnell.

    Banken mit günstigen Kontogebühren

    Ein Vergleich zwischen verschiedenen Banktypen zeigt deutliche Unterschiede bei den Kontogebühren. Filialbanken und Sparkassen verlangen oft höhere Entgelte als ihre digitalen Konkurrenten. Der Grund liegt in ihrer Kostenstruktur mit Filialen und persönlichen Berater:innen.

    Direkt-, Online- und Neobanken bieten dir hingegen deutlich günstigere Konditionen. Diese Institute kommen ohne teure Filialnetze aus und vertreiben ihre Produkte ausschließlich über das Internet. Die eingesparten Kosten geben sie direkt an dich als Kund:in weiter, wodurch die Kontoführung oft komplett kostenfrei ist.

    📌 Gut zu wissen

    In Deutschland existiert keine gesetzliche Obergrenze für Kontoführungsgebühren. Banken können die Höhe selbst festlegen, benötigen aber deine ausdrückliche Zustimmung. Diese Freiheit der Banken macht den Vergleich verschiedener Anbieter umso wichtiger für dich.

    Zusätzlich zu den niedrigen Grundgebühren profitierst du bei diesen Banken von attraktiven Zusatzleistungen. Kostenloses Geldabheben im Ausland gehört ebenso zum Standard wie kostenfreie Kreditkarten ohne Jahresgebühr. Auch das kostenlose Geldabheben mit der Kreditkarte an Bankautomaten in Deutschland ist bei vielen digitalen Banken selbstverständlich.

    Kontogebühren steuerlich absetzen

    Obwohl es keine gesetzliche Obergrenze für Kontoführungsgebühren gibt, kannst du einen Teil dieser Kosten steuerlich geltend machen. Das Finanzamt erkennt pro Jahr eine Pauschale von 16 Euro als Werbungskosten an. Diese kannst du ohne Nachweise in deiner Steuererklärung angeben.

    Die 16-Euro-Pauschale gilt als Jahresbetrag unabhängig davon, wann du dein Girokonto eröffnet hast. Selbst wenn du erst im Dezember ein neues Konto einrichtest, kannst du den vollen Betrag absetzen. Das macht die steuerliche Absetzbarkeit besonders unkompliziert für dich.

    💡 Tipp

    Auch Gebühren für deine Kreditkarte kannst du als Werbungskosten geltend machen, wenn du sie beruflich nutzt. Führe ein Nutzungstagebuch über 3 Monate, um den beruflichen Anteil nachzuweisen. Bei 50% beruflicher Nutzung kannst du die Hälfte der Jahresgebühr absetzen.

    ❔ Häufig gestellte Fragen

    Q

    Was passiert, wenn ich Gebührenerhöhungen nicht zustimme?

    Wenn du Gebührenerhöhungen nicht zustimmst, musst du die neuen Gebühren nicht zahlen. Allerdings hat deine Bank dann das Recht, dein Girokonto mit einer Frist von zwei Monaten zu kündigen. Du solltest dich daher rechtzeitig nach einer Alternative umsehen.

    Q

    Welche Kontogebühren sind definitiv unzulässig?

    Unzulässig sind Gebühren für nachträglich erstellte Kontoauszüge, Gebühren für gesetzlich vorgeschriebene Leistungen sowie alle Gebühren, denen du nicht ausdrücklich zugestimmt hast. Auch Gebühren für die Ausführung von SEPA-Überweisungen sind in der Regel nicht erlaubt.

    Q

    Kann ich zu viel gezahlte Gebühren zurückfordern?

    Ja, du kannst unzulässig erhobene Kontogebühren zurückfordern. Die Verjährungsfrist beträgt drei Jahre. Fordere die Gebühren schriftlich bei deiner Bank zurück und berufe dich auf das BGH-Urteil von 2021. Bei Problemen helfen dir die Verbraucherzentralen weiter.

    Q

    Wie finde ich ein wirklich kostenloses Girokonto?

    Achte bei der Suche nach einem kostenlosen Girokonto auf alle Gebührenarten: Kontoführung, Girocard, Kreditkarte, Überweisungen und Bargeldabhebungen. Viele Direktbanken und Neobanken bieten tatsächlich kostenlose Konten ohne Mindestgeldeingang an. Prüfe aber immer das komplette Preis-Leistungsverzeichnis.

    Q

    Lohnt sich ein Kontowechsel wegen der Gebühren?

    Ein Kontowechsel lohnt sich oft schon bei Gebühren ab 5 Euro monatlich. Das sind 60 Euro im Jahr, die du sparen kannst. Dank der gesetzlichen Kontowechselhilfe ist der Wechsel heute unkompliziert. Die neue Bank übernimmt die Umstellung von Lastschriften und Daueraufträgen für dich.

  • Dauerauftrag einrichten: Fixkosten automatisch bezahlen

    Dauerauftrag einrichten: Fixkosten automatisch bezahlen

    Themen in diesem Artikel:

    Welche Kreditkarte passt zu dir?

    Dauerauftrag: So funktioniert die automatisierte Überweisung

    Ein Dauerauftrag ist eine besondere Form der Überweisung, bei der üblicherweise keine Gebühren anfallen. Du erteilst damit deiner Bank den Auftrag, zu einem wiederkehrenden Termin einen gleichbleibenden Betrag an einen vorher festgelegten Zahlungsempfänger von deinem Girokonto zu überweisen. Das kann beispielsweise monatlich immer am gleichen Tag geschehen.

    Diese Art der automatisierten Zahlung nimmt dir die Last ab, jeden Monat manuell an die Überweisung denken zu müssen. Einmal eingerichtet, läuft der Prozess vollständig automatisch ab. Deine Bank übernimmt die Verantwortung für die pünktliche Ausführung der Zahlung zum vereinbarten Termin.

    💡 Tipp

    Lege den Ausführungstermin deines Dauerauftrags immer ein paar Tage nach deinem Gehaltseingang. So stellst du sicher, dass dein Konto gedeckt ist und vermeidest Rücklastschriften. Bei einer Mietzahlung zum 1. des Monats könntest du den Dauerauftrag beispielsweise auf den 27. des Vormonats legen.

    Wie wird der Dauerauftrag eingerichtet?

    Ein Dauerauftrag ist in nur wenigen Schritten eingerichtet. Das geht entweder ganz einfach und bequem von zu Hause im Online-Banking-System deiner Bank, telefonisch oder auch klassisch in Papierform in der Filiale vor Ort. Die digitale Variante ist dabei besonders komfortabel, da du sie jederzeit und von überall aus erledigen kannst.

    Bei der Einrichtung der automatisierten Überweisung benötigst du ähnliche Angaben wie bei einer Standardüberweisung. Du gibst den Namen und die Kontodaten der begünstigten Person oder des Unternehmens an. Anschließend legst du das festgelegte Datum fest, zu dem die Zahlung regelmäßig ausgeführt wird – etwa monatlich oder jährlich. Der gleichbleibende zu überweisende Betrag wird ebenfalls eingetragen. Optional kannst du noch einen Verwendungszweck für die Transaktion hinzufügen, was besonders bei der späteren Zuordnung hilfreich sein kann.

    Du kannst für die regelmäßige Ausführung der Überweisung ebenfalls festlegen, ob diese entweder zeitlich unbegrenzt oder innerhalb eines festen Zeitrahmens durchgeführt wird. Richtest du den Auftrag per Online-Banking ein, muss dieser – genau wie bei einer normalen Überweisung – noch einmal per Transaktionsnummer, kurz TAN, bestätigt werden. Diese zusätzliche Sicherheitsmaßnahme schützt dich vor unbefugten Zugriffen.

    Wann lohnt sich ein Dauerauftrag?

    Daueraufträge eignen sich perfekt für Zahlungen, die regelmäßig mit einem festen Betrag ausgeführt werden sollen. Ist die automatische Überweisung einmal eingerichtet, musst du deine Zahlungsaufträge nicht mehr ständig im Auge behalten. Das gilt besonders für monatlich anfallende Fixkosten, die sich selten oder gar nicht ändern.

    Durch das Einrichten eines Dauerauftrags sparst du also Zeit und möglicherweise auch Geld. Denn gehen die Zahlungen regelmäßig automatisch von deinem Konto ab, musst du dir um verspätete Überweisungen und damit verbundene unangenehme Mahngebühren keine Gedanken machen. Diese Zuverlässigkeit gibt dir finanzielle Planungssicherheit und schont deine Nerven.

    Ein Dauerauftrag ist vorrangig für monatliche Mietzahlungen sinnvoll, da diese in der Regel konstant bleiben. Auch der Rundfunkbeitrag eignet sich hervorragend für diese Zahlungsform, ebenso wie Beiträge für Vereine oder Verbände, die du regelmäßig unterstützt. Darüber hinaus kannst du regelmäßige Überweisungen auf ein Sparkonto automatisieren und so kontinuierlich Vermögen aufbauen, ohne jeden Monat daran denken zu müssen.

    📌 Gut zu wissen

    Bei wiederkehrenden Zahlungen mit möglicherweise schwankenden Beträgen, wie zum Beispiel bei Handyverträgen, Abos für Streamingdienste, Zeitschriften oder auch Versicherungsbeiträgen, werden Überweisungen üblicherweise nicht per Dauerauftrag, sondern über das Lastschriftverfahren abgewickelt. Dabei geht die Zahlungsanweisung nicht von dir, sondern vom Zahlungsempfänger aus.

    Was muss ich noch beachten?

    Daueraufträge bringen zwar einige Vorteile mit sich und sind in wenigen Schritten einfach erledigt, aber es gibt auch ein paar Faktoren, die du im Hinterkopf behalten solltest. Entscheidend für eine sachgemäße Ausführung des Dauerauftrags ist vor allem, dass das Girokonto immer gedeckt sein muss. Andernfalls kann die Zahlung nicht ausgeführt werden, was zu Verzögerungen und möglicherweise zu Mahngebühren führen kann.

    💡 Tipp

    Notiere dir Daueraufträge in deinem Kalender mit einer jährlichen Erinnerung. So überprüfst du regelmäßig, ob die Zahlungen noch notwendig sind und in der richtigen Höhe erfolgen. Besonders bei Vereinsmitgliedschaften oder Abos vergisst man sonst schnell, dass diese noch laufen.

    Darüber hinaus gibt es keine Zahlungserinnerung und die Transaktion läuft immer automatisch ab. Bei Änderungen, beispielsweise bei einer Mieterhöhung, bist du selbst in der Verantwortung, den Zahlungsbetrag im Online-Banking zu ändern oder in der Filiale aktualisieren zu lassen. Diese Eigenverantwortung erfordert, dass du deine finanziellen Verpflichtungen im Blick behältst. Soll die Zahlung ganz eingestellt werden, musst du den Dauerauftrag auch selbst stornieren.

    Besondere Situationen und Betrugsschutz

    Ein weiterer Nachteil durch die automatisierte Überweisung zeigt sich bei Betrugsfällen, also allen Abbuchungen eines Dauerauftrags, die nicht mit deiner Zustimmung durchgeführt werden. Diese können möglicherweise erst wesentlich später auffallen, wenn du deine Kontoaktivität nicht in regelmäßigen Abständen überprüfst. Deshalb empfiehlt es sich, deine Kontobewegungen kontinuierlich zu kontrollieren.

    📌 Gut zu wissen

    Bei nicht rechtmäßig abgebuchten Beträgen sind Banken zur Rückerstattung verpflichtet und du kannst das Geld ganz einfach zurückholen. Der Betrag muss dann auch bis zum Ende des Werktages, an dem der Betrug festgestellt und gemeldet wird, wieder zurückgebucht werden. Dieser Verbraucherschutz gibt dir zusätzliche Sicherheit bei der Nutzung von Daueraufträgen.

    Fixkosten mit einem Dauerauftrag einfach automatisieren

    Daueraufträge sind sinnvoll für regelmäßige Abbuchungen vom Girokonto, bei denen sich der Betrag selten oder gar nicht ändert, beispielsweise bei Mietzahlungen. Sie sind schnell eingerichtet und bis auf ein festes Abbuchungsdatum ähneln sie der Standardüberweisung. Die Bank wird dabei beauftragt, die vereinbarte Summe an einem bestimmten Datum an einen festgelegten Zahlungsempfänger zu überweisen.

    Daueraufträge sind allerdings wenig flexibel und Änderungen oder Stornierungen musst du selbst vornehmen. Um eine Ausführung zu garantieren, muss das Girokonto stets gedeckt sein. Trotz dieser Einschränkungen bieten sie eine zuverlässige Möglichkeit, wiederkehrende Zahlungen zu automatisieren und so Zeit zu sparen sowie Mahngebühren zu vermeiden.

    ❔ Häufig gestellte Fragen

    Q

    Kann ich einen Dauerauftrag auch für unregelmäßige Zeiträume einrichten?

    Ja, Daueraufträge können auch vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich ausgeführt werden. Du bist nicht auf monatliche Zahlungen beschränkt. Die meisten Banken bieten flexible Intervalloptionen an, die du bei der Einrichtung auswählen kannst.

    Q

    Was kostet die Einrichtung oder Änderung eines Dauerauftrags?

    Die Einrichtung, Änderung und Löschung von Daueraufträgen ist bei den meisten Banken kostenfrei. Es fallen in der Regel keine zusätzlichen Gebühren an. Prüfe jedoch die Konditionen deines Kontomodells, da bei manchen Basiskonten Einschränkungen gelten können.

    Q

    Kann ich einen Dauerauftrag rückgängig machen?

    Einen bereits ausgeführten Dauerauftrag kannst du nicht mehr stornieren. Du kannst jedoch zukünftige Ausführungen jederzeit stoppen oder den kompletten Dauerauftrag löschen. Bei fehlerhaften Überweisungen musst du den Empfänger kontaktieren und um Rücküberweisung bitten.

    Q

    Werden Daueraufträge auch am Wochenende ausgeführt?

    Fällt der Ausführungstag auf ein Wochenende oder einen Feiertag, wird der Dauerauftrag in der Regel am nächsten Bankarbeitstag ausgeführt. Manche Banken bieten die Option, festzulegen, ob die Ausführung vor- oder nachgelagert erfolgen soll.

    Q

    Wie lange dauert es, bis ein Dauerauftrag aktiv ist?

    Im Online-Banking ist ein Dauerauftrag sofort nach der TAN-Bestätigung aktiv. Bei Einrichtung in der Filiale kann es 1-2 Bankarbeitstage dauern. Achte darauf, den Auftrag rechtzeitig vor dem ersten gewünschten Ausführungstermin einzurichten.

  • Kontoauszug verstehen: Alle Infos zu deinem Girokonto

    Kontoauszug verstehen: Alle Infos zu deinem Girokonto

    Themen in diesem Artikel:

    • Inhalte des Kontoauszugs: Aufbau, Kontostände, IBAN/BIC und detaillierte Umsatzanzeige inkl. Verwendungszweck.
    • Kontoauszug erhalten: Papierauszug am Automaten/Schalter vs. elektronischer Auszug im Online-Banking und Archivierung.
    • Abkürzungen erklärt: EC, ELV, ABB, GA, DA, TAN – was die Kürzel bedeuten und wie du Buchungen nachvollziehst.
    • Pflichten der Banken: Gesetzliche Informationspflicht, Aufbewahrung, Zwangsauszüge und was das für dich heißt.
    • FAQ: Aufbewahrungsfristen, Verzögerungen bei Kartenzahlungen, Nachbestellungskosten, Rechtsgültigkeit von e-Auszügen u.v.m.

    Welche Kreditkarte passt zu dir?

    Dein Kontoauszug zeigt dir auf einen Blick alle Bewegungen auf deinem Girokonto – von Gehaltseingängen über Mietzahlungen bis zu Daueraufträgen. Dieses offizielle Bankdokument ist dein wichtigstes Werkzeug, um Finanzen im Griff zu behalten, Ausgaben zu kontrollieren und verdächtige Abbuchungen sofort zu erkennen. Dabei fasst jeder Kontoauszug alle Transaktionen eines bestimmten Zeitraums zusammen und gibt dir gleichzeitig Auskunft über deinen aktuellen Kontostand und weitere relevante Kontoinformationen.

    Das steht auf dem Kontoauszug

    Ein Kontoauszug ist weit mehr als eine simple Auflistung von Zahlen. Als offizielles Schriftstück deines Bankinstituts dokumentiert er lückenlos alle ein- und ausgehenden Transaktionen und fasst deine Kontoaktivitäten über einen bestimmten Zeitraum zusammen – typischerweise einen Monat. Damit wird der Kontoauszug zu deinem persönlichen Finanzwächter, der dir hilft, alle Aktivitäten im Blick zu behalten, deine Ausgabegewohnheiten zu überprüfen und betrügerische Abbuchungen oder Zahlungsfehler rechtzeitig zu erkennen.

    📌 Gut zu wissen

    Buchungen erscheinen erst auf deinem Kontoauszug, nachdem sie tatsächlich ausgeführt wurden. Wenn du gerade erst mit deiner EC-Karte bezahlt hast, kann es also sein, dass dieser Betrag noch nicht aufgelistet ist. Diese zeitliche Verzögerung solltest du bei der Kontrolle deines Kontostands immer berücksichtigen.

    Dein Girokontoauszug enthält eine Fülle wichtiger Informationen. Du findest dort deine Kontonummer und die Bankleitzahl deines Geldinstituts sowie deine internationale Bankkontonummer (IBAN) und den Business Identifier Code (BIC) deines Kreditinstituts. Der alte Kontostand zeigt dir, mit welchem Betrag der vorangegangene Kontoauszug abgeschlossen hat, während der neue Kontostand mit aktuellem Datum deinen gegenwärtigen Finanzstatus widerspiegelt.

    Besonders aufschlussreich ist die detaillierte Auflistung aller Umsätze. Jede Transaktion wird mit ihrem Verwendungszweck dokumentiert und gibt dir Auskunft darüber, um welche Art es sich handelt – beispielsweise Überweisung, Zahlungseingang, Kartenzahlung, Lastschrift oder die Abrechnung deiner Kreditkarte. Einzahlungen, auch Gutschriften genannt, und Auszahlungen, die als Belastungen bezeichnet werden, sind meist mit einem „+“ beziehungsweise „-“ gekennzeichnet. Viele Banken nutzen zusätzlich farbliche Markierungen wie grün für Eingänge und rot für Ausgänge, um die Übersichtlichkeit zu erhöhen. Außerdem findest du Angaben über die Höhe deines Dispositionsrahmens, also den Kreditrahmen, den dir deine Bank eingeräumt hat.

    So kommst du an deinen Kontoauszug

    Der Zugang zu deinen Kontoauszügen ist heute einfacher denn je. In den Filialen vieler Geldinstitute stehen spezielle Drucker bereit, an denen du deine Auszüge selbst ausdrucken kannst. Oft bieten auch Geldautomaten die Möglichkeit, die Dokumente direkt zu erhalten. Diese klassischen Wege sind besonders praktisch, wenn du ohnehin gerade in der Filiale bist oder Bargeld abhebst.

    Wer sich den Weg zur Bank oder an den Automaten sparen möchte, sollte bei seinem Geldinstitut nach elektronischen Kontoauszügen fragen. Diese digitale Variante enthält exakt dieselben Informationen wie die klassischen Papierauszüge und steht dir im Postfach deines persönlichen Online-Banking-Bereichs zur Verfügung. Die meisten Banken halten deine elektronischen Kontoauszüge für einen Zeitraum von zwölf Monaten online bereit.

    💡 Tipp

    Lade deine elektronischen Kontoauszüge monatlich herunter und speichere sie in einem separaten Ordner auf deinem Computer oder in der Cloud. Benenne die Dateien nach einem einheitlichen Schema wie „2024-01_Kontoauszug_Girokonto.pdf“. So baust du dir ein lückenloses Archiv auf und bist nicht von den Speicherfristen deiner Bank abhängig. Viele Banking-Apps bieten auch eine automatische Export-Funktion an.

    Sollte dir dennoch ein Kontoauszug fehlen – egal ob elektronisch oder klassisch – kannst du ihn bei deinem Geldinstitut erneut anfordern. Allerdings wird dafür oft ein Entgelt fällig, weshalb die regelmäßige Sicherung die bessere Option ist.

    Die Abkürzungen auf dem Kontoauszug verstehen

    Auf deinem Kontoauszug begegnen dir verschiedene Abkürzungen, die auf den ersten Blick kryptisch wirken können. Hinter EC für Electronic Cash verbirgt sich eine Zahlung, die du mit deiner EC-Karte getätigt hast. ELV steht für Elektronisches Lastschriftverfahren und kennzeichnet ebenfalls eine Kartenzahlung.

    Die Abkürzung ABB bedeutet Abbuchungsauftrag. Dabei erteilst du deiner Bank den Auftrag und die Ermächtigung, bei Vorlage einer Abbuchungsermächtigung die geforderte Summe dem Zahlungsempfänger oder der Zahlungsempfängerin gutzuschreiben. GA steht für Geldautomat und zeigt an, dass du Bargeld abgehoben hast. Hierbei werden auch Automatennummer, Datum und Uhrzeit angegeben, was dir bei der Nachvollziehbarkeit hilft.

    Unter DA für Dauerauftrag findest du regelmäßig wiederkehrende Zahlungen, die du angewiesen hast und die an einem bestimmten Tag von deinem Konto abgebucht und anschließend dem Empfänger gutgeschrieben werden. TAN als Transaktionsnummer weist darauf hin, dass du Zahlungen über das Online-Banking vorgenommen hast.

    Kontoauszüge: Pflichten der Banken

    Banken tragen eine gesetzlich verankerte Verantwortung gegenüber ihren Kund:innen. Gemäß Artikel 248 § 8 Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuche (EGBGB) sind sie dazu verpflichtet, dich regelmäßig über Veränderungen auf deinem Konto zu informieren. Das bedeutet konkret, dass nach jedem Zahlungsvorgang die neuen Aktivitäten auf den Kontoauszügen ersichtlich sein müssen. Diese Informationspflicht stellt sicher, dass du jederzeit einen aktuellen Überblick über deine Finanzen hast.

    📌 Gut zu wissen

    Banken müssen Kontoauszüge mindestens zehn Jahre aufbewahren. Diese Pflicht ergibt sich aus § 257 HGB und § 147 der Abgabenordnung. Für dich als Privatperson gilt diese Aufbewahrungsfrist nicht – aber drei Jahre solltest du deine Auszüge trotzdem aufheben, um bei Unstimmigkeiten oder Rückfragen gewappnet zu sein.

    Zwangsauszüge als Sicherheitsnetz: Wenn du als Kontoinhaber:in deine Kontoauszüge nicht regelmäßig abrufst, müssen die Kreditinstitute dir auf postalischem Weg Zwangsauszüge zusenden. Nur so können sie ihrer gesetzlichen Informationspflicht nachkommen. Diese Regelung schützt dich davor, den Überblick über deine Finanzen zu verlieren, selbst wenn du die Auszüge nicht aktiv abrufst.

    ❔ Häufig gestellte Fragen

    Q

    Wie lange muss ich als Privatperson meine Kontoauszüge aufbewahren?

    Als Privatperson solltest du Kontoauszüge mindestens drei Jahre aufbewahren. Diese Frist orientiert sich an der gesetzlichen Verjährungsfrist und gibt dir genug Zeit, eventuelle Unstimmigkeiten zu klären oder Nachweise für Zahlungen zu erbringen. Selbstständige und Unternehmen müssen ihre Kontoauszüge hingegen zehn Jahre archivieren.

    Q

    Warum erscheint meine EC-Kartenzahlung nicht sofort auf dem Kontoauszug?

    EC-Kartenzahlungen werden erst nach der tatsächlichen Verbuchung auf dem Kontoauszug angezeigt. Je nach Händler und Bank kann dies ein bis drei Werktage dauern. Die Verzögerung entsteht, weil der Händler die Zahlung erst bei seiner Bank einreichen muss, bevor sie von deinem Konto abgebucht wird.

    Q

    Was kostet es, einen alten Kontoauszug nachträglich anzufordern?

    Die Gebühren für nachträglich angeforderte Kontoauszüge variieren je nach Bank zwischen 1,50 Euro und 15 Euro pro Auszug. Manche Banken staffeln die Preise nach Alter des Dokuments – je älter der Auszug, desto teurer. Deshalb lohnt es sich, Kontoauszüge direkt nach Erhalt zu archivieren.

    Q

    Sind elektronische Kontoauszüge rechtlich genauso gültig wie Papierauszüge?

    Ja, elektronische Kontoauszüge haben dieselbe rechtliche Gültigkeit wie Papierauszüge. Sie werden von Behörden, Vermietern und Gerichten als Nachweis anerkannt, solange sie im Originalformat (meist PDF) vorliegen und nicht manipuliert wurden. Wichtig ist, dass die digitale Signatur der Bank erkennbar bleibt.

    Q

    Was bedeutet die Abkürzung ABB auf meinem Kontoauszug?

    ABB steht für Abbuchungsauftrag. Das ist eine spezielle Form der Lastschrift, bei der du deiner Bank den direkten Auftrag erteilst, einem bestimmten Zahlungsempfänger einen Betrag gutzuschreiben. Im Gegensatz zur normalen Einzugsermächtigung kannst du einen Abbuchungsauftrag nicht einfach zurückbuchen lassen.

    Q

    Was passiert, wenn ich meine Kontoauszüge nie abhole?

    Wenn du deine Kontoauszüge nicht regelmäßig abrufst, ist deine Bank gesetzlich verpflichtet, dir sogenannte Zwangsauszüge per Post zuzusenden. Diese können kostenpflichtig sein und werden meist quartalsweise verschickt. Die Bank muss sicherstellen, dass du über alle Kontobewegungen informiert wirst – das ist ihre gesetzliche Informationspflicht.

  • Karenzzeit bei der BU: So sparst du Beiträge richtig

    Karenzzeit bei der BU: So sparst du Beiträge richtig

    Themen in diesem Artikel:

    • Was Karenzzeit bedeutet: Die leistungsfreie Zeit nach Schadenseintritt, in der du auf Versicherungsleistungen verzichtest – meist drei bis sechs Monate bei der BU.
    • Leistungsfreie Zeiten in der BU: Versicherer nutzen diese Zeit zur Prüfung der Berufsunfähigkeit und bieten dafür günstigere Beiträge an.
    • Unterschied zur Wartezeit: Während die Wartezeit nach Vertragsabschluss gilt, greift die Karenzzeit erst nach Eintritt des Leistungsfalls.
    • Längere Karenzzeit vereinbaren: Kann Beiträge senken, birgt aber finanzielle Risiken durch Lücken zwischen Krankengeld und BU-Rente.

    Welche Kreditkarte passt zu dir?

    Die Karenzzeit bei der Berufsunfähigkeitsversicherung bestimmt, wann du nach Feststellung deiner Berufsunfähigkeit tatsächlich die monatliche Rente erhältst. Diese leistungsfreie Zeit beträgt üblicherweise drei bis sechs Monate und kann deine Versicherungsbeiträge deutlich senken. Doch der Verzicht auf sofortige Leistungen birgt auch finanzielle Risiken, die du genau abwägen solltest.

    Bei Versicherungen kann es sein, dass du im Leistungsfall einige Zeit auf die Auszahlung warten musst. Dahinter steckt die sogenannte Karenzzeit, die von vornherein vertraglich festgelegt ist. Wer will, kann die Karenzzeit sogar für sich nutzen, denn je länger sie ist, desto günstiger werden die Beiträge. Das birgt jedoch auch Risiken, die du kennen solltest, bevor du dich für eine längere Karenzzeit entscheidest.

    Was bedeutet Karenzzeit?

    Das Wort Karenz stammt vom lateinischen carere und bedeutet verzichten. Unter welchen Bedingungen jemand auf etwas verzichtet – und auf was genau – ist je nach Kontext ganz verschieden. Im Versicherungsbereich ist unter Karenzzeit eine leistungsfreie Zeit nach Schadenseintritt zu verstehen. Die Versicherten verzichten also im Leistungsfall für einen bestimmten Zeitraum auf die Auszahlung der vereinbarten Leistung.

    Karenzzeiten sind im Versicherungsbereich üblich, doch gerade bei der Berufsunfähigkeitsversicherung, abgekürzt mit BU, spielen die leistungsfreien Zeiten eine große Rolle für den Beginn der monatlichen Rentenzahlung. In der Berufsunfähigkeitsversicherung beträgt die Karenzzeit meist drei bis sechs Monate. In diesem Fall zahlt die Versicherung die monatliche Berufsunfähigkeitsrente nicht sofort aus, nachdem die Berufsunfähigkeit festgestellt wurde.

    📌 Gut zu wissen

    Karenzzeiten sind aus den Bereichen Finanzen, Wirtschaft und Politik bekannt: Bei Kreditverträgen beschreibt die Karenzzeit die Pause zwischen Auszahlung des Kreditbetrags und erster Ratenzahlung. In der Politik nennt sich der Zeitraum zwischen Ausscheiden aus einem politischen Amt und anschließender Tätigkeit im wirtschaftlichen Bereich ebenfalls Karenzzeit. Vor dem Börsengang eines Unternehmens ist eine Karenzzeit, die auch stille Phase genannt wird, vorgeschrieben, in der dieses keine Werbemaßnahmen durchführen oder Einschätzungen zum Unternehmenswert veröffentlichen darf.

    Leistungsfreie Zeiten: In der BU üblich

    Vor allem im Falle einer Berufsunfähigkeit ist es für Versicherer oft schwierig zu beurteilen, ob und wann ein Leistungsfall eingetreten ist. Sie vereinbaren deswegen eine Karenzzeit, in der sie die Feststellung der Berufsunfähigkeit sowie mögliche Reha-Maßnahmen oder Wiedereingliederungsmöglichkeiten in den früheren Beruf prüfen. Diese Zeit verschafft den Versicherern nicht nur Raum zur gründlichen Bearbeitung, sondern schützt sie auch davor, dass Antragsteller:innen bewusst Versicherungsleistungen ausnutzen.

    Versicherte können neben den üblichen drei bis sechs Monaten eine längere Karenzzeit von bis zu zwei Jahren vereinbaren. Ohne diese Wartefrist könnten Versicherte rückwirkend ihre Risiken absichern, indem sie sich erst bei absehbarer Berufsunfähigkeit versichern. Mit der Karenzzeit stellen die Anbieter also sicher, dass sie Versicherungsleistungen erst erbringen müssen, wenn sie vorher auch Beiträge der Versicherten erhalten haben.

    Die Karenzzeit hat aber auch für Versicherte einen klaren Vorteil: Sie macht die Versicherungsbeiträge günstiger. Wenn der Versicherer die BU-Rente nicht direkt ab Eintritt der Berufsunfähigkeit, sondern erst später zahlt, spart er Geld und honoriert dies mit günstigeren Beiträgen. Je länger die Karenzzeiten, desto reduzierter sind die monatlichen Beiträge in der Regel. Diese Ersparnis kann über die Laufzeit der Versicherung durchaus beträchtlich sein.

    Wartezeit und Karenzzeit: Das ist der Unterschied

    Die Karenzzeit ist nicht mit der Wartezeit bei Versicherungen zu verwechseln: Die Wartezeit bezieht sich auf den Zeitraum nach Abschluss der Versicherung. Du musst also eine bestimmte Zeit warten, bevor du bestimmte Leistungen in Anspruch nehmen kannst. Ein klassisches Beispiel sind Leistungen für Zahnersatz, bei denen viele Krankenversicherungen Wartezeiten von mehreren Monaten bis hin zu Jahren vereinbaren.

    Bei den meisten Berufsunfähigkeitsversicherungen gibt es keine Wartezeit. Du bist direkt nach Abschluss der Versicherung abgesichert. Die Karenzzeit hingegen greift erst, wenn der Leistungsfall tatsächlich eintritt – also wenn deine Berufsunfähigkeit festgestellt wurde. Dieser fundamentale Unterschied ist wichtig für deine Absicherungsplanung.

    Längere Karenzzeit vereinbaren: Sinnvoll oder nicht?

    In der Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine Karenzzeit häufig sinnvoll, da im Krankheitsfall zuerst andere finanzielle Absicherungen greifen. Arbeitnehmer:innen haben im Krankheitsfall zunächst sechs Wochen lang das Recht auf Lohnfortzahlung. Gesetzlich Sozialversicherte erhalten danach noch bis zu 18 Monate Krankengeld von ihrer Krankenversicherung. Diese zeitliche Staffelung kann eine Karenzzeit von drei bis sechs Monaten durchaus rechtfertigen.

    📌 Gut zu wissen

    Wenn die Karenzzeit mit Feststellung der BU greift, entfällt das Krankengeld ab diesem Zeitpunkt für Versicherte. Das Krankengeld beträgt nur 70 Prozent deines letzten beitragspflichtigen Gehalts, jedoch maximal 90 Prozent des Nettogehalts. Das kann unter Umständen nicht genug sein, um den Lebensstandard zu erhalten.

    Bei den meisten BU-Tarifen muss der Versicherungsbeitrag während der Karenzzeit weitergezahlt werden. Und wenn du einen Immobilienkredit abbezahlst oder anderweitige größere Ausgaben hast, kann es in der Karenzzeit finanziell eng werden. Diese finanzielle Lücke solltest du realistisch einschätzen, bevor du dich für eine längere Karenzzeit entscheidest. Die Beitragsersparnis mag verlockend sein, doch im Ernstfall können die fehlenden Einnahmen existenzbedrohend werden.

    💡 Tipp

    Kalkuliere genau, wie lange du im Ernstfall ohne BU-Rente finanziell durchhalten kannst. Berücksichtige dabei Lohnfortzahlung, Krankengeld, Rücklagen und laufende Verpflichtungen. Erst wenn du diese Lücke sicher überbrücken kannst, solltest du eine längere Karenzzeit in Betracht ziehen. Erstelle dafür am besten eine detaillierte Aufstellung deiner monatlichen Fixkosten und prüfe, wie viel Puffer deine Rücklagen bieten.

    ❔ Häufig gestellte Fragen

    Q

    Was genau ist die Karenzzeit bei der Berufsunfähigkeitsversicherung?

    Die Karenzzeit ist die leistungsfreie Zeit nach Feststellung der Berufsunfähigkeit, in der du noch keine BU-Rente erhältst. Sie beträgt üblicherweise drei bis sechs Monate und dient Versicherern zur Prüfung des Leistungsfalls.

    Q

    Wie unterscheidet sich die Karenzzeit von der Wartezeit?

    Die Wartezeit beginnt nach Vertragsabschluss und bestimmt, wann Versicherungsschutz greift. Die Karenzzeit startet erst nach Eintritt des Leistungsfalls und verzögert die Auszahlung der vereinbarten Leistung um einen festgelegten Zeitraum.

    Q

    Warum sollte ich eine längere Karenzzeit vereinbaren?

    Eine längere Karenzzeit senkt deine monatlichen Versicherungsbeiträge deutlich. Wenn du über ausreichende Rücklagen verfügst und die Zeit durch Lohnfortzahlung und Krankengeld überbrücken kannst, sparst du langfristig Geld bei gleichem Versicherungsschutz.

    Q

    Welche finanziellen Absicherungen greifen während der Karenzzeit?

    Arbeitnehmer:innen erhalten zunächst sechs Wochen Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber. Danach zahlt die gesetzliche Krankenversicherung bis zu 18 Monate Krankengeld in Höhe von 70 Prozent des beitragspflichtigen Gehalts, maximal 90 Prozent des Nettogehalts.

    Q

    Muss ich während der Karenzzeit weiter Versicherungsbeiträge zahlen?

    Bei den meisten BU-Tarifen musst du die Versicherungsbeiträge während der Karenzzeit weiterzahlen. Diese zusätzliche finanzielle Belastung solltest du bei der Entscheidung für eine längere Karenzzeit unbedingt berücksichtigen und einkalkulieren.

    Q

    Wie lange kann die Karenzzeit maximal sein?

    Versicherte können neben den üblichen drei bis sechs Monaten eine längere Karenzzeit von bis zu zwei Jahren vereinbaren. Je länger die Karenzzeit, desto günstiger die Beiträge, aber desto größer auch das finanzielle Risiko.

    *Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes entnehmen.